Der TuS Haltern am See und Peter Elbers (r.) unterlagen Regionalligist Lotte mit 1:5. © Andreas Hofmann
Fußball: Testspiel

Der TuS unterliegt Regionalligist Lotte – drei Gegentore ärgern den Trainer besonders

Mit 1:5 hat der TuS Haltern das Testspiel gegen die Sportfreunde Lotte verloren. Drei Tore fielen nach dem selben Muster - sehr zum Ärger von TuS-Trainer Timo Ostdorf.

Auf dem Papier war es der stärkste Testspielgegner des TuS Haltern am See in dieser Sommervorbereitung. Gegen die Sportfreunde Lotte aus der Regionalliga West unterlag der Oberligist in seinem ersten Heimspiel seit Oktober 2020 mit 1:5. Für Trainer Timo Ostdorf ein zu hohes Endrgebnis. Die Art und Weise, wie drei der Gegentore zustande kamen, ärgerte ihn nach dem Abpfiff aber am meisten.

„Mich ärgern die Gegentore“, sagte er nach der Partie, in der David Loheider wenige Minuten nach Wiederanpfiff kurz Hoffnung beim Gastgeber aufkommen ließ, als er im Eins-gegen-Eins gegen Lottes Keeper Peitzmeier ruhig blieb und überlegt zum 1:3 ins rechte untere Eck abschloss (51.).

Gemeint waren von Ostdorf die Gegentore Nummer eins, zwei und fünf. Alle drei fielen auf ähnliche Weise: Ein Ball über außen, dann die Flanke vors Tor und der Kopfball ins Netz. So erzielten Luis Allmeroth (16.), Emre Sabri Aydinel (43.) und Nils Stettin (90.) drei der fünf Tore für den Regionalligisten, der meist über die Außen kam.

Der TuS Haltern tritt gegen Lotte mit vielen jungen Spielern an

„Wir müssen an unserem Defensivverhalten im Sechzehner arbeiten“, stellte Timo Ostdorf hinterher fest. Bei allen drei Gegentoren, die durch Flanken entstanden, habe der Körperkontakt zum Gegner gefehlt. Lottes Spieler konnten so immer wieder unbedrängt abschließen.

Kiyan Gilani (v.) stand - wie viele andere Spieler des TuS Haltern am See - erstmals in einem Spiel in der Stauseekampfbahn auf dem Platz.
Kiyan Gilani (v.) stand – wie viele andere Spieler des TuS Haltern am See – erstmals in einem Spiel in der Stauseekampfbahn auf dem Platz. © Andreas Hofmann © Andreas Hofmann

Gänzlich unzufrieden war Halterns Trainer nach der Partie dennoch nicht. „1:5 ist nicht das, was sich abgespielt hat. Für mich ist das Ergebnis zu hoch“, sagte er. Tatsächlich zeigte seine Mannschaft immer wieder gute Ansätze.

Dass in der Stauseekampfbahn eine junge Elf, gespickt mit den erfahrenen Peter Elbers, David Loheider und Kevin Lehmann, auf eine abgezockte Regionalliga-Mannschaft traf, war aber über weite Strecken des Spiels zu sehen.

Dem TuS, der in Halbzeit zwei mehr Spielanteile als noch in den ersten 45 Minuten hatte und bei dem Ostdorf nach und nach frisches Personal brachte statt zur Halbzeit groß durchzuwechseln, fehlte oft zudem die Zielstrebigkeit im letzten Drittel.

Timo Ostdorf: „Die Jungs sollen das Positive aus dem Spiel mitnehmen“

Loheiders Treffer zum 1:3 war dabei einer der wenigen Angriffe, der schnell ausgespielt wurde. Teilweise fehlte in der Offensive das Tempo, welches aber in Halbzeit zwei – unter anderem dank der Einwechslungen von Ali Ibraim und Valentyn Yarokha – mehr wurde.

Positiv aus Sicht des Trainers des TuS Haltern am See waren die Bemühungen seiner Spieler, das Spiel in Ruhe von hinten aufzubauen. Das sei zuletzt zwar noch nicht trainiert worden, doch seine Mannschaft habe das schon ordentlich gemacht – obwohl die Sportfreunde Lotte teilweise schon 20 Meter vor dem erst von Cedric Drobe und dann von Ubeyd Güzel gehüteten Tor mit drei Mann ins Pressing gingen.

Am Ende stand zwar ein deutliches 1:5, doch Timo Ostdorf sprach seinen Spielern nach der Partie Mut zu. „Ich habe ihnen gesagt, die Jungs sollen das Positive aus dem Spiel mitnehmen“, so der Trainer.

Tore: 0:1 Allmeroth (16.), 0:2 Aydinel (43.), 0:3 Ali (45., Eigentor), 1:3 Loheider (51.), 1:4 Aydinel (66.), 1:5 Stettin (90.)

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Pascal Albert

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