Das Verletzungspech macht dem TuS Haltern das Leben schwer

hzFußball: Regionalliga

Lars Pöhlker ist der einzige, der vor dem Regionalliga-Spiel gegen den letztjährigen Vizemeister RW Oberhausen zurück in den Kader kehrt.

von Niklas Berkel

Haltern

, 24.09.2019, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Krankenstation der Regionalliga-Fußballer des TuS Haltern hat keinen Platz mehr. Gegen die SG Wattenscheid fielen Torhüter Rafael Hester, Cedric Vennemann, Ilias Annan, Tim Forsmann, Nico Wolters, Jan-Niklas Kaiser und Robin Schultze aus. Ob verletzt, angeschlagen oder einfach krank. Dazu fehlte auch Lars Pöhlker, der in den vergangenen Wochen Aufgaben an der Uni zu erledigen hatte. Der Kader des TuS lechzt aus der letzten Rinne. Da wundert es nicht, dass die vergangenen Spiele doch recht deutlich verloren gingen. Mit 1:3 verlor der TuS gegen Köln II, mit 0:5 gegen Rödinghausen und gegen die SG Wattenscheid setzte es ein 0:4.

Kein Grund zum Zweifeln

Doch Grund zur Sorge ist das für Pöhlker noch lange nicht – auch wenn es am Mittwoch-Abend zum letztjährigen Vizemeister RW Oberhausen geht. "Das ist ein Spiel, auf das man sich garantiert freut", sagt Pöhlker, der gegen RWO wieder im Kader steht. Da ist es auch egal, ob die vergangenen Spiele verloren gingen. "Wir fangen jetzt nicht an zu zweifeln", erklärt er.

Gegen Köln, aktueller Tabllenzweiter, und gegen Rödinghausen, aktueller Tabellenführer, sind Niederlagen – zum Teil auch deutliche – keine Schande. "Gegen Wattenscheid kann man zwar punkten", sagt Pöhlker. "Aber so wie ich gehört habe, waren die auch einfach verdammt effizient", erklärt er. Mit so einer Phase musste Haltern rechnen. Zu Beginn der Saison sei der TuS "auch über den Überraschungseffekt so gut gestartet".

Damit bald aber die nächsten Punkte folgen, muss der TuS einige Probleme in den Griff kriegen. Am aller dringendsten die Abwehrpobleme. "Für uns geht es darum, dass wir wieder die Null halten", erklärt Pöhlker. "Je länger es 0:0 steht, umso wahrscheinlicher ist es, dass wir ein Remis erreichen können, oder gar mit einem Lucky-Punch gewinnen."

Liegt die Verletzungsmiserie an der Dreifachbelastung?

Das andere Problem allerdings ist weniger leicht in den Griff zu bekommen, denn das kann Haltern nicht selber steuern: das Verletzungspech. Ob es an der Dreifachbelastung mit vielen Englischen Wochen und der normalen Arbeit der Spieler liege? "Gar nicht. Das sind ja keine typischen Verletzungen", sagt Halterns Trainer Magnus Niemöller. Als Beispiele nennt er die Rückenfraktur von Nico Wolters aus dem Spiel gegen Rödinghausen oder den Handbruch vo Ilias Annan. Gegen RWO werden jedenfalls bis auf Pöhlker keine Spieler zurückerwartet. "Das ist in der Kürze der Zeit auch gar nicht möglich", sagt Niemöller.

Das Thema Verletzungen an die hohe Decke hängen, möchte Niemöller aber auch gar nicht. "Deswegen haben wir einen großen Kader. Wir können das auffangen. Das kann auch andere Mannschaften treffen", sagt er. Momentan trifft es die Halterner. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Verletzungspech schnell verflüchtigt.

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