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„Einfach nur geil“ - HSC-Damen feierten den vorzeitigen Aufstieg bis in die Morgenstunden

hzHandball: Frauen-Landesliga

Lange führte der HSC Haltern-Sythen gegen Riemke II, dann stand es in der 59. Minute plötzlich 29:30. Es folgten nervenaufreibende eineinhalb Minuten für die Spielerinnen und ihre Trainer.

Haltern

, 06.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Von Anfang an hatten die Damen des HSC Haltern-Sythen das Spiel gegen Teutonia Riemke II bestimmt. Doch eineinhalb Minuten vor dem Abpfiff lagen sie plötzlich zum ersten Mal hinten. Halterns Ann-Christin Plogmaker saß da gerade am Seitenrand. „Auf der Bank war die Anspannung zu spüren“, sagt sie.

Auch für den erfahrenen HSC-Trainer Andreas Stolz waren es nervenaufreibende Momente. „Ich hatte Angst, dass die Mannschaft sich um den verdienten Lohn gebracht hat“, gestand er nach dem Spiel. Je näher die Gäste aus Riemke dem Ausgleich kamen, desto nervöser seien seine Spielerinnen geworden. Einen Vorwurf wollte er seiner jungen Mannschaft aber nicht machen.

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„Ich hatte schon Angst, dass der Traum doch noch geplatzt ist“, sagt auch Leonie Fohrmann. Dass ihr Team plötzlich so kurz vor Schluss zurücklag, habe sie dabei gar nicht so wirklich realisiert. „Durch die Stimmung war man im Tunnel“, erzählt sie.

„Da war ich natürlich nervös“

Nach dem Führungstor der Gäste hatte Halterns Trainer Ann-Christin Plogmaker dann gesagt, sie solle sich fertig machen, um „als siebter Mann“ aufs Feld zu gehen, erzählt sie. „Da war ich natürlich nervös.“ 58 Sekunden vor dem Ende der Partie gelang ihr dann der Ausgleich zum 30:30. Dass da aber noch immer fast eine ganze Minute zu spielen war, hatte die 21-Jährige nicht im Kopf. „Das habe ich gar nicht so mitbekommen“, erzählt sie. Nach dem Tor „stehst du in der Abwehr und willst nur verteidigen“.

„Einfach nur geil“ - HSC-Damen feierten den vorzeitigen Aufstieg bis in die Morgenstunden

Ann-Christin Plogmaker (l.) erzielte den entscheidenden Ausgleichstreffer gegen Riemke II. © Blanka Thieme-Dietel

Nach dem Halterner Tor begann das große Bangen. „Im Handball kann sich ja alles schnell drehen“, erklärt Leonie Fohrmann. Erst nachdem Ines Jordan, die die beiden etatmäßigen Torhüterinnen Miriam Stutzke und Dilara Gholam-Zadah vertrat, den letzten Angriff von Riemke parierte, habe sie realisiert, dass ihr Team nun nur noch den Ball sicher in den eigenen Reihen halten musste, erzählt Plogmaker. „Zum Glück hat Ines den gehalten“, sagt Fohrmann.

Trainergespann überzeugt von Anfang an

Als dann die Schlusssirene ertönte, habe sie erst nach ein paar Sekunden realisiert, was der Punktgewinn eigentlich bedeutet. „ Es gingen dann bei allen die Lichter an“, erinnert sich auch Ann-Christin Plogmaker. Ihr erster Gedanke: „Einfach nur geil.“ Nach dem Schlusspfiff „wollten wir einfach nur noch feiern“. Und das taten sie dann auch bis zum nächsten Morgen, erzählt sie.

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Großen Anteil daran, dass sie am Wochenende den Aufstieg feiern konnten, haben die Trainer Andreas Stolz und Torsten Runne. Sie übernahmen die Mannschaft vor der Saison. „Sie haben uns von der ersten Minute an überzeugt“, erzählt Ann-Christin Plogmaker. „Sie sind ein tolles Trainergespann.“ Das bestätigt auch Leonie Fohrmann. Direkt zu Beginn der Vorbereitung habe das Team sofort gemerkt, dass die beiden Trainer immer mit vollem Einsatz arbeiten. „Wir sind froh, dass sie bleiben“, sagt sie.

„Wir sind ein eingeschweißtes Team“

In der kommenden Saison spielen die HSC-Damen dann in der Verbandsliga. Dass die kommende Spielzeit deutlich schwerer wird als die aktuelle, weiß auch Fohrmann. „Das ist eine ganz andere Liga.“ Als mahnendes Beispiel nennt sie die zweite Mannschaft der PSV Recklinghausen. Die war in der vergangenen Saison mit 20 Siegen aus 22 Spielen aus der Landesliga aufgestiegen. Einen Spieltag vor dem Saisonende steht nun allerdings schon fest, dass die Recklinghäuserinnen aus der Verbandsliga wieder absteigen.

Einen großen Vorteil sieht Leonie Fohrmann aber aufseiten ihrer Mannschaft. „Wir sind nicht nur eine Mannschaft“, sagt sie, „wir sind ein eingeschweißtes Team“.

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