„Es hat knack gemacht“: Kreisläuferin des HSC Haltern-Sythen bricht sich die Wurfhand

hzHandball: Verbandsliga

Um eine Operation kommt die Kreisläuferin des HSC Haltern-Sythen nicht herum: Nach einem Wurf kam sie falsch auf und brach sich die Mittelhand. „Ein großer Ausfall“, sagt Trainer Stolz.

Haltern

, 19.08.2019, 13:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich läuft die Vorbereitung bei den Handballerinnen des HSC Haltern-Sythen ziemlich rund: Das Team von Trainer Andreas Stolz und Torsten Runne testet viel, um sich auf die kommende Saison in der Verbandsliga vorzubereiten. Doch ein Ausfall „trübt ein bisschen die Stimmung“, erklärte Trainer Stolz. „Das ist für uns ein großer Ausfall. Uns fehlt eine große Spielerpersönlichkeit und eine absolute Leistungsträgerin.“

„Es hat knack gemacht und dann waren die Knochen gebrochen“, sagt Halterns Spielerin Leonie Fohrmann. Für die Kreisläuferin steht am Dienstag eine Operation in Münster an. „Es könnte besser sein“, sagt sie. Denn zwei Knochen in der rechten Hand seien verschoben und die Sehne verkürzt. „Die Knochen werden dann durch Platten und Schrauben festgemacht“, erklärt Fohrmann.

„Auf die Hand gefallen“

Dabei hatte sie im Training nur auf das Tor werfen wollen. „Danach bin ich dann auf die Hand gefallen und schräg aufgekommen“, erklärt sie. Ohne Fremdeinwirkung sei sie blöd gefallen. „Erst dachte ich, dass nur ein Nerv eingeklemmt ist“, erklärt sie. Doch mit ihrem Vater fuhr sie ins Krankenhaus. Nach dem Röntgen ging es dann für die 21-Jährige gleich in den Gipsraum. Schmerzen habe sie derzeit nur, wenn sie die Hand bewegt.

In 14 Jahren Handball sei das ihre erste schwere Verletzung. „Und dann jetzt so ein Scheiß“, erklärt sie. Mitte September geht die neue Saison nach dem Aufstieg dann los für die Halternerinnen. Fohrmann wird dann aber definitiv fehlen.

„Denn mit den Platten darf ich die Hand für acht Wochen nicht belasten“, erklärt die 21-Jährige. Sonst könnten die Platten brechen. Dementsprechend darf die Rechtshänderin mit der rechten Hand keine Tasse oder Flasche Wasser heben. „Ich habe schon gesagt: Ich erziehe mich jetzt zu einer Linkshänderin um“, erklärt Fohrmann und lacht.

Am kommenden Wochenende geht es in das Trainingslager

Mit drei Monaten Handball-Pause rechnet Fohrmann. Ab Januar dann steht allerdings ein studienbedingter dreimonatiger Aufenthalt in Ravensburg an. „Mal gucken, ob ich bis dahin noch ein paar Spiele machen kann“, erklärt Fohrmann. Aktuell sei sie krankgeschrieben. „Ich kann kein Autofahren und nicht viel am PC machen“, sagt sie.

Am kommenden Wochenende geht es für die Halternerinnen ins Trainingslager. Die Fahrt will sich aber auch Fohrmann nicht nehmen lassen. „Ich muss mal nachfragen, was ich vielleicht alles machen kann. Ansonsten gucke ich mir das und mache vielleicht ein paar Fotos“, erklärt sie.

Und auch wenn Fohrmann fehlt: „Sind wir froh, dass wir einen breiteren Kader haben und noch zwei Kreisläuferinnen“, sagt Trainer Andreas Stolz. Mit Hannah Pauly und Annika Höppe haben sich die Hatlernerinnen mit zwei Kreisläuferinnen verstärkt. „Sie passen super ins Team“, erklärt Fohrmann.

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