Mika Knöner (l.) wird den HSC Haltern-Sythen im Sommer nach vielen erfolgreichen Jahren verlassen. © Werner Schulte-Lünzum
Handball: Oberliga

Den HSC zu verlassen, war für Mika Knöner „keine leichte Entscheidung“

Seit der C-Jugend hat Mika Knöner für den HSC Haltern-Sythen gespielt. Im Sommer wird er den Verein verlassen. Bei seinem neuen Verein möchte er auch wieder auf seiner Stammposition spielen.

Mit Mika Knöner (21) verlässt den HSC Haltern-Sythen im Sommer ein Spieler, der trotz seines jungen Alters schon einige Jahre im Seniorenbereich in seiner Vita stehen hat. Mit dem HSC schaffte er den Sprung in die Oberliga, nun geht es runter in die Landesliga.

„Das war keine leichte Entscheidung“, sagt Knöner, der beim HSC Haltern-Sythen meist als Rechtsaußen spielte, eigentlich aber gelernter Rückraumspieler ist. Aus beruflichen Gründen habe er sich für einen Wechsel entschieden. Zukünftig wird er wieder für den FC Erkenschwick auflaufen.

Dort hatte der Erkenschwicker mit dem Handballspielen einst angefangen, ehe er über den Umweg Hüls in Haltern gelandet war. Seit der C-Jugend spielte Knöner für den HSC. In der Saison 2017/18 kam er – damals noch als A-Jugendspieler – erstmals in der ersten Mannschaft zum Einsatz.

„Das habe ich dann anscheinend nicht ganz so schlecht gemacht“

Bei seinem ersten Spiel gegen den SV Westerholt in der Verbandsliga sei der damalige Trainer Gregor Spiekermann auf ihn zugekommen und habe gesagt, „geh auf Rechtsaußen und wirf einfach ein Tor“, erinnert sich Mika Knöner.

Mika Knöner half in der Vergangenheit auch schon mal in der zweiten Mannschaft des HSC Haltern-Sythen aus.
Mika Knöner half in der Vergangenheit auch schon mal in der zweiten Mannschaft des HSC Haltern-Sythen aus. © Uwe Mordhorst © Uwe Mordhorst

„Das habe ich dann anscheinend nicht ganz so schlecht gemacht“, sagt er und lacht. Später setzte Gerard Siggemann, der das Team 2018 übernahm, ihn weiterhin auf der rechten Außenseite ein. Im Rückraum kam der 21-Jährige nur selten zum Einsatz. Dort fühlt er sich aber eigentlich am wohlsten und dort möchte er auch in Zukunft wieder spielen.

„Ich habe auch die ganze Jugend im Rückraum gespielt, das ist die Position, die ich langfristig spielen möchte“, erklärt er. Ein Grund für seinen Wechsel war das aber nicht. Vielmehr glaubt Knöner, dass er in Zukunft nicht mehr genug Zeit haben wird, um in der Oberliga zu spielen.

Mika Knöner hat es zukünftig nicht mehr allzu weit zum Training

„Im nächsten Jahr schreibe ich auch meine Bachelorarbeit, da ist der zeitliche Aufwand dafür dann ziemlich groß“, so der Erkenschwicker. Auch die Fahrerei wird nun weniger werden, schließlich wohnt Knöner nahe der Halle, in der der FC Erkenschwick spielt und trainiert.

Beim Landesligisten wird er auf einige Freunde und Bekannte treffen. Die hatte er aber auch in Haltern, sowohl in der ersten als auch der zweiten Mannschaft, wie er sagt. „Ich denke mal, der Kontakt mit den Leuten aus Haltern wird auch nicht abbrechen“, sagt er. Das ein oder andere Mal, da ist er sich sicher, werde man sich noch mal in der Halle am Schulzentrum sehen.

Über genaue Ziele mit seiner neuen Mannschaft kann Mika Knöner derweil noch nicht viel sagen, „auf jeden Fall nichts mit unten zu tun haben“, sagt er aber direkt. Darüber hinaus müsse dann einfach geguckt werden, was noch möglich ist.

Er selbst möchte der Mannschaft einfach nur so gut wie möglich helfen. Aber ist er nicht als Oberliga-Spieler etwas überqualifiziert in der Landesliga? „Das würde ich nicht sagen“, stellt er klar, „aber ich glaube, ich kann eine gute Rolle spielen“.

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Pascal Albert

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