Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren dürfen nach vielen Monaten endlich wieder auf den Platz. © Florian Wilms (Archiv)
Jugendfußball

Die Jugend darf wieder: Bei welchen Halterner Vereinen schon trainiert wird

20 Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren dürfen draußen wieder gemeinsam trainieren. In Haltern hat das Training aber noch nicht bei jedem Fußballverein wieder angefangen.

Während die Senioren sich noch gedulden müssen, dürfen Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren wieder Sport in Gruppen von bis zu 20 Personen ausüben. Bedeutet: Halterns jüngste Sportler können wieder auf den Platz. Was den Fußball angeht, wird nicht überall in Haltern schon wieder trainiert.

In Lavesum wird dagegen schon seit Mittwoch, dem 10. März, wieder trainiert. Nachdem am Samstag, 6. März, die Verantwortlichen der Lavesumer Jugendabteilung virtuell tagten, konnte Abteilungsleiter René Kownatka die frohe Botschaft verkünden: „Ab Mittwoch wird von der G- bis zur D-Jugend wieder trainiert.“ Die Begeisterung bei den Eltern und Kinder sei groß gewesen. „Und wir als Verein freuen uns natürlich auch“, sagte er.

Die gleichen Reaktionen erhielten auch die Verantwortlichen des SV Bossendorf. Am Dienstag wurde das Training wieder aufgenommen – ebenfalls von der G- bis zur D-Jugend. Auf die C-Jugend wurde bewusst verzichtet, da dort nicht alle Spieler hätten trainieren dürfen, weil einige bereits 15 Jahre alt sind.

Vorerst nur eine Trainingseinheit pro Woche bei Bossendorf

Jede Mannschaft werde erst mal nur ein Mal pro Woche trainieren, erklärt Mirko Klemm, Jugendleiter der Bossendorfer. Teams, die aus mehr als 20 Kindern bestehen, trainieren zudem in zwei Gruppen und zeitversetzt.

Beim TuS Sythen wird erst ab der kommenden Woche wieder trainiert, erklärt Jugendleiterin Sandra Plogmaker. Dann können alle Mannschaften von den Minikickern bis zur D-Jugend wieder auf den Platz. Das Problem, welches manche C-Jugenden haben, gibt es bei den Sythenern nicht, es gibt derzeit keine.

Auch beim TuS Haltern am See können die Juniorenteams bis 14 Jahre wieder in Gruppen spielen, teilte der Verein am Montagabend, 8. März, mit. Seitdem wird schon wieder eifrig in der Stauseekampfbahn trainiert.

„Sag einer Sechsjährigen, du darfst nicht näher als fünf Meter rankommen“

Zwei Trainer sind pro Trainingsgruppe maximal zugelassen. Auf einem Feld könnten aber sogar zwei Gruppen trainieren, jedoch müssen dann beide Teams ausreichend Abstand zueinander halten.

Bei der Jugendspielgemeinschaft des ETuS Haltern und des SV Lippramsdorf wird ebenfalls schon wieder trainiert, verrät Thorsten Giese, Koordinator der G- bis D-Jugend der Spielgemeinschaft. Dass es bald auch schon wieder einen Spielbetrieb im Jugendbereich gibt, glaubt er derweil noch nicht.

Bei den Flaesheimer Mädchen geht es erst nächste Woche los. An jedem Tag wird eine Mannschaft trainieren, so entfallen die Kontrollen, zum Beispiel, ob sich alle weit genug von anderen Teams fernhalten. „Sag einer Sechsjährigen, du darfst nicht näher als fünf Meter rankommen“, sagt Flaesheims Jugendleiterin für Mädchen, Heike Heimsoth. Daher werde es keine gleichzeitigen Trainingseinheiten geben.

Flaesheims U15 verzichtet, weil nicht alle trainieren dürften

Ein Problem für Heimsoth ist die C-Jugend beziehungsweise die U15. Lediglich bis 14 Jahre ist der Sport in einer Gruppe wieder erlaubt. In der Flaesheimer Mannschaft befinden sich aber zwei Spielerinnen, die bereits 15 Jahre alt sind. „Hier wollen wir keine Diskrimination in einer Mannschaft und im Sinne der Gemeinschaft verzichten wir auf das Training“, erklärt die Jugendleiterin.

Beim SV Hullern gibt es eine Besonderheit: Der Kunstrasenplatz ist sehr klein und der Rasenplatz ist frisch gewalzt worden und daher noch gesperrt. Somit lautet der Plan, erst in der nächsten Woche, dann aber auch auf dem Rasenplatz, zu starten, sagt Trainer Christian Tiedemann, der selbst zwei Söhne hat und froh ist, dass sich beide wieder auf dem Fußballplatz austoben können – genauso wie alle anderen Kinder.

Starten will Hullern ab der Altersgruppe Minikicker, mit den ganz Jungen, die von den Eltern gebracht werden, wird es etwas später beginnen.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Als Fotografenmeister und ehemaliger Fußballer bot sich mir an in diesem Metier weiter tätig zu sein. Seit 2016 fotografiere und schreibe ich für Lensing Media im Bereich Sport, aber auch bei Bedarf für die Lokalredaktion Haltern am See.
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