„Eine Macht in der Oberliga“: Zwei Mannschaften planen eine Fusion

hzFußball: Oberliga

In der Oberliga Westfalen bahnt sich derzeit eine große Fusion an. Zwei Teams planen, in Zukunft gemeinsam zu spielen. Die neue Mannschaft würde direkt zu den Aufstiegsfavoriten zählen.

Haltern

, 08.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

21 Teams spielen derzeit in der Oberliga Westfalen. In der kommenden Saison sollen es dank Aufsteigern und Absteigern wieder weniger sein. Vielleicht gibt es bald sogar noch ein Team weniger als vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen geplant. Denn zwei Mannschaften planen offenbar eine Fusion. Sie wären wohl direkt einer der Top-Favoriten.

Samir Habibovic, Sportlicher Leiter des Oberligisten ASC 09 Dortmund, ist ein Freund von Fusionen. „So kannst du schnell nach oben kommen. Weil zwei Vereine ihre Kräfte zusammen bündeln“, sagt er.

Vielleicht treffen er mit dem ASC 09 Dortmund und Timo Ostdorf mit dem TuS Haltern am See in der kommenden Oberliga-Spielzeit auf einen Fusionsklub. Wie die Siegener Zeitung berichtet, planen die Siegener Wirtschaftsgrößen Manfred Utsch und Christoph Thoma ein Flagschiff für das Siegerland. Utsch ist Mäzen und Ehrenpräsident bei den Sportfreunden Siegen. Thoma ist Geldgeber des 1. FC Kaan-Marienborn.

Eine Fusion in der Größenordnung ist ungewöhnlich

Laut der Siegener Zeitung soll es schon ein konkretes Konzept geben, das beinhaltet, dass die Sportfreunde Siegen und Kaan-Marienborn fusionieren. Die erste Mannschaft soll in eine Spielbetriebs-GmbH ausgegliedert werden. Es wäre der Versuch, Siegen wieder auf die Fußballlandkarte zu hieven. Die Sportfreunde spielten in der Saison 2005/06 in der 2. Bundesliga.

„Beide Mannschaften werden ja ihre Gründe dafür haben“, sagt Timo Ostdorf, Trainer des TuS Haltern am See. Er selbst sei aber zu weit weg, um die Fusion genauer einzuordnen. „Bei so großen Vereinen ist das aber eher selten“, sagt er.

Meist sind es eher kleinere Vereine, die sich für eine Zusammenarbeit oder Fusion entscheiden. „Wenn sie es machen, wird es spannend“, so der TuS-Trainer, „und kann dann richtig gut werden“.

Ähnlich sieht es auch Samir Habibovic: „Kommt es zu der Fusion, wäre der neue Klub eine Macht in der Oberliga. Wenn zwei Mäzene von diesem Kaliber zusammenarbeiten würden, bedeutet das, dass sie sehr schnell nach oben wollen“, sagt Habibovic. Für ihn gehört ein Klub wie die Sportfreunde Siegen einfach in die Regionalliga. „Die Rahmenbedingungen sind da top. Alleine das Stadion schon“, sagt Habibovic.

Und die beiden Geldgeber machen ernst. „Nur in Gemeinschaft mit Kaan-Marienborn sehe ich eine Zukunft für den Fußball im Siegerland und wäre ich bereit, diesen zu unterstützen“, sagte Utsch der Siegener Zeitung.

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