„Da war ich noch ein kleiner Pups“: Tim Forsmann fehlt dem TuS Haltern länger als gewohnt

hzFußball: Regionalliga

Manchmal müsse er sich kneifen, sagt Trainer Magnus Niemöller mit Blick auf die Gegner des TuS Haltern. Am Samstag empfängt der TuS mit Fortuna Köln einen Absteiger aus der Dritten Liga.

Haltern

, 08.11.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den TuS Haltern am See ist es am Samstag das vorletzte Spiel in der heimischen Stauseekampfbahn im Jahr 2019: Zu Gast ist um 14 Uhr (Lippspieker) der Drittliga-Absteiger Fortuna Köln. „Da muss ich mich noch kneifen, dass der TuS Haltern gegen Fortuna Köln spielt“, sagt Halterns Trainer Magnus Niemöller. Es ist das erste Duell der beiden Mannschaften überhaupt.

Für Tim Forsmann allerdings kommt dieses Duell am Samstag allerdings noch viel zu früh. Seit dem Spiel gegen den SV Rödinghausen (1:5) Mitte September fehlt der Außenverteidiger im Kader des TuS Haltern. „Nach einem Zweikampf bin ich damals falsch aufgekommen“, sagt Forsmann - sein linkes Außenband war gerissen.

„Ich habe ein gutes Gefühl“

Sechs Wochen durfte er anschließend „gar nichts machen“, sagt Forsmann. Am Montag dann hatte er zum ersten Mal nach fast acht Wochen einen Ball am Fuß. Am Donnerstag absolvierte er auch Teile des Trainings mit der U23-Mannschaft der Halterner. „Ich habe ein gutes Gefühl“, sagt Forsmann,

Es war eine ungewohnte Situation für den Halterner. Denn an so eine lange Ausfallzeit könne er sich kaum erinnern. „Als ich das letzte Mal so lange verletzt war, da war ich noch ein kleiner Pups“, sagt er und lacht. Auch wenn ihn die vergangenen Wochen genervt hätten, wolle er nicht rumjammern. „Aber alleine so Sachen, wie in der Kabine zu sitzen und sich nach dem Training zu unterhalten, die haben mir gefehlt“, erklärt er.

So sei seine Stimmung nun wieder besser. „Meine Freundin hat mich in der Zwischenzeit bei Laune gehalten“, sagt Forsmann. „Und auch wenn sie das nicht gesagt hat, freut sie sich bestimmt, wenn ich jetzt wieder zum Training fahren kann“, ergänzt er und lacht. Einen Zeitplan, wann er wieder im Kader stehen möchte, habe er nicht.

„Im November wird das wohl nichts“, sagt sein Trainer Magnus Niemöller. Vielleicht würde es für einen Einsatz im Dezember reichen. „Wir müssen mal gucken, dass wir ihn so hinbekommen, dass er im Dezember noch eingesetzt werden kann“, erklärt Niemöller.

Auch Vennemann macht Fortschritte

Und auch Cedric Vennemann mache laut Niemöller Fortschritte nach seinem Muskelbündelriss vor zwölf Wochen. „Er ist seit zehn Tagen im Lauftraining“, sagt Niemöller. Fehlen gegen Köln werden zudem Noah Korczowski (Rote Karte) und Nico Wolters (Leiste). Wolters hat seine Operation am Dienstag laut Niemöller gut überstanden.

Für die restlichen Spieler der Halterner stand eine volle Trainingswoche an. „In vielen Spielformen haben wir die einzelnen Spieler unter Stress gesetzt“, erklärt Halterns Trainer. Gegen Köln müsse seine Mannschaft als Gruppe beherzt dagegen halten. „Wir wollten die Mannschaft unter Strom halten“, sagt Niemöller. „Ein Stromausfall am Samstag wäre doof.“

Mit Fortuna Köln erwartet die Halterner ein Gegner, „mit sehr viel Präsenz und Persönlichkeit“, sagt Niemöller. „Und mit einem Meisterwerk an Technik und Passspiel.“ Gefühlt sei Köln weiter ein Drittligist. „Sie sind sehr routiniert und sehr abgezockt“, erklärt Niemöller. Zudem sind die Kölner seit sieben Spielen in der Regionalliga ungeschlagen: In diesem Spielen holten sie 15 ihrer 19 Punkte (Platz elf). Der TuS liegt mit 15 Zählern auf Rang 14.

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