Der TuS Haltern und Herbern vergeben jeweils einige gute Chancen

hzFußball: Landesliga

Für TuS-Trainer Sebastian Amendt war Herbern der bislang stärkste Gegner, auf den seine Mannschaft getroffen ist. Dennoch konnten die Halterner dem Favoriten einen Punkt abringen.

Haltern

, 18.10.2020, 19:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Spiel zwischen dem Team B des TuS Haltern am See und dem SV Herbern war eine Partie, die es von Anfang bis Ende in sich hatte. Damit sind in erster Linie die sportlichen Höhepunkte gemeint, aber auch die menschlichen Aspekte, denn auf beiden Seiten standen höchst engagierte Trainer, die natürlich die Szenen auf dem Feld völlig unterschiedlich sahen und bewerteten.

Daraus entstand eine anspruchsvolle Aufgabe für den Schiedsrichter, denn die Spieler gaben sich kaum ruhiger und das ging direkt nach Spielanpfiff los, als im Strafraum ein strammer Volleyschuss einem Halterner Abwehrspieler an die Hand prallte. Vehement forderte Herbern-Coach Benjamin Siegert Elfmeter, den der Referee jedoch nicht gab.

Der Gast hatte die Begegnung ungeheuer stark begonnen und den Hausherren etwa zwanzig Minuten wenig Luft zum atmen gegeben. Julius Höring beeindruckte nach 15 Spielminuten mit einem wuchtigen Schuss aus der Entfernung, der knapp über die Latte strich.

Göcke wird gefoult, der TuS bekommt die Chance zum Ausgleich

Dann war das 0:1 nicht zu verhindern, weil Patrick Sobbe genau auf den freistehenden Dennis Närdemann flankte und dessen Kopfball für Torhüter Leo Backmann-Stockhofe nicht zu halten war (19.).

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Langsam stabilisierte aich die Abwehr der Hausherren und die ersten ernst gemeinten Angriffe gingen auf das Herberner Tor zu. Bei einem dieser Angriffe verwechselte Philip Just im Strafraum das runde Leder mit Julian Göckes Bein, der Schiedsrichter pfiff sofort und zeigte auf den Punkt. Linus Tristan Saewe verwandelte eiskalt zum Ausgleich (25.)

Es blieb auch weiterhin ein kampfbetontes Spiel und die Gäste in Gelb-Blau blieben absolut gefährlich. Besonders der quirlige Louis Krampe war ein steter Unruheherd. Er prüfte den Halterner Schlussmann mit einem Heber, den er mit einer Hand reflexartig halten konnte.

„Für mich war es der stärkste Gegner bisher“

Mit 1:1 ging es in die Kabinen. „Die ersten 10 Minuten nach der Pause sind wir gut reingekommen“, sagte Trainer Sebastian Amendt später, „doch dann übernahm Herbern wieder die Spielführung“. Simon Thiemann sorgte mit einem zu kurzen Rückpass für Aufregung, doch sein Torsteher glich den Fehler aus.

Wenig später traf Linus Saewe die Querlatte, Nils Bartkes Nachschuss mit dem Kopf lenkte der Gästekeeper furios über die Latte. Die folgende Ecke erwischte Julian Göcke und wieder wehrte Tormann Leonhard Fenker zur Ecke. Doch auch Herbern hatte noch Chancen.

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Die Gastgeber konnten den Ball zwei Mal gerade noch auf der Linie retten, weshalb das Remis letztendlich in Ordnung ging. Trainer Amendt war hinterher zufrieden. „Für mich war es der stärkste Gegner bisher“, sagte er nach dem Abpfiff.

TuS: Backmann-Stockhofe, Max, Göcke, Landewee (87. Gökkaya), Rademacher, Linus Saewe, Weißbohn, Thiemann, Goos, Bartke (69. Pfeiffer), Luca Saewe.

Tore: 0:1 Närdemann (19.), 1:1 Linus Saewe (25. Foulelfmeter)

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