Timo Ostdorf vom TuS Haltern am See hat seine Meinung bezüglich der Frage, ob die Oberliga ein- oder zweigleisig laufen sollte, geändert. © Jürgen Patzke (Archiv)

Ein- oder zweigleisige Oberliga? Timo Ostdorf hat seine Meinung geändert

Schon 2020 wurde darüber diskutiert, die Oberliga aufzuteilen. Nun wird wieder darüber debattiert. Timo Ostdorf vom TuS Haltern denkt mittlerweile anders als vor einem Jahr über das Thema.

In der Oberliga Westfalen spielen kommende Saison 21 Mannschaften. Schon im vergangenen Jahr wurde darüber diskutiert, die Liga zu entzerren und aufzuteilen, am Ende wurde sich aber dagegen entschieden. Nun steht die gleiche Debatte wieder an – und Timo Ostdorf vom TuS Haltern am See hat seine Meinung im Vergleich zum Vorjahr geändert.

Am Donnerstag, 10. Juni, wollen sich die Vertreter der Oberliga-Teams mit Vertretern des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes (FLVW) online zusammensetzen und über den Modus der Liga diskutieren. Gut möglich, dass dann schon am Abend offiziell feststeht, wie die Oberliga in der kommenden Spielzeit aussehen wird.

„Letztes Jahr – auch wenn wir für zweigleisig gestimmt haben – war ich als Fußballbekloppter ein Fan davon, so viele Spiele wie möglich zu machen“, sagt Timo Ostdorf, Trainer der Oberliga-Mannschaft des TuS. Letztendlich blieb die Liga eingleisig, viele Spiele fanden aber aufgrund des Lockdowns nicht statt.

Timo Ostdorf: „Wir wissen alle nicht, was im Herbst passiert“

„Auch zweigleisig hätten wir die Saison wohl nicht geschafft“, weiß auch Ostdorf. Inzwischen würde sich der Halterner für eine zweigleisige Liga aussprechen. Allerdings, betont er, werde man ohnehin nicht jeden zufriedenstellen können.

„Natürlich möchte man gerne gegen jeden spielen, aber wir wissen alle nicht, was im Herbst passiert“, sagt er und meint damit eine mögliche weitere Infektionswelle und die Frage, wann die ersten Impfungen nachlassen. Außerdem müsse an das Wohl der Spieler gedacht werden. „Wir müssen gucken: Wie verkraftet die Mannschaft die Belastung nach der Pause?“

Daher mache es für ihn Sinn, die Liga zu entzerren, indem sie zweigeteilt wird. Bei einer Teilung gäbe es aber auch noch einige offene Fragen, die geklärt werden müssten. Dazu gehört vor allem die Frage, wie die Liga aufgeteilt wird. „Geografisch oder vielleicht per Los?“, so Ostdorf.

Eines ist auf jeden Fall schon jetzt klar: Von den 21 Vereinen in der Oberliga Westfalen werden am Ende nicht alle Vertreter mit der Lösung des Verbandes hundertprozentig zufrieden sein.

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Pascal Albert

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