Der TuS unterliegt Vreden nach Chancenwucher und über 30 Minuten Unterzahl

hzFußball: Oberliga

Zur Pause hätte der TuS Haltern gegen Vreden schon hoch führen müssen. Doch die erste Halbzeit endete 0:1. Die schlechte Chancenverwertung der Halterner sollte sich später rächen.

Vreden

, 04.10.2020, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt Fußballspiele, die lassen sich schwer erklären. Die Oberliga-Partie der SpVgg Vreden gegen den TuS Haltern am See am Sonntag war so eins. Dass die Vredener am Ende als 3:0-Sieger dastehen, darauf hätte nach der ersten Halbzeit wohl niemand unter den rund 400 Zuschauern im Hamalandstadion gewettet.

„Wir haben das Spiel eindeutig in der ersten Halbzeit verloren“, kommentierte Halterns Coach Timo Ostdorf passend. Und auch Vredens Engin Yavuzaslan musste eingestehen. „Wenn wir zur Pause 1:3 oder 1:4 hinten liegen, dürfen wir uns nicht beschweren.“

Und dass das nicht der Fall war, dafür musste sich die Heimelf auch bei ihrem Schlussmann Ricardo Ottink bedanken. Der parierte zunächst mit dem Fuß gegen Jan-Niklas Kaiser (8.) und stoppte diesen nach einem Sololauf zehn Minuten später erneut in letzter Instanz.

Oerterer verpasst den Ausgleich kurz vor dem Pausenpfiff

Von den Vredenern kam in dieser Phase offensiv gar nichts. Jeden Versuch, Sturmspitze Maximilian Hinkelmann in Szene zu setzen, unterband die Halterner Hintermannschaft.

In der 38. Minute kam Hinkelmann dann doch mal zum Abschluss – und TuS-Keeper Ubeyd Güzel lenkte den Ball gerade noch über seinen Kasten. In dieser einzigen Vredener Drangphase des ersten Durchgangs fiel dann das 1:0. Dennis Wüpping flankte präzise von rechts und fand den Kopf von Nico Ostenkötter.

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Der nickte zum überraschenden 1:0 ein. Doch bevor es mit diesem Spielstand in die Kabinen ging, leistete sich Haltern zwei weitere vertane Riesenchancen. Auf Flanke von Patrick Brinkert setzte Stefan Oerterer eine Volleyabnahme übers Tor (45.), in der Nachspielzeit hatte der Kapitän Ottink bereits umkurvt, bekam den Ball aber nicht an Lars Ivanusic vorbei.

Vier Minuten nach der Roten Karte war das Spiel entschieden

Das sollte sich aus Gäste-Sicht nach der Pause rächen. Die Vredener nutzen die erste Chance des zweiten Durchgangs zum 2:0. Nach schönem Steckpass von Cralo Korthals drang Niklas Niehuis in den Strafraum ein und traf ins kurze Eck (52.). Aus TuS-Sicht kam es jetzt knüppeldick.

Nach einem Foul an der Mittellinie an Marvin Hakvoort musste Nils Eisen mit Rot unter die Dusche (56.). Als dann Ostenkötter nach Querpass von Hinkelmann zum 3:0, seinem siebten Treffer im siebten Spiel, einschob (60.), war die Messe gelesen.

Die Heimelf verwaltete ihren Vorsprung souverän, spielte erstmals in der Saison zu null und zog in der Tabelle am TuS vorbei auf Platz acht.

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