Hullerns Neuzugänge (v.l.) Daniel Diekmann, Dominik Warnat und Kay Trzaskawka erzählen, warum sie zum C-Ligisten zurückkehren. © SV Hullern
Fußball: Kreisliga C

Drei Rückkehrer, drei Geschichten: Hullerns Neuzugänge verbindet die Einstellung

Der SV Hullern hat sich mit drei ehemaligen Spielern verstärkt. Alle drei kennen sich bereits aus der Vergangenheit und haben - aus unterschiedlichen Gründen - länger nicht mehr gespielt.

Mit Daniel Diekmann, Dominik Warnat und Kay Trzaskawka hat der SV Hullern die Verpflichtung von drei weiteren ehemaligen Spielern perfekt gemacht. Alle drei haben eine längere Zeit nicht mehr gespielt, wollen nun aber wieder angreifen.

Die Saison 2017/18 war die letzte der dritten Mannschaft des TuS Haltern am See, danach wurde das Team aufgelöst. Damals im Kader stand mit Daniel Diekmann auch einer der Hullerner Zugänge. Seit rund zweieinhalb Jahren hat er mittlerweile kein Spiel mehr absolviert.

Als der TuS seine Mannschaft auflöste, sei „danach alles ein bisschen eingeschlafen“, sagt der 32-Jährige mit Blick auf seine fußballerische Laufbahn. Nun will der zweifache Familienvater „einfach noch mal Fußball spielen“, erklärt er.

Daniel Diekmann: „Ich bin hier im Dorf groß geworden“

Die Gespräche mit Trainer Christoph Bafs-Dudzik und dem spielenden Co-Trainer Marco Masannek seien gut gewesen, erzählt der Offensivspieler. Das Konzept, welches die Hullerner vorstellten, habe ihn überzeugt. „Sie wollen den SV Hullern noch mal etwas pushen“, erklärt er.

Dafür soll es eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern in der Mannschaft geben. Junge Talente hatte der C-Ligist zuletzt schon einige, doch es fehlte teilweise die Erfahrung auf dem Platz. Davon bekommt der SVH nun eine Menge.

Die anderen Neuzugänge kenne er bereits, sagt Diekmann. Auch einige Gesichter aus der aktuellen Mannschaft sind für ihn nicht unbekannt. „Ich bin ja hier im Dorf groß geworden“, erklärt er. Schon öfter habe er darüber nachgedacht, wieder mit dem Fußballspielen anzufangen.

„Dadurch, dass ich familiär und beruflich viel eingespannt bin, habe ich das immer vor mir hergeschoben.“ Er habe Angst gehabt, Fußball, Familie und Arbeit „nicht unter einen Hut zu kriegen“. Nun hat Diekmann aber das Gefühl, dass es klappen könnte – auch mit der Unterstützung seiner Familie.

Trzaskawka gehörte eigentlich schon länger wieder zur Mannschaft

Wenn er sonntags wieder auf dem Platz steht, könne die auch dabei sein. „Meine Kinder können sonntags dann den Sportplatz erleben“, sagt der 32-Jährige, der selbst seine Kindheit auf dem Sportplatz verbracht hat.

Wahrscheinlich wird Diekmann bei den Hullernern auf der Zehn oder den offensiven Flügeln zum Einsatz kommen. Im Mittelfeldzentrum soll wahrscheinlich auch Kay Trzaskawka zum Einsatz kommen. Der 38-Jährige gehört eigentlich schon zum Hullerner Team, seit Falk König das Traineramt übernommen hatte.

„Ich bin eigentlich sogar schon seit Ewigkeiten beim SV Hullern“, sagt er. Nur ein Jahr habe er zwischenzeitlich nicht bei dem Kreisligisten gespielt. Den Kontakt habe er aber auch in diesem einen Jahr zum Verein nie verloren.

Als er vor einiger Zeit beim SV Hullern wieder loslegen wollte, hatte er allerdings nur wenig Zeit, weshalb er noch nicht wieder zum Einsatz gekommen war. Über eineinhalb Jahre liege sein letztes Pflichtspiel schon zurück. Da er nun wieder mehr Zeit hat, will er es noch mal versuchen.

Dominik Warnat begann als Stürmer und hörte als Torwart auf

„Ich habe auf jeden Fall richtig Bock“, sagt Trzaskawka. Aber warum hat er sich überhaupt entschieden, doch noch mal auf den Platz zurückzukehren? Ein Grund sei Chris Meyer gewesen. Der 28-Jährige kehrt nach zwei Jahren bei Concordia Flaesheim ebenfalls zu Hullern zurück.

„Ich kenne ihn noch aus alten Tagen“, sagt der 38-Jährige. „Die junge Mannschaft braucht auch erfahrene Spieler“, erklärt er, daher habe sich Hullern umgeguckt. „Als sie mich fragten, gab es für mich keine zwei Meinungen.“ Er sagte direkt zu.

„Ich freue mich schon darauf, bald wieder loslegen zu können.“ Wahrscheinlich wird er im offensiven Mittelfeldzentrum spielen, aber gespielt hat Trzaskawka bereits auf jeder Position. Notfalls, sagt er, könne er auch noch mal die Torwarthandschuhe anziehen.

Das hatte der dritte im Bunde ebenfalls schon mal getan. „Aufgehört habe ich damals im Tor“, erzählt Dominik Warnat, der rund zwei Jahre nicht mehr auf einem Fußballplatz stand. Angefangen hatte der 30-Jährige einst als Stürmer. Und diese Position soll er jetzt auch wieder einnehmen.

„Das hatte dann keinen Sinn mehr gemacht“

„Ich hoffe, dass ich nicht wieder ins Tor muss“, sagt er, „das war damals nur eine Notlösung“. Warnat kennt die anderen Rückkehrer bereits bestens, spielte früher schon mit ihnen bei Hullern. Sie waren es auch, die zuerst auf ihn zukamen und ihn bezüglich einer Rückkehr ansprachen.

„Ich habe wieder Bock“, sagt der Stürmer. „Ich habe aber auch zwei Jahre nichts mehr gemacht, ich muss wieder langsam reinkommen.“ Aufgehört hatte er, weil viele seiner Freunde und Mitspieler, mit denen er den Aufstieg in die Kreisliga B geschafft hatte, gegangen waren.

„Das hatte dann keinen Sinn mehr gemacht“, erklärt er. Einigen der verbliebenen Spielern „fehlte dann die Ernsthaftigkeit“. Die, so Dominik Warnat, müsse aber vorhanden sein. Diesen Anspruch stellt er auch an sich selbst.

„Wenn ich wieder anfange, dann auch mit vollem Herzen und nicht nur zwischendurch“, sagt der Familienvater über seine Rückkehr. Eine Einstellung, die alle drei Rückkehrer verbindet.

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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