„Dann sind wir noch nicht oberliga-reif“: Deutliche Niederlage für den TuS

hzFußball: Oberliga

Der TuS Haltern hat in der Oberliga erneut mit 0:5 verloren. Für Trainer Timo Ostdorf hatte die hohe Niederlage gegen Kaan-Marienborn gleich mehrere Gründe.

Haltern

, 18.10.2020, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach einem starken Auftritt im Westfalenpokal gegen Regionalligist Ahlen hat der TuS Haltern am See nun wieder einen Rückschlag erlitten. In der Oberliga kassierte das Team von Timo Ostdorf ein deutliches 0:5 gegen den 1. FC Kaan-Marienborn. Der Trainer nannte hinterher gleich mehrere Gründe, warum die Niederlage verdient war.

„Bis zum 0:1 haben wir es defensiv stabil gemacht“, sagte Ostdorf, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft in den ersten Minuten zufrieden war. Insgesamt ärgerte ihn nicht mal das „auch in der Höhe verdiente“ 0:5, sondern vor allem die Entstehung der Gegentore. Speziell die der ersten beiden.

Das erste Tor der Gastgeber erzielte Lukas Duda (28.), nachdem die Halterner Abwehr die Siegerländer eigentlich gut vom eigenen Tor fernhalten konnte. „Wir zwingen sie damit zu einem langen Ball“, erklärte Timo Ostdorf, „und dann sind wir nicht konsequent genug“.

Viele Spieler haben noch keine oder wenig Oberliga-Erfahrung

Ein ähnliches Bild beim zweiten Tor von Duda kurz vor dem Pausenpfiff: Die erste Flanke aus dem Halbfeld konnte der TuS noch klären, doch die Kaan-Marienborner gewannen den zweiten Ball und flankten erneut.

Trotz Überzahl im Sechzehner gelang es den Halterner Spielern nicht, die Hereingabe zu verteidigen. Vielmehr stand Duda sogar komplett frei und hatte dadurch keine Schwierigkeiten, den Ball aufs Tor von Marcel Müller zu bringen (44.). „Die Gier, das konsequent zu verteidigen, hat gefehlt“, so Halterns Trainer hinterher.

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„Dass es nach dem 0:2 zur Pause dann schwer wird, war klar“, sagte er. Gleichzeitig verwies er jedoch auch auf den Kader, mit dem er zum nun Tabellenfünften der Oberliga gefahren war. Neun seiner Spieler hätten bislang nicht höher als Bezirksliga gespielt.

Vor allem in der Abwehr zeigte sich das. Dort war Nico Pulver mit gerade mal 21 Jahren bereits der Spieler, der bislang die meisten Oberliga-Spiele gemacht hat. Die Erfahrung von Noah Korczowski und Tim Forsmann, die beide zumindest wieder auf der Bank Platz nehmen konnten, fehlte schlichtweg.

Nicht nur beim Verteidigen fehlte die Gier beim TuS Haltern

Genauso wie die des noch gesperrten Nils Eisen und des erst zu Beginn der zweiten Halbzeit gekommenen Stefan Oerterer. „Wenn dieses Grundgerüst nicht vorhanden ist, dann sind wir noch nicht oberliga-reif“, stellte Timo Ostdorf fest.

Dadurch dass diese erfahrenen Akteure fehlten und seine vorhandenen Spieler die Gier vermissen ließen, „war es dann relativ einfach für die, Tore zu schießen“. Innerhalb von nur wenigen Minuten schraubten Daniel Waldrich (68.), Kohsuke Tsuda (70.) und Mats-Lukas Scheld (75.) das Ergebnis in die Höhe.

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Zwei Mal jagten die Gastgeber den Ball einfach aus 20 Metern unter die Latte. Auch das sei ein Ausdruck von Gier und Überzeugung, so Ostdorf, der diese Attribute auch im Offensivspiel seiner Mannschaft vermisste. „Wir sind aktuell zu harmlos vorne.“ Kaan-Marienborn sei letztendlich einfach gieriger aufs Toreschießen gewesen.

TuS: Müller - Pulver, Trachternach, Richter, Brinkert, Sandkühler, Schorn (84. Gülsoy), Lehmann (76. Tural), Schick, Becker (46. Oerterer), Kaiser (84. Büscher)

Tore: 1:0 Duda (28.), 2:0 Duda (44.), 3:0 Waldrich (68.), 4:0 Tsuda (70.), 5:0 Scheld (75.)

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