Kiyan Gilani und der TuS Haltern am See waren am Donnerstagabend, 23. September, im Westfalenpokal gefordert. © Blanka Thieme-Dietel
Fußball: Westfalenpokal

„Eine bodenlose Frechheit“: Blamage für den TuS Haltern gegen Landesligist Maaslingen

Laut wurde er nicht in der Halbzeitpause. Man hätte es Timo Ostdorf, Trainer des TuS Haltern, aber nicht verübeln können. Nach 45 Minuten lag sein Team gegen einen Landesligisten mit 0:5 hinten.

Gegen RW Maaslingen war der TuS Haltern am See als klarer Favorit in die Westfalenpokal-Partie gegangen – wenngleich der Landesligist mit zehn Punkten aus vier Spielen stark gestartet war. Schon nach der ersten Halbzeit schien die Partie entschieden – jedoch nicht für den Halterner Oberligisten.

Laut wurde es in der Halbzeitpause in der Kabine des TuS nicht, sagte Trainer Timo Ostdorf nach der Partie. „Es macht keinen Sinn, bei einem 0:5 noch draufzuhauen“, erklärte er. Dabei hätte er allen Grund dazu gehabt. Die Leistung seiner Mannschaft in Halbzeit eins sei „eine bodenlose Frechheit“ gewesen.

Ostdorf: Der TuS Haltern hätte auch gegen einen Kreisligisten verloren

„Heute hätten wir auch gegen einen Kreisligisten spielen können, da hätten wir auch verloren“, so der Trainer weiter. Beispiele dafür waren die schlechte Konterabsicherung der defensiven Mittelfeldspieler und das Fehlen eines konsequenten Verteidigens.

„Statt Bälle zu klären, gehen wir ins Dribbling“, sagte Ostdorf, „und da verspringt der Ball auf diesem Rasen dann eben mal“. Nach fünf Gegentoren in 45 Minuten habe er seiner Mannschaft in der Halbzeitpause nur gesagt, dass die Partie ihm viele Erkenntnisse für kommenden Sonntag biete. „Das war keine Bewerbung“, sagte er über die Leistung mit Blick auf das Spiel gegen Erndtebrück.

Seine Spieler zeigten in Halbzeit zwei zwar den Ansatz einer Reaktion, „aber nichtsdestotrotz war die erste Halbzeit nicht zu entschuldigen“. Sein Team hätte sich nach der Pause zwar ein bisschen besser präsentiert, doch sei auch das nicht mal annähernd ausreichend gewesen, um dem Landesligisten noch irgendwie gefährlich zu werden.

TuS: Güzel – Trachternach, Keller, Gilani (46. Oruc), van den Woldenberg, Yarokha, Yazici, Pulver, Duyar (85. Ali), Ziegler, Scheele

Tore: 1:0 Rusteberg (8.), 2:0 Tschöpe (21.), 3:0 Rusteberg (36.), 4:0 Tschöpe (40.), 5:0 Fuchs (45.), 5:1 Trachternach (58.)

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Pascal Albert

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