Die Halternerin Emma Blömeke fuhr am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften aufs Podium. © Privat

Emma Blömeke gewinnt Bronze-Medaille bei den Deutschen Meisterschaften

Trotz einiger Widrigkeiten und starker Konkurrenz kämpfte Emma Blömeke bis zur Ziellinie um das heiß begehrte Podium. Mit Erfolg. Die Halternerin konnte sich über den dritten Platz freuen.

Am Wochenende war das hessische Gedern erneut Austragungsort der Deutschen MTB XCO Meisterschaften. Emma Blömeke aus Haltern, die für die sächsische Equipe Conway Factory Racing startet, schaffte trotz anfänglicher, technischer Probleme den Anschluss an das enteilte Spitzenfeld und erkämpfte sich mit einer starken Aufholjagd am Ende sogar noch den dritten Podiumsplatz im U23-Damenfeld. „Damit habe ich mein wichtigstes Saisonziel schon jetzt erreicht“, sagt sie.

Bereits am Samstagnachmittag verschaffte sie sich beim Training einen wichtigen Streckeneindruck. Dabei schaute sie sich besonders die technischen Passagen mit Kurven, Sprüngen und Steinfeldern an, fuhr aber auch die im Wald liegenden und über Wurzelwerk führenden Singletrails ab. „Die Strecke hatte sich gegenüber dem letzten Bundesligarennen nicht wesentlich verändert“, sagt die Halternerin.

Vielversprechender Start ins Rennen

Am Sonntagmorgen war Blömeke schon früh zur Besprechung im Teamzelt und stieg nach der letzten Radkontrolle zum warmmachen auf die Rolle. So nahm sie bestens gerüstet und hoch motiviert um kurz vor 13 Uhr ihren Platz in der ersten Startreihe ein. Direkt nach dem Startschuss fuhr sie auf Platz vier vor.

„Das war ein richtig guter Start“, sagt sie rückblickend. Die erste Durchfahrt des Zielbogens erlebte sie schon auf Platz zwei und konnte sich im Anschluss mit drei weiteren Fahrerinnen vom Feld absetzen. Um Kräfte zu sparen, nutzte Blömeke vor allem den Windschatten ihrer Mitstreiterinnen aus. Einigkeit herrschte, als die spätere Siegerin Luisa Daubermann davonzog: „Die ist zu stark, da brauchen wir nicht hinterherfahren.“

Erst kein Glück und dann auch noch Pech

In der darauffolgenden Runde verließ die Halternerin dann das Rennglück. Nach einem „Verschalter“ sprang ihr die Kette vom Ritzel und sie musste absteigen, um diese wieder aufzulegen. Nur rund 20 Sekunden später sprang sie wieder in den Sattel.

Mit einem wahren Kraftakt brachte sie sich wieder in Schlagdistanz. Doch als sie gerade am Hinterrad der Konkurrentin war, fühlte sie plötzlich einen harten Schlag am Hinterrad. Auf der holprigen Strecke touchierte sie unglücklich eine scharfe Steinkante und schlitze sich den Reifen auf.

Happy-End: Blömeke belohnt sich mit der Bronze-Medaille

Mit dem Gedanken „das war es dann wohl mit der Medaille“, fuhr sie auf der Felge bis zur nächstliegenden Technikzone, wo die Helfer schon zum Radwechsel bereit standen. Zurück im Sattel startete Blömeke nun erneut die Aufholjagd. Sie erkämpfte sich in der vierten Runde den dritten Platz zurück und brachte diesen danach mit einem breiten Grinsen im Gesicht sicher ins Ziel.

Dort nahm sie freudig die Gratulationen ihres Teamchefs Thomas Schröder und dem Landeskadertrainer Stefan Kaiser entgegen. Blömeke zieht für sich ein sehr positives Resümee und sagt: „Ohne die Probleme hätte ich vielleicht um Silber kämpfen können, aber mit Bronze bin ich hoch zufrieden.“

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Ist schon seit Jahren freier Mitarbeiter der Redaktion Haltern am See. Er fotografiert und berichtet über das lokale Geschehen und betreut die Serie „Das Sportporträt“. Darüber hinaus berichtet er in Wort und Bild über aktuelle sportliche Großereignisse im Outdoorbereich , wie Reitturniere, Laufveranstaltungen, Radrennen und Kartsport. Sein Spezialgebiet ist die Berichterstattung über Motorsport auf der Nordschleife des legendären Nürburgrings. Für die Dorstener Redaktion begleitet er dazu seit Jahren die heimischen Rennfahrer in der Langstreckenserie und beim Jahreshighlight, dem 24 Stunden Rennen.
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