Der TuS Haltern nur verarmter Rest der Regionalliga? „So ein Zitat macht mich traurig“

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Für Josef Schnusenberg, scheidendes Aufsichtsratmitglied bei der SG Wattenscheid, gehören viele Teams „zum verarmten Rest“. Eine Sicht, die der TuS Haltern nicht teilt.

Haltern

, 29.10.2019, 16:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Seniorenteam der SG Wattenscheid in der Fußball-Regionalliga ist seit vergangener Woche offiziell Geschichte. Auch wenn - zumindest kurzfristig - ein Rückzug vom Rückzug im Gespräch war, stehen die Wattenscheider als erster Absteiger fest und planen einen möglichen Neustart in der Oberliga.

Gegenüber der WAZ erklärte Josef Schnusenberg, scheidendes Aufsichtsratsmitglied bei der SG, dass die Regionalliga für ihn in finanzieller Hinsicht dreigeteilt sei: „Da sind zum einen die U23-Mannschaften der Bundesligisten. Dann kommen die Vereine mit reichen Mäzenen im Rücken - und die kommen erstaunlicherweise alle aus Ostwestfalen. Rot-Weiss Essen spielt eine Sonderrolle und gehört zu keiner Kategorie. Und dann ist der noch der verarmte Rest.“

Nicht sonderlich verwundert

Und damit zählt er nicht nur die SG Wattenscheid, sondern auch automatisch den Aufsteiger TuS Haltern am See, in die letzte Kategorie.

Beim TuS Haltern teilt man diese Sicht nicht: „So ein Zitat macht mich in erster Linie traurig und sprachlos“, erklärt Halterns Sportdirektor Sascha Kopschina. „Wenn man gesunde Amateurvereine, zu denen ich nicht nur den TuS Haltern, sondern auch viele andere zähle, als verarmten Rest bezeichnet.“ Auf der anderen Seite sei Kopschina mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen der SG Wattenscheid über so eine Äußerung nicht sonderlich verwundert.

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