Einigung mit der SpVg Schonnebeck: Der TuS Haltern verpflichtet seinen vierten Neuzugang

hzFußball: Regionalliga

Nico Wolters war schon mal zum Probetraining beim TuS Haltern. Dessen Sportlicher Leiter ärgert sich noch heute, dass er dem Regionalliga-Aufsteiger damals „durch die Lappen gegangen“ ist.

Haltern

, 18.06.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach Jan-Niklas Kaiser, Jan-Patrick Friedrich und dem ehemaligen Junioren-Nationalspieler Noah Korczowski hat der TuS Haltern seinen vierten Neuzugang für die kommende Regionalliga-Saison verpflichtet. Mit Nico Wolters verstärken sich die Halterner mit einem jungen Spieler für die defensive Außenbahn.

„Wir haben uns geeinigt“, freut sich Sascha Kopschina, Halterns Sportlicher Leiter. Hinter ihm liegen einige Gespräche mit den Verantwortlichen der SpVg Schonnebeck. Dort hatte der 21-jährige Wolters eigentlich bereits einen Vertrag für die kommende Saison unterschrieben gehabt.

Kein Wechsel nach dem Probetraining

Doch nachdem Halterns Marvin Schurig seinen Wechsel zum FC Kray bekannt gegeben hatte, klopfte Kopschina bei Nico Wolters an. Denn der war dem TuS-Verantwortlichen bestens bekannt. 2017 habe der damals noch in der A-Jugend spielende Linksverteidiger einige Probetrainings beim TuS absolviert, erinnert sich Halterns Sportlicher Leiter.

An das Training hat der 21-Jährige nur gute Erinnerungen. „Das hat mir sehr gefallen“, sagt er rückblickend. Zu einer Verpflichtung kam es allerdings nicht. Wolters entschied sich, doch noch ein halbes Jahr weiter im Jugendbereich zu spielen, ehe er dann in den Seniorenbereich wechseln wollte. „Da ist er uns durch die Lappen gegangen“, gibt Sascha Kopschina zu.

Kontakt ist nie abgebrochen

Etwas mehr als ein halbes Jahr später spielte der TuS gegen den ASC Dortmund. Als er dann sah, wer da auf der linken Dortmunder Seite den Platz rauf und runter lief, sei er überrascht gewesen. „Das gibt es doch nicht“, war Kopschinas erster Gedanke.

Der Kontakt mit dem jungen Spieler sei danach nie abgebrochen - und wurde nach Schurigs feststehenden Wechsel wieder intensiviert. Kopschinas Anruf kam allerdings einige Tage zu spät. Nico Wolters hatte sich gerade erst mit dem Niederrhein-Oberligisten Schonnebeck auf einen Vertrag ab der kommenden Saison geeinigt.

Bislang „keine Spieler aus bestehenden Vertragsverhältnissen geholt“

„Das hat mich nicht zufrieden gelassen“, gesteht Sascha Kopschina. Denn sowohl er als auch Halterns Trainer Magnus Niemöller waren sich einig, dass der Schritt in die Regionalliga für Wolters nun perfekt sei. Und auch der Spieler selbst konnte sich einen Wechsel zum TuS sehr gut vorstellen.

Dass es am Ende trotz des bereits bestehenden Vertrags mit Schonnebeck zu einem Wechsel kam, sei auch dem Niederrhein-Oberligisten zu verdanken, sagt Kopschina. Die Verantwortlichen des Vereins seien „absolut fair“ gewesen. Über die Wechselmodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart.

Auch für den TuS war es eine neue Situation. In den letzten Jahren habe der Verein „keine Spieler aus bestehenden Vertragsverhältnissen geholt“, verrät der Sportliche Leiter. Bislang waren es immer Spieler mit auslaufenden Verträgen oder solche, die von sich aus ihren Vertrag aufgelöst hatten.

Familiäres Umfeld beim TuS Haltern

Nico Wolters ist nun einfach nur glücklich, dass sein Wechsel doch noch über die Bühne ging: „Ich bin sehr froh, dass es geklappt hat. Ich hatte das Gefühl, dass der Weg Richtung Haltern der richtige ist.“ Sicher war er sich eine Zeit lang aber nicht, ob der TuS sich mit Schonnebeck einigen würde, verrät er. „Das lag nicht in meiner Hand.“

Wolters freut sich nun auch vor allem auf seine neue Mannschaft. „Ich denke, ich komme in ein sehr familiäres Umfeld.“ Und auch auf das Training unter Halterns Coach Magnus Niemöller freut sich der junge Verteidiger sehr. „Ich glaube, dass Magnus mir sehr weiterhelfen kann“, sagt er.

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