Der TuS Haltern meldet sich zurück

Fußball

Der Begriff Abenteuer klingt abgenutzt, aber wenn eine Jugendmannschaft nach 30 Jahren Abstinenz in den überkreislichen Fußball zurückkehrt, dann darf man das durchaus als solches bezeichnen. Die U19 des TuS Haltern kickt ab Sonntag in der Bezirksliga – und formuliert trotz spannender Vorbereitung zunächst zurückhaltende Ziele.

von Von Bastian Rosenkranz

, 20.08.2015, 17:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der U19-Kader des TuS Haltern für die neue Saison: Andre Anhuth, Lukas Wemhoff, Simon Kentrup, Robin Pötter, Dustin Blum, Nils Fabisiak, Jonah Sandkühler und Tim Bonka (o.v.l.), die Trainer Ronald Schulz und Christoph Metzelder, Hakan Köksal, Christoph Goos, Lukas Lersch, Jannis Giese, Hendrik Walter, Mahmut Tas und Betreuer Herbert Thiemann (M.v.l.) sowie Maik Knoblich, Vangjel Frasheri, Benedikt Berkenkamp, Leonhard Backmann-Stockhofe, Janik Bilzer, Phil Komossa, Marvin Polczinski und Laszlo Sali (u.v.l.). Es fehlen: Leandro Formaggio und Cotrainer Hans-Werner Rittner.

Der U19-Kader des TuS Haltern für die neue Saison: Andre Anhuth, Lukas Wemhoff, Simon Kentrup, Robin Pötter, Dustin Blum, Nils Fabisiak, Jonah Sandkühler und Tim Bonka (o.v.l.), die Trainer Ronald Schulz und Christoph Metzelder, Hakan Köksal, Christoph Goos, Lukas Lersch, Jannis Giese, Hendrik Walter, Mahmut Tas und Betreuer Herbert Thiemann (M.v.l.) sowie Maik Knoblich, Vangjel Frasheri, Benedikt Berkenkamp, Leonhard Backmann-Stockhofe, Janik Bilzer, Phil Komossa, Marvin Polczinski und Laszlo Sali (u.v.l.). Es fehlen: Leandro Formaggio und Cotrainer Hans-Werner Rittner.

Neun externe Zugänge, zehn Testspiele, ein Trainingslager: beim TuS Haltern scheint dieser Tage alles ein wenig größer. Das Trainerteam um Ronald Schulz, Hans-Werner Rittner und Christoph Metzelder ließ sich seit dem 12. Juli so einiges einfallen, um ihre A-Jugend auf die Bezirksliga vorzubereiten. Stilecht wie bei den Schalker Profis hielt der TuS-Tross vier Tage lang Hof in Billerbeck, um zur Mannschaft zu werden und als solche zu wachsen. Integration hieß das Stichwort der ersten Wochen, denn neun Zugänge aus dem ganzen Kreisgebiet (und darüber hinaus, unter anderem Preußen Münster, Erkenschwick, Hüls, Nottuln) trafen auf Halterner U17-Kicker sowie den Rest der Aufstiegself. Zur Erinnerung: Ohne Niederlage und mit 99:8-Treffern marschierten die Schulz-Jungs durch die Kreisliga A und feierten am Ende hochverdient.

Stumpfe Runden um den Halterner See standen neben dem Trainingslager nicht auf dem Vorbereitungsprogramm, stattdessen sollte sich der Kader auf dem Platz finden. Nicht weniger als zehn Testpartien riss die A-Jugend in den sechs Wochen deshalb ab, die Ergebnisse spiegelten teilweise das schlummernde Potenzial wider. „Die Jungs sollen und müssen sich bei uns an die steigenden Umfänge gewöhnen, um jetzt eine realistische Chance in der Bezirksliga und später bei den Senioren zu haben“, erklärt Ronald Schulz die hohe Belastung, für Lernbereitschaft und Einsatzwillen kassierten seine Kicker bereits viel Lob.

Gegner von Bundes- bis Kreisliga

Gegen Bundesligist Münster verlor man zum Auftakt mit 1:6, danach folgten ein beachtliches 3:0 gegen Landesligist Hiltrup sowie ein 1:2 gegen Westfalenligist Gievenbeck. Die Tests gegen die Bezirksligisten liefen größtenteils zufriedenstellend ab, während den A-Kreisligisten wenig bis gar keine Chance gelassen wurde. Natürlich weiß man auch in der Stauseekampfbahn, dass gute Vorbereitungspartien mit dem Saisonstart überhaupt nichts mehr wert sind, trotzdem dürften die Halterner ab Sonntag eine gute Rolle in der Bezirksliga spielen.

Auch Wermutstropfen hatten die Verantwortlichen schon zu verarbeiten, so verletzte sich das Torhüterduo Leonhard Backmann-Stockhofe und Phil Komossa. Trotzdem blickt man voller Vorfreude auf Sonntag, wenn Westfalia Kinderhaus zum Auftakt wartet. Die Ziele für die gesamte Saison umreißt Christoph Metzelder noch vorsichtig: „Als Aufsteiger und Liganeuling hat der Klassenerhalt und die Ausbildung der Spieler für uns oberste Priorität. Wenn wir auf dem Weg dorthin die eine oder andere etablierte Mannschaft ärgern könnten, umso besser.“ Gerade der letzte Satz sollte die Konkurrenz dazu veranlassen, den TuS Haltern ab sofort nicht mehr zu unterschätzen.

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