Ein bitteres Remis für die HSC-Damen nach einem dramatischen Ende

Handball: Frauen-Verbandsliga

Die Damen des HSC Haltern-Sythen haben im ersten Spiel den ersten Punkt geholt. Ein zweiter wäre allerdings mehr als nur möglich gewesen. Doch eine Schwäche wurde ihnen zum Verhängnis.

Haltern

, 04.10.2020, 20:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jenny Riekötter und die Damen des HSC Haltern-Sythen mussten sich am ersten Spieltag mit einer Punkteteilung begnügen.

Jenny Riekötter und die Damen des HSC Haltern-Sythen mussten sich am ersten Spieltag mit einer Punkteteilung begnügen. © Blanka Thieme-Dietel (Archiv)

Hätte ihm vor dem Spiel jemand gesagt, sein Team werde gegen den Vorjahres-Fünften, die SpVg Steinhagen, einen Punkt holen, er hätte sofort unterschrieben, sagte HSC-Trainer Andreas Stolz nach dem 22:22. Dass er sich am Ende doch über einen Punktverlust ärgerte, lag an einem ganz späten Gegentreffer.

„Erstes Spiel, erster Punkt“, sagte Stolz hinterher. Doch es hätten auch zwei sein können. „Meine Spielerinnen wissen, dass wir das Spiel gewinnen müssen“, erklärte er. Denn nach einer kurzen Anfangsphase, in der sich beide Teams erst mal abtasteten, übernahm der HSC Haltern-Sythen direkt das Kommando und war von da an die bessere Mannschaft.

Der HSC vergibt zu viele Chancen

Mit 13:10 führten die Halterner zur Halbzeit. Zu Beginn der zweiten 30 Minuten kamen die Gastgeberinnen dann wieder etwas näher heran, doch der HSC setzte sich schnell wieder ein wenig ab. Doch während der gesamten Partie zeigten die HSC-Damen, bei denen A-Jugend-Torhüterin Carmen Cantarella erneut dabei war, trotz ihrer Überlegenheit zwei Schwächen.

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Zum einen kassierten sie oft zu einfache Gegentore. „Die Abwehr war heute nicht in Top-Form“, gestand Andreas Stolz. Doch viel schwerer wogen die Fehler in der gegnerischen Hälfte. Die HSC-Offensive, die sich in der Vorbereitung meist treffsicher präsentiert hatte, vergab zahlreiche Chancen.

Insgesamt seien es 14 klare Torchancen gewesen, die seine Spielerinnen nicht genutzt hatten, so Halterns Trainer. Als sein Team in der Schlussviertelstunde wieder mit drei Toren in Führung lag, vergab es direkt hintereinander zwei richtig gute Gelegenheiten - einmal war das Tor ein Stück zu klein, das andere Mal war Steinhagens Torhüterin im Weg. Es wäre wohl die Entscheidung gewesen.

Statt das Spiel damit frühzeitig zu entscheiden kamen die Gastgeberinnen jedoch noch mal heran und erzielten zwei Sekunden vor dem Schlusspfiff den 22:22-Ausgleich. Es sei ein vermeidbares Unentschieden gewesen, stellte Andreas Stolz fest. Dennoch wollte er seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, unter anderem, weil es das erste Pflichtspiel seit dem Frühjahr war. „Wir sind trotzdem auf einem guten Weg.“

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HSC: Gholam-Zadah, Cantarella - Scheipers (3), Fohrmann (1), Riekötter, Marx (2/1), Saalmann, Höppe (9/7), Plogmaker (2), Pauly (1), Eirich (1), Seher (1), Keysers (1), Berg (1)

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