Erfolgreiche Regatta am Stausee: „Inselrund“ mit fast 50 Booten

Segelsport

Der Segelclub Prinzensteg und der Segelcub Haltern haben am Sonntag eine Regatta am See durchgeführt und damit gezeigt, dass der Segelsport trotz Corona-Krise noch möglich ist.

Haltern

29.06.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Vereinsinternes Spinnaker-Duell beim SCH: Familie Tenk (vorne) im Kampf um die beste Platzierung gegen Oliver Frey und Matthias Römmer.

Vereinsinternes Spinnaker-Duell beim SCH: Familie Tenk (vorne) im Kampf um die beste Platzierung gegen Oliver Frey und Matthias Römmer. © SC Haltern

Beim Blick auf „Raceoffice“, das offizielle Regatta-Portal der Segler, sind in Zeiten von Corona momentan zumeist nur Absagen zu finden. Dass man auch einen ganz anderen Weg gehen kann, das haben der Segelclub Prinzensteg und der Segelcub Haltern am See am Sonntag bewiesen.

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Ein zehnseitiges Hygienekonzept, kein Skippermeeting, keine aufwändige Siegerehrung und am Ende auch kein Zusammensitzen, um bei einem Getränk und einer Bratwurst noch einmal über die sportlichen Höhepunkte zu sprechen: Nichtsdestotrotz nahmen am Sonntag Seglerinnen und Segler mit insgesamt 48 Booten an der Regatta „Inselrund 2020“ teil. Unter der Leitung von Annika Ellerbrock, Sportwartin des SCPs, und Timon Beuers, Breitensportwart SCH, starteten insgesamt 90 Seglerinnen und Segler im Rahmen der Regatta.

Gekürzt auf einen Tag und ohne große Treffen an Land, stand das Segeln im Vordergrund. Bei bewölktem Wetter ging es gegen 13 Uhr insgesamt zweieinhalb Mal um die Insel. Insgesamt hatten 50 Boote gemeldet, 48 gingen schließlich auch an den Start.

Der Segelclub Prinzensteg stellte 22 Boote mit 39 Seglern, der Segelclub Haltern am See 16 Boote mit 31 Segelern, der Segelclub Westfalen sieben Boote mit zwölf Seglern und der SC Stevertal vier Boote mit acht aktiven Seglern.

Zweieinhalb Inselrunden

SCH-Sportwart Horst Gerber hatte mit Hilfe der DLRG rasch zwei Starttonnen ausgelegt und konnte fast pünktlich um 13.10 Uhr das große Kielbootfeld an den Start schicken. Je fünf Minuten später folgten die Jollen und die Optis/Open Skiff, die nur eine Runde segeln mussten. Bei Windstärken von drei bis fünf Beaufort segelten die Boote zweieinhalb Inselrunden.

Die schnellsten Kielboote im Ziel waren die Streamline von Daniel und Heike Lötzbeyer, die Hunter 707 der Familie Kniesburges und die J22 mit Spi von Peter Hillebrand mit Crew.

Die drei schnellsten Jollen waren Marvin Lötzbeyer und Klara Winkelmann im 470er, Bernd Bösing im Finn und Fabian Schmitz im Laser. Dafür gab es dann auch jeweils drei, zwei und einen Punkt für die Line Honour Wertung im ClubCup.

Berechnet waren dann auf dem Siegertreppchen bei den Kielbooten folgende Boote zu finden:

1. Fam Kniesburges Hunter 707 SCPs

2. Peter Hillebrand J22 mit Spi SCW

3. Familie Dr. Frick J22 ohne Spi SCPs

Bei den Jollen gewann Fabian Schmitz vor Bernd Bösing und Marvin Lötzbeyer mit Klara Winkelmann. SCH-Nachwuchsseglerin Greta Rohlfs sicherte sich hier den siebten Platz.

Die meisten Boote

Die ClubCup-Wertung ging auch in diesem Jahr wieder an den SC Prinzensteg. Der Club verzeichnete die meisten Boote und auch die besten Ergebnisse. Bereits die Opti/Open Skiff-Wertung bescherte dem SCPs 14 Punkte. Leif Urban holte hier den Ehrenpunkt für den SCH.

Der ClubCup wurde schließlich von Annika Ellerbrock an eine Seglerin des SCPs übergeben, die sich im Rennen besonders ausgezeichnet hatte. Die Wahl fiel auf ihre Schwester Pia, die bei einem kapitalen Sonnenschuss auf der gecharterten J70 im Wasser landete und kurz über Bord gegangen war.

Alle Ergebnisse sind online auf der Raceoffice-Seite von „InselRund 2020“ nachzulesen.

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