Ein unzufriedener Trainer und eine tricksende Gegnerin beim ersten HSC-Sieg

Handball: Frauen-Verbandsliga

Die Damen des HSC Haltern-Sythen holen den ersten Sieg der Saison. Zufrieden war Trainer Andreas Stolz jedoch ganz und gar nicht. Eine Gegenspielerin sorgte derweil kurz für Verwirrung.

Haltern

, 10.10.2020, 18:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Victoria Rauhut und die Damen des HSC Haltern-Sythen haben am zweiten Verbandsliga-Spieltag erstmals gewonnen.

Victoria Rauhut und die Damen des HSC Haltern-Sythen haben am zweiten Verbandsliga-Spieltag erstmals gewonnen. © Blanka Thieme-Dietel

„Ich bin insgesamt überhaupt nicht zufrieden“, sagte Andreas Stolz, Trainer der Damen des HSC Haltern-Sythen, nach dem 24:23-Sieg seiner Mannschaft gegen die HSG-Hüllhorst. „Wenn man in der Verbandsliga bleiben möchte, muss man diesen Gegner zuhause klar und deutlich schlagen.“ Doch daraus wurde nichts.

Beide Teams kamen nicht gut in die Partie. Das erste Tor fiel daher folgerichtig auch erst in der 7. Minute durch HSC-Spielerin Lisa Marx.

Die Gäste bestraften die Unkonzentriertheit der Halternerinnen vor dem gegnerischen Tor jedoch schnell und glichen nach 0:3-Rückstand aus (12.)

Der HSC Haltern-Sythen vergibt zu viele Chancen

„Wir waren nicht fokussiert und konzentriert genug in der Verteidigung“, sagte Andreas Stolz. Damit mache es seine Mannschaft den Gegnern immer wieder zu einfach. „Das waren viel zu viele hergeschenkte Tore.“

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Nach dem 3:3 sollte es weiter eng bleiben, doch in Führung ging Hüllhorst kein einziges Mal. Dank zweier starker Spielzüge, die Lisa Marx und Rückkehrerin Victoria Rauhut sicher vollendeten, konnte der HSC den Abstand auf die HSG vor der Pause sogar auf 12:9 erhöhen.

In der ersten Hälfte wurde immer wieder deutlich, dass Hüllhorsts Gina Redeker mit ihrer Physis und Wurfstärke eine der größten Gefahren für die HSC-Verteidigung darstellte. In den zweiten 30 Minuten wurde sie daher häufig gezielt gedeckt.

Doch auch wenn Redeker dadurch zeitweise kaum am Spiel teilnehmen konnte, blieben die Gäste gefährlich. In der 48. Minute kam die HSG wieder auf ein Tor heran (18:17). Das lag allerdings nicht an der Stärke Hüllhorsts, sondern am Chancenwucher der HSC-Damen.

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Schon in der ersten Halbzeit wurden einige Torchancen nicht genutzt, doch in der zweiten Hälfte zeigten sich im Offensivspiel der Gastgeber noch mehr Unkonzentriertheiten.

HSC-Damen lassen ihre Trainer erneut bis zum Schluss zittern

„Das war genau wie letzte Woche“, sagte Andreas Stolz. Schon da hatten seine Spielerinnen zahlreiche Gelegenheiten ausgelassen. „Wenn wir vorne so strukturiert spielen würden wie wir das trainieren, würden wir jeden Gegner auseinandernehmen“, erklärte er.

Doch es gelang seiner Mannschaft, bei der Victoria Rauhut mit acht Treffern die meisten Tore erzielte, erneut nicht, die zahlreichen guten Chancen zu nutzen. „Wir haben die klaren Dinger wieder nicht reingemacht, dann wird es halt wieder ein Zitterspiel.“

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Tatsächlich sahen die Zuschauer eine Schlussphase, die auch gut und gerne mit einem Unentschieden hätte enden können.

Doch in der 59. Minute erzielte Lisa Marx, die nach einer guten ersten Hälfte mit vier Toren in Halbzeit zwei lange nicht weiter nachlegen konnte, das wichtige 24:22. Zwar erzielte Hüllhorst noch das 24:23 (60.), aber der Ausgleich gelang nicht mehr.

Für Verwirrung auf den Zuschauerrängen und auf dem Feld sorgte derweil kurz vor Schluss HSG-Spielerin Redeker, die plötzlich mit Hartz spielte, obwohl dies bei den HSC-Damen nicht erlaubt ist. Als Folge musste die Spielerin der Gäste für kurze Zeit vom Platz, um sich das Hartz von den Händen zu waschen (59.).

HSC: Gholam-Zadah, Wilms - Scheipers (1), Mordhorst (1), Widlak-Kortenbruck, Marx (5), Saalmann (3), Rauhut (8/5), Plogmaker (2), Pauly, Eirich, Seher (1), Keysers, Berg (3)

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