Der Scout der Kreisliga B: Zwei bis drei Din-A-4-Seiten über die Stärken des Gegners

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Der ETuS Haltern - aktuell auf Rang zwei der Kreisliga B - setzt auf eine gute Vorbereitung. Und so kann Trainer Schaffrinna zwischenzeitlich auf die Analyse seines Scouts zurückgreifen.

Haltern

, 18.11.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine gute Vorbereitung auf den kommenden Gegner ist wichtig. Während in der Fußball-Bundesliga die Teams mehrere Sitzungen mit der Videoanalyse zu bringen, müssen die Amateurteams andere Mittel und Wege finden, sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. So wie zum Beispiel der ETuS Haltern in der Kreisliga B, der auch zwischenzeitlich die Gegner scouten lässt.

„Ich muss Christian Klebolte loben“, sagte Thomas Schaffrinna, Trainer des ETuS Haltern, vor dem Duell gegen den TuS Sythen (0:0). Denn Klebolte ist der Scout des ETuS Haltern. Und so beobachtete er auch das Team von Manuel Andrick eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen den SuS Hervest (1:2) - auch wenn er dabei nicht unerkannt blieb.

„Muss nicht über den Platz schleichen“

„Es ist aber noch nicht so weit, dass ich über den Platz schleichen muss“, sagt Klebolte und lacht. Jahrelang habe er selbst gespielt, darunter auch häufiger gegen Sythen. „Da kennt man sich“, erklärt er.

Und so gab er Halterns Trainer Schaffrinna wieder einige Informationen mit für die Spielvorbereitung. „Bei Sythen ist sehr gut zu sehen, dass die auch einer geregelten Grundordnung spielen, die sie nie verlieren“, erklärt Klebolte. Und so hätte der TuS dann auch am Sonntag beim ETuS agiert.

Der Scout der Kreisliga B: Zwei bis drei Din-A-4-Seiten über die Stärken des Gegners

Christian Klebolte (l.) schaute sich auch den TuS Sythen an. © Juergen Patzke

„Ich hatte mir allerdings ein bisschen mehr bei Standards erhofft“, sagt der Scout der Halterner. Mit der Defensivleistung aber war er zufrieden: „Viele Torchancen hatten die Sythener ja nicht. Natürlich kann man gegen so eine starke Mannschaft nicht alles verhindern“, erklärt er.

Seit rund einem Jahr sei er für den ETuS Haltern auf den Plätzen der Kreisliga unterwegs. „Da bin ich aber immer mit Schaffi und Philip (Oligmüller, Co-Trainer, Anm. d. Red.) im Austausch“, sagt er. So war er zum Beispiel auch beim Duell zwischen der Zweitvertretung des SV Lippramsdorf gegen den SuS Polsum vor Ort. Beide Duelle konnte der ETuS anschließend gewinnen.

Zwei bis drei Seiten Analyse

Dabei achte er dann vor allem auf die Aufstellung der kommenden Gegner des ETuS. Zwei bis drei Seiten sei seine schriftliche Analyse dann am Ende lang. „Dass sind dann auch viele Kleinigkeiten“, erklärt Klebolte. „Zum Beispiel, wie die Mannschaft bei Standards steht.“

Dabei ginge es ihm weniger um die Schwächen, sondern mehr um die Stärken. „Es ist ein kleiner Vorteil, den wir dadurch haben“, sagt Klebolte.

Am kommenden Sonntag allerdings hat auch er frei. „Zum Glück“, sagt er.

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