Der TuS Haltern am See und der Holzwickeder SC führten einen intensiven Zweikampf nach dem anderen. Am Ende erzielte ein Joker das Tor des Tages. © Andreas Hofmann
Fußball: Oberliga

Ein Joker entscheidet das Spiel zwischen dem TuS Haltern und dem Holzwickeder SC

Chancen gab es sowohl für den TuS Haltern als auch für den Holzwickeder SC, am Ende konnte sich aber nur ein Team freuen - dank des glücklichen Händchens seines Trainers.

Ich kann nicht versprechen, dass es ein Augenschmaus wird“, hatte Timo Ostdorf, Trainer des TuS Haltern am See, vor der Oberliga-Partie gegen den Holzwickeder SC gesagt und er sollte Recht behalten – auch wenn es Chancen für beide Teams gab, so zeichnete sich das Spiel vor allem durch viele Zweikämpfe und Fehler auf beiden Seiten aus.

Als einen „kämpferischen Sieg“ bezeichnete Holzwickedes Marc Woller die Partie, die seine Mannschaft mit 1:0 (0:0) für sich entscheiden konnte. Letztendlich habe die Effizienz seines Teams das Spiel entschieden. Dank Moritz Müller konnte der HSC sich über den dritten Sieg der Saison freuen.

Der Holzwickeder stand goldrichtig, als eine eigentlich zu hohe Flanke von links sich am zweiten Pfosten senkte und genau vor seinen Füßen landete. Der sträflich freigelassene Joker, der erst drei Minuten zuvor eingewechselt worden war, knallte den Ball aus wenigen Metern in die Maschen (73.).

TuS-Trainer Timo Ostdorf: „Wir scheitern ein bisschen an uns selber“

„Dieses Spiel dürfen wir nicht verlieren“, stellte Timo Ostdorf hinterher fest. „Wir scheitern ein bisschen an uns selber“, sagte er mit Blick auf Halterns Chancenverwertung. Großen Anteil daran, dass der Holzwickeder SC kein Gegentor kassierte, hatten Torwart Torben Simon und Enis Delija.

Letzterer war es, der einen schon sicher geglaubten Treffer des TuS vereitelte. Mit seinem Schuss im Fallen aus kurzer Distanz hatte Ali Ibraim schon HSC-Keeper Simon überwunden, doch Delija kratzte den Ball im letzten Moment von der Linie (50.).

Torchancen gab es zwar auch, doch die Partie zwischen dem TuS Haltern am See und dem Holzwickeder SC wurde vor allem von zahlreichen Zweikämpfen bestimmt.
Torchancen gab es zwar auch, doch die Partie zwischen dem TuS Haltern am See und dem Holzwickeder SC wurde vor allem von zahlreichen Zweikämpfen bestimmt. © Andreas Hofmann © Andreas Hofmann

Wenige Minuten später hatten einige Zuschauer erneut den Ball schon im Tor der Gäste gesehen, als David Loheider nach Vorarbeit von Peter Elbers mit seinem Kopfball am überragend reagierenden Torben Simon scheiterte (58.) – nicht die erste starke Aktion des Keepers an diesem Sonntagnachmittag. Schon in der 2. Minute ließ er Halterns Ali Ibraim mit einer starken Fußabwehr verzweifeln.

Duwe und Kyeremateng vergeben gute Chancen – dann kommt Müller

Aber nicht nur die Gastgeber hatten einige gute Chancen, auch Holzwickede hätte schon früher in Führung gehen können. Nach einem Fehler im Spielaufbau von Nico Pulver, der den angeschlagenen Maurice Temme als Kapitän vertrat, landete eine Hereingabe des HSC im Halterner Strafraum bei Marcel Duwe.

Statt aus bester Position das erste Tor des Tages zu erzielen, traf er das Leder jedoch nicht richtig und blieb ein wenig im durch mehrere Regenschauer durchnässten Rasen der Stauseekampfbahn hängen (53.).

Zehn Minuten später wurde es erneut gefährlich im Halterner Strafraum, als sich Verteidiger Jonathan Kyeremateng nach einem Einwurf in der Offensive miteinschaltete, mehrere TuS-Spieler stehen ließ und plötzlich von rechts frei aufs Tor zulaufen konnte. Sein Querpass konnte jedoch gerade noch so verteidigt werden.

In der Folge flachte die Partie etwas ab, mehr und mehr bestimmten intensiv geführte Zweikämpfe das Spielgeschehen – bis eben Moritz Müller eingewechselt wurde und nur wenig später goldrichtig stand. Wirklich nennenswerte Chancen gab es im Anschluss daran nicht mehr, was auch am zu überhasteten Spiel der Halterner nach dem Rückstand lag.

„Spielerisch konnten wir leider nicht an das letzte Spiel gegen Rhynern anknüpfen“, stellte Timo Ostdorf nach dem Abpfiff fest. „Trotzdem glaube ich, waren wir die bessere Mannschaft; wir sind absolut enttäuscht.“

Tor: 0:1 Müller (73.)

TuS: Güzel – Dagott, Trachternach, Keller, Ibraim (59. Gilani), Elbers, Sandkühler, Loheider, Yazici (67. Oruc), Pulver, Scheele

HSC: Simon – Schneider, Delija, Gödde, Duwe (70. Müller), Gensicke (74. Böcker), Schultze (86. Hoppe), Kyeremateng, Majewski, Jenusch, Arenz

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Pascal Albert

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