Ein Treffer in der Nachspielzeit kostet den SV Lippramsdorf zwei Punkte

hzFußball: Bezirksliga

Lippramdorf hat erneut eine Führung verspielt. Ein Spieler des LSV wurde nach seiner Einwechslung wieder ausgewechselt. Dunkhorst, der für ihn kam, blieb ebenfalls nicht lange auf dem Platz.

Lippramsdorf

, 04.10.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie bereits im vergangenen Heimspiel gegen den VfB Hüls verspielte der SV Lippramsdorf auch bei Westfalia Gelsenkirchen in letzter Sekunde einen sicher geglaubten Sieg.

Der Gast aus Haltern hatte seinen Gegner von Beginn an fest im Griff. Man nutzte die Räume und brachte das runde Leder immer wieder gefährlich in den Torraum. Bereits nach neun Minuten klingelte es dann auch im Netz der Hausherren durch den quirligen Timo Berg.

Giacomo Lopez Fernandez scheiterte danach zweimal an Westfalia-Keeper Jannik Lobe, genauso wie Jonas Zernahle und Nicolas Grewe. Hier hätte der LSV schon deutlicher in Führung liegen können.

Schon wieder kassiert Lippramsdorf ein Tor durch einen Strafstoß

Nach gut einer halben Stunde erhielt Batuhan Van die Rote Karte, die das Spiel zwar veränderte, weil Gelsenkirchen seine Abwehr neu formierte, doch außer beim Treffer von Nicolas Grewe kurz vor dem Pausenpfiff zum 2:0 konnten die Lippramsdorfer ihre Überzahl nicht ausnutzen.

Eigentlich wäre ein 4:0-Halbzeitergebnis locker im Bereich des Möglichen gewesen. Nach dem Pausentee riskierten die Hausherren wesentlich mehr und erhöhten ihren Angriffsdruck. Trainer Thomas Bartke wechselte für Tim Kalwey Ertugay Misirci ein. Der Neuzugang fand recht unglücklich in die Partie und erhielt sofort eine Gelbe Karte.

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Wenig später verschuldete der Eingewechselte einen Elfmeter, den Furkan Kocagöz zum Anschlusstreffer verwandelte. LSV-Coach Bartke reagierte sofort, nahm den Rot-gefährdeten Misirci direkt wieder vom Platz und ersetzte ihn gegen Luca Dunkhorst.

Genau dieser Luca Dunkhorst hatte dann eine Viertelstunde nach seiner Einwechslung ebenfalls Feierabend, als ihm der Schiedsrichter für ein Foul direkt Rot zeigte.

LSV-Trainer Bartke war nach der Partie ratlos

Sicherlich gab es noch Torchancen für die Gäste, doch die wurden nicht konsequent ausgespielt. Ein Kopfball von Christian Drees verfehlte nur knapp das Gehäuse. Irgendwie schien sich zum Ende der Partie alles gegen den LSV verschworen zu haben. So pfiff der Referee etwa zehn Minuten vor dem regulären Spielende ein klares Handspiel der Platzherren im Strafraum nicht.

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Der Höhepunkt kam dann aber in der Nachspielzeit. Westfalia schlug den Ball lang in der Strafraum und Tobias Ostrowski, der nach einer Stunde ins Spiel kam, drückte die Kugel über die Torlinie zum 2:2-Ausgleich.

Geknickt sagte der Lippramsdorfer Coach Thomas Bartke: „Ich bin ratlos, wie wir ein Spiel, das wir so fest in der Hand hatten, noch abgeben können. Ja, es liefen einige unglückliche Entscheidungen gegen uns, aber wir hatten es selbst in der Hand.“

LSV: Niehaus, Vierhaus, Drees, Schild, Berg, T. Schemmer, Grewe (J. van Buer 88.), Kalwey (Misirci 57., Dunkhorst 62.), Zernahle (90.+2. N. Hardegen), Lopez-Fernandez, Kleine-Kappenberg.

Tore: 0:1 Berg (9.), 0:2 Grewe (45.), 1:2 Kocagöz (61.), 2:2 Ostrowski (90.).

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