Seit drei Jahren leiten (v.l.) Jörg Haller, André Stegemann und Thorsten Kogelheide nun die Geschicke des ETuS-Fördervereins. Seitdem haben sie - auch dank der Hilfe des Hauptvereins und des Fanclubs um Wolfang Sammet (r.) - viel erreicht. © Pascal Albert
Ehrenamt

Der Förderverein des ETuS: „Vieles, was wir machen, bleibt im Verborgenen“

Was wären die Vereine ohne ihre Ehrenamtler? Beim ETuS kümmern sich Thorsten Kogelheide, André Stegemann und Jörg Haller seit drei Jahren um den Förderverein. Seitdem hat sich viel getan.

Seit nunmehr 24 Jahren gibt es den Förderverein des ETuS Haltern. Vor drei Jahren gab es nach langer Zeit mal wieder einen Wechsel des Vorstandes: Thorsten Kogelheide (Vorsitzender), André Stegemann (Geschäftsführer) und Jörg Haller (Kassierer) kümmern sich seitdem um die ehrenamtliche Arbeit. Seitdem haben sie viel Zeit, Arbeit und Herzblut in mehrere Projekte gesteckt.

Ihre Vorgänger waren rund zehn Jahre im Amt. „Das ist eine starke Leistung“, sagt André Stegemann. Er und seine beiden Mitstreiter sind schon länger beim ETuS Haltern, mit 41 Jahren ist Thorsten Kogelheide aber mit Abstand am längsten im Verein. Von der E-Jugend bis zu den Senioren spielte er für den ETuS und hatte dabei „das Glück, nie aus der Kreisliga A abzusteigen“, erzählt er.

Der Kontakt zwischen Kogelheide, Haller und Stegemann entstand, „weil unsere Kurzen zusammen gekickt haben“, sagt Letzterer. Vor drei Jahren wurden sie dann gefragt, ob sie die Leitung des Fördervereins übernehmen könnten. Offiziell leiten sie die Geschickte nun seit dem 1. Dezember 2017.

Die Mitgliederzahl des ETuS-Fördervereins ist „noch ausbaufähig“

Über 100 Mitglieder hat der Verein derzeit. „Das ist aber noch ausbaufähig“, sagt Thorsten Kogelheide. Denn der Förderverein bezieht seine Gelder nur aus Mitgliedsbeiträgen oder Spenden. „Wir haben noch nicht den einen großen Sponsoren gefunden“, sagt er. Dementsprechend müssen die Verantwortlichen immer wieder kreativ werden, wenn neue Projekte realisiert werden sollen.

Am Ende ist allerdings gar nicht immer direkt ersichtlich, wo der Förderverein tätig war. „Vieles, was wir machen, bleibt im Verborgenen“, so Stegemann. Zum Beispiel „steht ja auf keinem Leibchen ‚vom Förderverein‘“.

Da die drei und auch einige weitere Mitglieder jedoch handwerklich begabt sind, wie sie selbst sagen, kann man seit einiger Zeit auf der Anlage des ETuS immer mehr von dem, was der Förderverein realisiert hat, auch wirklich sehen.

Grundsätzlich hat sich der Förderverein des ETuS das Ziel gesetzt, die Jugendarbeit im Verein zu unterstützen. Beispielsweise eben mit besagten Leibchen, neuen Bällen oder anderen Dingen. Oft, das betonen die drei Männer immer wieder, vermischt sich die Arbeit des Fördervereins aber mit der des „Hauptvereins“.

Gute Zusammenarbeit zwischen Fanclub, Förder- und Hauptverein

Als Beispiele nennen sie unter anderem die Bandenwerbung, eines ihrer ersten Projekte. Zum Start ihrer Tätigkeit im Förderverein waren sich die drei ETuSler einig: „Hier hängen definitiv zu wenig Banden.“ Daran wollten sie schnellstmöglich etwas ändern. „Wir sind dann durch Haltern gelaufen und haben Klinken geputzt“, erzählt Thorsten Kogelheide.

Die Beschaffung von weiterer Bandenwerbung ist nur ein Beispiel für die Arbeit des Fördervereins, die sich nicht nur auf die Unterstützung der Jugendarbeit beschränkt. Beispielsweise von einem neuen Kopfballpendel können seit 2018 ebenfalls alle ETuS-Spieler profitieren.

Durch die Vermischung der einzelnen Abteilungen kommt es auch häufig vor, dass die Kosten aufgeteilt werden. „Viel hat natürlich auch der Hauptverein bezahlt“, sagt André Stegemann. „Wenn wir Zuschüsse geben, hat es aber immer einen Jugendaspekt“, so der Geschäftsführer.

Doch auch um die Platzwartung kümmern sich die Mitglieder des Fördervereins gemeinsam mit denen des ETuS-Fanclubs. Die Übergänge zwischen den einzelnen Abteilungen bezeichnet Stegemann als „schwimmend“. Das mache die Zusammenarbeit aber auch deutlich einfacher. „Wir haben beim ETuS kurze Wege“, so Kogelheide. „Wenn man aber 25 Sitzungen machen müsste, um etwas zu entscheiden, wäre es zu kompliziert“, ergänzt André Stegemann.

Jeder Trainer des ETuS hat einen eigenen Bereich im neuen Container

Ein Projekt, welches ausschließlich der Jugendabteilung des ETuS Haltern zugute kommt, ist vor nicht allzu langer Zeit erst fertig geworden. Neben den Kabinen steht nun noch ein großer Container, in dem jeder Jugendtrainer seinen eigenen Bereich beziehungsweise seinen eigenen Käfig für Bälle, Leibchen und andere Dinge hat.

„Da haben wir eineinhalb Jahre dran gearbeitet“, erzählt Jörg Haller. „Wir mussten erst mal alles genehmigen lassen.“ Richtig losgehen konnte es dann zu Beginn des Jahres. Im September waren die einzelnen Käfige fertig.

Rund eineinhalb Jahre hat die Planung und die Installation des Containers für die Jugendtrainer des ETuS Haltern gedauert.
Rund eineinhalb Jahre hat die Planung und die Installation des Containers für die Jugendtrainer des ETuS Haltern gedauert. © Pascal Albert © Pascal Albert

„Ich find den super“, freut sich Thorsten Kogelheide, während er auf die weiße Erweiterung des Kabinengebäudes schaut. Die Kosten für den Container habe der Förderverein aber natürlich nicht alleine getragen. Auch hier gab es wieder Unterstützung vom Hauptverein.

„Unsere Frauen möchten uns ja auch ab und an mal sehen“

Wie bei den zahlreichen anderen Projekten haben die Mitglieder des Fördervereins auch bei der Installation des Containers fast alles in Eigenregie gemacht. Selbst die Käfige haben sie vor Ort selbst zusammengebaut.

Große andere Projekte des Fördervereins in Zusammenarbeit mit dem Fanclub und dem Hauptverein waren in den vergangenen Jahren die Begradigung des Walls zur Straße hin oder die überdachte Tribüne am unteren Rasenplatz. Es ist jedoch nur ein kleiner Ausschnitt der zahlreichen – mal größeren, mal kleineren – Projekte, die der Förderverein initiiert oder selbst verwirklicht hat.

„Was wir alles gemacht haben, kriegst du gar nicht mehr auf die Kette“, sagt Thorsten Kogelheide. Und all das in ihrer Freizeit zwischen beruflichen und familiären Verpflichtungen. „Wir haben alle Familien und unsere Frauen möchten uns ja auch ab und an mal sehen“, sagt André Stegemann mit einem Lachen.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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