Seit rund zehn Jahren arbeitet Horst Westermann dafür, dass der Halterner Tanzsportclub ein eigenes Zuhause bekommt. Nun rückt das Ziel immer näher. © Horst Lehr
Tanzen

„Den Glauben nie verloren“: Der TSC Haltern kommt seinem Ziel immer näher

Seit vielen Jahren hat der Tanzsportclub Haltern ein eigenes Sportquartier gesucht. 2019 wurde das passende Gebäude gefunden, das Projekt wird auch vom Land NRW gefördert. Wie geht es nun weiter?

Der 19. Oktober ist ein historisches Datum für unseren Verein. Jetzt können wir endlich loslegen“, sagte Horst Westermann, der stellvertretende Vorsitzende des Halterner Tanzsportclubs, auf der letzten Vorstandssitzung und präsentierte dabei stolz den Freigabebescheid der Fördermittel durch die NRW Bank.

Damit endet nun die rund zehnjährige Suche des Vereins nach einem eigenen Zuhause, während der Westermann trotz vieler Rückschläge nie aufgab.

Im letzten Jahr ging es dann endlich voran. Mit einer ehemaligen Gewerbehalle am Schultenbusch fand der Verein im März 2019 das passende Objekt. Mit einem langfristigen Mietvertrag sicherte man sich auch das Einverständnis für notwendige Umbauarbeiten.

Einen Raum kann der Tanzsportclub Haltern bereits nutzen

Dann wurde das Programm „Moderne Sportstätten 2022“ der Landesregierung NRW ins Leben gerufen: „Und das war unsere große Chance“, erinnert sich Anja Lohkämper, die Vorsitzende des Vereins. Die Baugenehmigung der Stadt Haltern wurde im März 2020 erteilt, und am 7. Juli bekam der Verein auch die Bestätigung der Staatskanzlei über die Aufnahme in das neue Förderprogramm.

Im Verein wurde festgelegt, dass die gesamte Mittelverwendung des Programms ausschließlich in die notwendigen Um- und Ausbauarbeiten für die sportliche Verwendung fließen soll.

Dafür wurde eine Halterner Baufirma als Generalunternehmer verpflichtet. „Eine der Hauptschwierigkeiten war die Umwidmung der Gewerbehalle in eine Sportstätte. Das war ein offizieller Verwaltungsakt“, sagt Horst Westermann.

Mit einem Büroraum konnte der Verein schon kurzfristig einen kleinen Teil des Objekts nutzbar machen. So können die nächsten wichtigen Termine direkt vor Ort stattfinden.

Bis Weihnachten sollen alle Aufträge vergeben sein

In dem Gebäude sollen als Herzstück zwei voneinander variabel abtrennbare Trainingsräume mit einer Gesamtnutzfläche von rund 240 Quadratmetern entstehen.

Als Trennelement dient eine verschiebbare Akkustikwand, mit der auch eine einzige große Fläche mit Turniercharakter geschaffen werden kann. Büro, Sanitärbereich, Lager, Jugendraum und eine Teeküche komplettieren das neue Trainingszentrum.

In diesen Tagen wird mit dem Generalunternehmer die Bauplanung für die drei größten Gewerke erstellt. Das sind im wesentlichen ein Beleuchtungs- und Beschallungskonzept mit moderner LED-Technik und Schalldämmung der Wände, ein Sicherheitskonzept mit Fluchtwegen und Brandschutz sowie der Einbau eines speziellen Sport-Parkettbodens für die Trainingsfläche.

Bis Weihnachten sollen nach Möglichkeit alle Aufträge an Halterner Firmen vergeben sein und danach – wenn alles passt – soll im April der Trainingsbetrieb aufgenommen werden.

Das Trainingsangebot soll in zwei Bereichen erweitert werden

Westerman blickt auch ein wenig stolz auf die letzten zehn Jahre zurück und sagt: „Ich habe nie den Glauben an ein Gelingen verloren“.

Bei seiner Arbeit hatte er immer das volle Vertrauen und die Unterstützung des Vorstands. „Alle diesbezüglich wichtigen Entscheidungen wurden einstimmig getroffen“, erzählt er.

Jetzt sieht er seinen langgehegten Traum vom eigenen Trainingszentrum in Erfüllung gehen. Er bedankt sich besonders bei den Mitgliedern, die auch in der aktuell schwierigen Corona-Zeit dem Verein die Treue halten.

Nach der Fertigstellung will der Verein sein Trainingsangebot in den Bereichen Standard-Latein und Jazztanz erweitern. Auch für Kinder soll es neue Möglichkeiten geben. Auch über ein Inklusionsangebot wird derzeit nachgedacht.

Über den Autor
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Ist schon seit Jahren freier Mitarbeiter der Redaktion Haltern am See. Er fotografiert und berichtet über das lokale Geschehen und betreut die Serie „Das Sportporträt“. Darüber hinaus berichtet er in Wort und Bild über aktuelle sportliche Großereignisse im Outdoorbereich , wie Reitturniere, Laufveranstaltungen, Radrennen und Kartsport. Sein Spezialgebiet ist die Berichterstattung über Motorsport auf der Nordschleife des legendären Nürburgrings. Für die Dorstener Redaktion begleitet er dazu seit Jahren die heimischen Rennfahrer in der Langstreckenserie und beim Jahreshighlight, dem 24 Stunden Rennen.
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