Das gemeinsame Training fehlt: Die HSC-Damen trainieren online zusammen

hzSport-Lockdown

Während des Lockdowns können Sportler nur getrennt voneinander trainieren. Die räumliche Trennung hält die Damen des HSC Haltern-Sythen aber nicht davon ab, sich gegenseitig zu motivieren.

Haltern

, 15.11.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Lockdown trifft die Sportwelt hart. Viele Trainingsmöglichkeiten haben Halterns Amateursportler derzeit nicht. Laufen gehen oder Workouts zuhause sind quasi die einzigen Möglichkeiten, um sich fit zu halten. Doch gerade die Mannschaftssportler sind es nicht unbedingt gewohnt, alleine zu trainieren. Die Damen des HSC Haltern-Sythen trainieren daher auch weiterhin zusammen.

„Wir sind es gewohnt, uns gegenseitig zu pushen“, sagt Ann-Christin Plogmaker, Spielerin des HSC Haltern-Sythen. Daher sei es für sie und ihre Mannschaftskolleginnen nicht immer einfach, sich alleine zu motivieren. Daraus entstand die Idee, gemeinsam online zu trainieren.

Jetzt lesen

Bis zur Umsetzung der Idee dauerte es nicht lange. Über WhatsApp wurde sich verabredet, Carina Keysers suchte das passende Workout für die Verbandsliga-Damen aus und schon konnte es losgehen - natürlich während der eigentlichen Trainingszeit, erzählt Plogmaker.

Die Beteiligung bei den Trainings des HSC Haltern-Sythen ist gut

Eine Verpflichtung, an den Online-Trainingseinheiten teilzunehmen, gebe es aber nicht. „Wer Zeit und Lust hat, kann mitmachen“, sagt die Nummer Elf der Halterner. Aktuell müssten ohnehin wieder viele Spielerinnen der jungen Mannschaft gucken, wann sie Zeit haben, da das Wintersemester begonnen hat oder sie arbeiten müssen.

„Die Beteiligung ist aber gut“, so Plogmaker, die selbst auch vom gemeinsamen Training profitiert. „Ich brauche dieses Pushen“, sagt sie, „das hilft mir sehr“. Bei den Treffen stehe das Training zwar im Vordergrund, aber natürlich komme auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz.

Um sich gegenseitig zu motivieren trainieren die HSC-Damen - hier (v.o.l.) Carina Keysers, Caroline Mordhorst, Annika Seher, Hannah Pauly, Lisa Marx und Linda Berg - online regelmäßig gemeinsam.

Um sich gegenseitig zu motivieren, trainieren die HSC-Damen - hier (v.o.l.) Carina Keysers, Caroline Mordhorst, Annika Seher, Hannah Pauly, Lisa Marx und Linda Berg - online regelmäßig gemeinsam. © Privat

„Wir quatschen natürlich auch und tauschen uns aus“, erzählt sie. Eben das, was auch bei einem normalen Training gemacht wird. „Der Teamgeist wird bei uns auch weiterhin großgeschrieben.“

Andreas Stolz und Torsten Runne müssen nicht mitmachen

Einen weiteren Unterschied zum Training in der Halle gibt es aber noch: Die beiden HSC-Trainer Andreas Stolz und Torsten Runne sind nicht dabei. „Unsere Trainer müssen da nicht mitmachen“, sagt Ann-Christin Plogmaker. „Die sind aber auch so weiter fleißig.“

Jetzt lesen

Genaue Vorgaben, was die Spielerinnen machen sollen und wie oft, gibt es derweil nicht. „Während des ersten Lockdowns wurde klargestellt, woran wir arbeiten sollen“, erklärt Plogmaker. „Daran halten wir uns weiterhin.“ Bedeutet: Die Muskulatur fithalten und die Kondition aufrechterhalten. Damit alle noch in Form sind, wenn die Saison irgendwann wieder fortgesetzt werden kann.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt

Nachdem in den unteren Handball-Ligen der Spielbetrieb bereits ruhte, pausiert nun auch die 3. Liga aufgrund der Corona-Pandemie. Das betrifft auch zwei Spielerinnen aus Haltern.

Lesen Sie jetzt