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„Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“: Nach dem bangen Warten knallen beim TuS die Korken

hzFußball: Oberliga

In Haltern war das Duell gegen Ahlen bereits abgepfiffen (1:0). Doch das Spiel der Dortmunder dauerte noch an. Für den TuS war es eine gefühlte Ewigkeit, bis das die Sektkorken knallten.

Haltern

, 20.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Es war ein banges Warten auf dem Rasen der Stauseekampfbahn. Das Duell des TuS Haltern gegen RW Ahlen (1:0) war bereits seit einigen Minuten abgepfiffen, doch das Duell des ASC 09 Dortmund, des ärgsten Verfolgers der Halterner in der Oberliga, lief noch beim Stand von 0:0.

Halterns Co-Trainer Oliver Bautz versammelte seine Mannschaft im Kreis. Das Team hakte sich ein, einige Spieler blickten auf den Boden, andere in die Luft. Die Zeit für die Halterner schien endlos zu dauern.

Jubel, Trubel, Heiterkeit

Über 100 Minuten spielten die Dortmunder in Paderborn. Und was dann passiert, wird in die Geschichte der Stadt Haltern eingehen. Nach gefühlt endloser Spannung die Nachricht: Der TuS Haltern ist aufgestiegen. Bei den Spielern gibt es kein Halten: Einige Springen, einige Jubeln, einige Schubsen. Die Sektkorken knallen.

Stefan Oerterer allerdings liegt schnell seinem Trainer Magnus Niemöller in den Armen, sichtlich gerührt. Denn nicht nur für Niemöller, auch für Oerterer hat es im dritten Anlauf geklappt mit dem Aufstieg in die Regionalliga. Mit 31 Jahren „ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagt Halterns Torjäger mit 17 Treffern. „Es ist einfach geil.“

„Einige standen bereits vor dem Tor Regionalliga. Es ist einfach schön, dass sie es sich jetzt ermöglicht haben“, erklärt Sascha Kopschina, der Sportliche Leiter der Halterner.

„Soetwas gleicht sich immer aus“

Dass es am Ende ein Eigentor ist, dass die Halterner in die Regionalliga bringt, dass interessiert am Sonntag so wirklich keinen mehr. Ähnlich wie die späten Gegentore gegen den ASC (0:1) und gegen Gütersloh (1:1). „Am Ende einer Saison gleicht sich so etwas immer aus“, erklärt Oeterer. Denn so hatte der TuS unter anderem das glückliche Ende im Duell gegen Herne (2:1) zu Saisonbeginn oder auch gegen Paderborn (2:2) in der Rückrunde für sich entschieden.

Und auch das der Vorsprung auf den ASC 09 Dortmund von zwölf auf zwei Punkte geschmolzen war, brachte die Halterner nicht aus der Spur. „Wir sind als Mannschaft sehr gefestigt“, erklärt Oerterer. „So einen Zusammenhalt habe ich noch nie erlebt“, sagt Tim Kallenbach, der vor der Saison aus der U23 des FC Schalke 04 gekommen war und lange verletzt passen musste. „Ich habe schnell gemerkt, dass es eine geile Mannschaft ist“, erklärt der 24-Jährige.

„Das ganze Jahr haben wir darauf hingearbeitet“, erklärt Halterns Kapitän Christoph Kasak. „Das haben wir uns das ganze Jahr aufgebaut.“

Drei Punkte waren die Halterner nach der Hinrunde vor dem ASC 09 Dortmund. Jetzt sind es einen Spieltag vor Schluss vier. „Wir sind den ASC nie wirklich los geworden“, erklärte Halterns Trainer Magnus Niemöller. „Unter anderen Umständen wären wir da zufrieden mit einem Punkt vom Platz gegangen“, sagte Dortmunds Trainer Daniel Sekic nach dem Abpfiff in Paderborn. „Die Enttäuschung ist natürlich da, aber der Stolz überwiegt bei mir jetzt schon auf das, was wir geleistet haben.“ Dem ASC 09 bleibt damit das Endspiel am letzten Spieltag gegen Schalke verwehrt.

„Bonusspiel“ um den Einzug in den DFB-Pokal

Die Halterner hingegen haben sich ein „Bonusspiel“, wie Oerterer sagt, erspielt. Denn am 30. Mai (Donnerstag) kommt es am Feiertag zum Spiel um den Einzug in den DFB-Pokal. Dann empfängt der TuS den besten westfälischer Verein der Regionalliga.

Ein bisschen Arbeit wartet also noch auf die Halterner in dieser Saison. „Allerdings juckt mich das Training jetzt überhaupt nicht“, gibt Oerterer zu. „Mallorca zählt gerade mehr.“ Der Flieger mit den Halternern hebt am 31. Mai ab.

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