Der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Paul Keller (l.) und der TuS Haltern am See haben gegen den FC Gütersloh verloren. © Blanka Thieme-Dietel
Fußball: Oberliga

Bittere Niederlage: Der TuS Haltern verlangt dem Spitzenreiter alles ab

Viele Chancen gab es im Spiel zwischen dem TuS Haltern und Gütersloh nicht. Umso bitterer, dass die Seestädter am Ende ohne Punkt dastanden. Timo Ostdorf war trotzdem „nicht unzufrieden“.

Das regnerische und kalte Wetter passte zum Spiel zwischen dem TuS Haltern am See und dem noch ungeschlagenen FC Gütersloh. Vor der Partie hatte TuS-Trainer Timo Ostdorf eine Reaktion seiner Mannschaft gefordert. Die bekam er gegen den Tabellenführer. Punkte allerdings nicht – wenngleich ein Unentschieden gerecht gewesen wäre.

„Wenn man gegen den ungeschlagenen Tabellenführer nur eine wirkliche Chance zulässt, ist das eine richtig gute Reaktion“, so der Trainer nach der 0:1-Niederlage seiner Mannschaft.

Zuletzt habe die Galligkeit in den Zweikämpfen gefehlt, sagte Ostdorf vor einigen Tagen. Genau diese Galligkeit zeigte seine Elf gegen Gütersloh wieder. Die Halterner suchten die Zweikämpfe, wurden jedoch immer wieder von der jungen Schiedsrichterin zurückgepfiffen.

Kaum Chancen in der ersten Halbzeit zwischen dem TuS und Gütersloh

Die Folge einer nicht ganz klaren Linie: beide Teams wurden giftiger, immer wieder wurde nach Zweikämpfen diskutiert, das ein oder andere mal gerieten einige Spieler aneinander. Wirklich nennenswert Torchancen gab es hingegen keine in Halbzeit eins.

Gütersloh versuchte immer wieder, mit hohen Bällen die Halterner Viererkette zu überspielen. Von Erfolg war das jedoch nicht gekrönt. Entweder landete der Ball bei TuS-Torwart Ubeyd Güzel oder der nach seiner Verletzung zurückgekehrte Noah Korczowski klärte.

Ein einziges Mal wurde es ein wenig gefährlich. Nach einem Fehlpass von Jan-Niklas Kaiser landete der Ball bei Güterslohs Dimitrios Nemtsis, der aus rund 20 Metern aber ein gutes Stück übers Tor schoss (28.).

Auf der anderen Seite kam Stefan Oerterer einmal gefährlich in Richtung Strafraum, nachdem Korczowski mit einem Scherenschlag alle Gäste-Spieler überspielte. Oerterers Schuss wurde jedoch geblockt.

Innenverteidiger Richter wird extra für die hohen Bälle eingewechselt

„Wir wissen, dass wir noch Probleme im Spiel nach vorne haben“, sagte Timo Ostdorf hinterher. Das sei nach den vergangenen hohen Niederlagen in der Liga aber auch nicht ungewöhnlich. Dass seinen Spielern dann mal in der Vorwärtsbewegung der Mut fehlt, sei normal.

Zwei gute Chancen hatte der TuS dann aber trotzdem in der zweiten Halbzeit. Direkt nach Wiederbeginn drehte sich Oerterer geschickt am rechten Strafraumrand um seinen Gegenspieler und schloss direkt ab. Seinen Schuss auf den kurzen Pfosten konnte Güterslohs Torhüter Jarno Peters aber abwehren (48.).

Die zweite Gelegenheit war auch gleichzeitig die letzte Aktion des Spiels. Nach einer Flanke von Enes Schick schaffte der extra für die hohen Bälle eingewechselte Innenverteidiger Paul Richter es nicht, ausreichend Druck hinter das Leder zu bekommen. Den Kopfball des großgewachsenen Halterners konnte Peters dementsprechend locker halten (90.+3).

Timo Ostdorf: „Wir sind natürlich enttäuscht“

Es wäre der verdiente Ausgleich gewesen, nachdem Güterslohs Nico Bartling kurz zuvor das letztendlich einzige Tor des Tages erzielt hatte. Eine flache Hereingabe von der rechten Seite rauschte erst an allen Spielern im Strafraum vorbei, ehe die Nummer 14 der Gäste an den Ball kam und ihn aus rund 16 Metern ins Eck hämmerte (84.).

„Wir sind natürlich enttäuscht“, sagte Timo Ostdorf, nach der Niederlage seiner Mannschaft. „Ich persönlich bin aber nicht unzufrieden.“ Tatsächlich hatte es seine Mannschaft geschafft, defensiv mehr als nur stabil zu stehen. Ein großer Unterschied zwischen dem Tabellen-14. und dem Oberliga-Spitzenreiter war zudem nur selten zu sehen.

TuS: Güzel – Pulver, Forsmann, Korczowski, Lehmann (46. Gülsoy), Bernoth (78. Richter), Sandkühler, Schick, Büscher (75. Keller), Kaiser, Oerterer

Tor: 0:1 Bartling (84.)

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Pascal Albert

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