Der TuS Haltern II gewinnt auch das Duell gegen Dülmen - LSV verliert am Samstag

hzFußball: Bezirksliga

Der TuS Haltern II steht weiter auf dem zweiten Tabellenplatz. Mit 1:0 gewannen die Halterner gegen Dülmen. Der LSV steckt nach der erneuten Niederlage weiter im Tabellenkeller der Liga.

von Jürgen Patzke

Haltern, Lippramsdorf

, 29.09.2019, 19:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Bei starken Regenschauern gewann die Zweitvertretung des TuS Haltern das Spitzenduell gegen die TSG Dülmen knapp aber nicht unverdient mit 1:0 im heimischen Stadion.

Aus der Regionalligamannschaft standen Marvin Möllers und Lukas Opiola in der Aufstellung des Bezirksligisten und beide sollten eine besondere Rolle in dieser Begegnung spielen.

Chancen durch Freistöße

Die ersten Torgelegenheiten in diesem kampfbetonten Spiel entstanden durch Freistöße. Marvin Möllers ballerte den einen über das Tor (12.) und Alexander Kock verfehlte für die TSG nur knapp das Gehäuse (25.).

Die Gäste zeigten immer wieder, wie gut ihr Umschaltspiel funktionieren kann, meist über den schnellen Alexander Kock. Das brachte so einige Male richtig Wirbel im Halterner Strafraum, doch ein Tor wollte nicht fallen, auf beiden Seiten.

Die Begegnung wurde recht hart geführt und Schiedsrichter Jonas Drube aus Münster hatte so manche Herausforderung mit der immer nickeliger werdenden Partie.

Alexander Kock zog aus etwa 20 Metern ab und TuS-Keeper Leo Backmann-Stockhofe lenkte soeben zur Ecke (51.) Wenig später zog Marvin Möllers ab und hier reagierte der Dülmener Schlussmann Aziz Retzep stark (59.).

Eine Flanke landete, nach guter Einzelleistung von Lukas Opiola über rechts, auf dem Kopf von Paul Keller, nur der Ball kam vom Pfosten wieder zurück ins Feld (62.).

Dann eine Szene im Bereich der Eckfahne zwischen dem Referee und Lukas Opiola: Plötzlich sah der Halterner Spieler Rot. Es soll sich beleidigend geäußert haben, hieß es. Dies geschah 25 Minuten vor dem Ende.

Bessere Chancen

Obwohl die Hausherren in Unterzahl spielten, hatten sie weiter die besseren Chancen. Florian Trachternach (67.) und Paul Keller (68.) zwangen den Dülmener Torhüter zu Glanzleistungen.

Nach 73 Minuten war des dann soweit: Kevin Lehmann bereitete schon im Mittelfeld die Gelegenheit vor und passte genau auf den gestarteten Marvin Möllers, der sich seinerseits im Strafraum durchsetzte und über den gegnerischen Torhüter das Leder ins lange Eck lupfte.

Obwohl die Gäste noch einmal alles in die Offensive warfen, gelang nicht mehr der Ausgleich. Haltern hielt dem trotz Unterzahl stand.

„Wir haben sicherlich schon besser gespielt als heute, doch schaut man sich den Gegner an, war das eine tolle Leistung meiner Elf“, sagt Halterns Trainer Timo Ostdorf.

TuS: Backmann-Stockhofe, Sandkühler, Landewee, Opiola, Klakus, Möllers (90.+3. Walter), Trachternach, Rademacher, Keller (90.+1. Middelmann), Brinkert, Lehmann.

Tor: 1:0 Möllers (73.)

Rote Karte: Opiola (65./Beleidigung)

Sehr unglücklich verlor der SV Lippramsdorf das Auswärtsspiel am Samstagnachmittag bei der Spvgg. Vreden II mit 0:1. Das wiederum drängt den LSV schon am achten Spieltag in den Keller der Tabelle.

Die ersten 45 Minuten waren sehr arm an Torchancen. Beide Mannschaften hatten Ausfälle von wichtigen Spielern zu verkraften. So sind die vielen Fehlpässe zu erklären und vieles blieb nur Stückwerk.

Nach der Halbzeitpause kam mit Robin Joemann ein erfahrener Mittelfeldspieler ins Spiel des LSV, aber es änderte sich zunächst nicht viel. „Wir wollten spielerische Lösungen finden, doch mit zunehmender Spieldauer wurden wir immer länger in unseren Pässen, weil Vreden sehr tief stand“, erklärte Lippramsdorfs Co-Trainer Thorsten Sträter.

Höhepunkt in der 62. Spielminute

Der Höhepunkt dieser Partie passierte in der 62. Spielminute: Ausgangspunkt war der Ballverlust von Robin Joemann im Mittelfeld, der den Angriff über die linke Seite ermöglichte. Die Flanke führte im Strafraum zum Zweikampf zwischen Philipp Depenbrock und Nils Hardegen, den Abpraller stoppte Kevin Brandt mit der Brust und feuerte das Leder in den Torwinkel. Dieses Geschoss war unhaltbar für LSV-Keeper Marvin Niehaus.

„Nach dem Treffer verließ meine Mannschaft zunehmend die Kraft,“ sagte Vredens Coach Björn Bennies. Folglich setzten sich die Gäste mehr oder weniger in der gegnerischen Hälfte fest. Torjäger Henrik Kleinefeld kam für Timo Berg (68.) mit der Hoffnung, dass er das Ruder noch herumreißt. Die Möglichkeiten waren da, Julian Röer und Henrik Kleinefeld vergaben Chancen in der Schlussphase. Die Hausherren überstanden die Drangperiode und hielten das 1:0 mit etwas Glück fest.

„Wir hatten am Samstag die große Chance gehabt gegen einen nicht so starken Gegner zu gewinnen“, bilanzierte Sträter.

LSV: Niehaus, Schild, C. Schemmer (Zernahle), Berg (68. Kleinefeld), T. Schemmer, Kalwey, Dewert, Preuß (46. Joemann), Röer, N. Hardegen, Wiethoff

Tor: 1:0 Brand (62.)

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