Der Handball-Verband Westfalen äußert sich zum Umgang mit der Corona-Pandemie

Handball

Bei den Fußballern hagelt es immer mehr Spielabsagen, die Basketballer haben den Saisonstart verschoben. Nun äußert sich auch der Handball-Verband Westfalen zur derzeitigen Situation.

Haltern

, 22.10.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Handball-Saison läuft erst seit einigen Wochen, doch nun wird schon über eine Unterbrechung diskutiert.

Die Handball-Saison läuft erst seit einigen Wochen, doch nun wird schon über eine Unterbrechung diskutiert. © Uwe Mordhorst

Der Westdeutsche Basketball-Verband hat den Saisonstart seiner Sportler bereits auf das kommende Jahr verschoben. Nun hat sich auch der Handball-Verband Westfalen zur aktuellen Situation geäußert. Der Verband ist zwiegespalten, hat aber vorerst eine Entscheidung getroffen.

„Aus Gesprächen mit Vereinen wissen wir, dass es aktuell eine zweigeteilte Meinung im Verbandsgebiet gibt“, erklärt der Verband in einem Schreiben auf seiner Internetseite. Die eine Seite wolle dem Handballsport weiterhin nachgehen, die andere ein paar Wochen oder Monate pausieren.

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„Als Landesverband sehen wir es als unsere Aufgabe an, den Spielbetrieb für unsere ungefähr 93.000 aktiven Handballerinnen und Handballer zu organisieren. Wir stehen aber auch zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung!“, so der Verband.

„Der HV Westfalen ist nicht von Panik durchtrieben“

Der HV Westfalen weist darauf hin, dass in Kommunen, die nun als Risikogebiete gelten, der Handballsport ausdrücklich nicht als Corona-Schwerpunkt ausgemacht wurde und es daher keine Einschränkungen gibt. Der Verband stelle sich trotzdem die Frage, ob weitergespielt werden soll oder nicht.

„Für einige Spielerinnen und Spieler ist es nur schwer vorstellbar, in ein Risikogebiet zu fahren, um dort Handball zu spielen. Vor allem die Angst vor einer Quarantäne treibt die Aktiven um“, schreibt der Handball-Verband, der entschieden hat, an der bisherigen Praxis der ersten Spieltage festzuhalten.

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Die Partien werden also wie geplant ausgetragen. Spiele in Risikogebieten oder gegen Mannschaften aus diesen Orten könnten jedoch verlegt werden. „Wir sind uns bewusst, dass es dadurch in der nächsten Zeit zu vermehrten Spielausfällen kommen wird“, erklärt der Verband.

Diese nachzuholen sei aber möglich. Weiterhin werde aber auch von Spieltag zu Spieltag geguckt und bei Veränderungen der Situationen kurzfristig entschieden. „Wir haben bereits im Frühjahr bei der Beendigung der Saison bewiesen, dass der HV Westfalen handlungsfähig und nicht von Panik durchtrieben ist.“

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