Hatte zuletzt wieder allen Grund zur Freude: Hullerns Stürmer Michael Kösters erzielte gegen Lenkerbeck seine Tore sechs bis neun. © Michael Kösters
Fußball: Kreisliga C

„Es könnten mehr sein“: Hullerns Neun-Tore-Mann Kösters und ein komischer Zufall

Neun Tore in fünf Spielen - das ist die Bilanz von Hullerns Michael Kösters. Der Stürmer hat ein ambitioniertes Ziel, trifft jedoch nur, wenn eine ganz bestimmte Person nicht am Platz ist.

Für Zuschauer ist beim SV Hullern derzeit immer einiges geboten. Im Schnitt fallen pro Ligaspiel des C-Ligisten acht Tore. Zumindest was die selbst erzielten Tore angeht, hat Michael Kösters bislang großen Anteil daran, schließlich durfte er schon neun Mal einen eigenen Treffer bejubeln. „Aber es könnten auch schon mehr sein“, sagt er und verrät, unter welchen Bedingungen er einfach nicht treffen kann.

„Nur“ in drei von fünf Spielen hat der 24-jährige Stürmer, der im Sommer vom TuS Sythen II kam, getroffen. Beim ersten Mal waren es zwei Treffer, beim zweiten drei und zuletzt gegen Lenkerbeck vier – und das sogar in nur einer Halbzeit. „Mal gucken, wie es weitergeht“, sagt er mit einem Lachen über seine bislang regelmäßigen Steigerungen.

Gegen Lenkerbeck, sagt er aber auch, hätten es bereits noch mehr Tore sein können. Zu Beginn der Partie traf er trotz guter Chancen einfach nicht ins Netz. In der 12. Minute lief es dann aber besser – und in der 14., 32. und 40. Minute.

Michael Kösters: Die beiden Hullerner Niederlagen waren nicht nötig

Für Hullern waren es die Punkte sechs bis acht in der laufenden Saison. Zwei Spiele wurden verloren, zwei gewonnen und am ersten Spieltag verspielte der SVH eine 4:1-Führung innerhalb weniger Minuten und musste sich mit einem Punkt zufrieden geben.

„Die Spiele, die wir verloren haben, hätten wir auch gewinnen können“, sagt Michael Kösters. „Da waren wir selbst zu doof.“ Vor allem das Ungleichgewicht zwischen Offensive und Defensive bereitet den Hullernern noch einige Probleme. „Wir haben die viertbeste Offensive, aber die sechstschlechteste Defensive“, stellt der Stürmer fest.

Woran das liegt? Mit Sicherheit auch am aktuellen Fehlen von Marco Masannek, der mit einem Muskelfaserriss ausfällt und zuletzt gegen Lenkerbeck als Schiedsrichter einspringen musste. „Mit ihm fehlt hinten einiges an Sicherheit“, sagt sein Teamkollege. „Aber wir können uns da ja nicht nur auf einen Mann verlassen“, fügt er noch hinzu.

Doch zurück zur Offensive und Kösters Qualitäten vor dem Tor: Wann er das letzte Mal vier Tore erzielt hat, daran kann sich der 24-Jährige nicht mehr erinnern – zu lange her scheint ein derartiges Kunststück seinerseits mittlerweile zu sein. Dafür glaubt er aber, dass er noch nie besser als in dieser Saison gestartet ist.

„Wenn mein Papa kommt, schieße ich kein Tor“

Und gegen den SV Westerholt III will er direkt nachlegen. Ob ihm das gelingt, könnte aber auch von einem Zuschauer abhängig sein. Denn: „Wenn mein Papa kommt, schieße ich kein Tor“, erzählt der Hullerner. Eine Erklärung dafür hat er nicht, womöglich ist es auch einfach Zufall. Nervös wird er jedenfalls nicht, wenn sein Vater vor Ort ist.

Wenn er aber alleine aufs Tor zuläuft, ist das oft anders. „Die Hundertprozentigen mache ich nie, da denke ich zu viel nach“, so Michael Kösters, der am Ende der Saison gerne der beste Torschütze der Liga wäre. Derzeit steht an der Spitze Maximilian Wilk vom SSC Recklinghausen II, dem gegen SuS Berlich II 14 Tore gelungen waren.

Drei weitere Tore erzielte er noch in den anderen vier Partien. Und deshalb ist Kösters auch überzeugt: Wenn er so weiter trifft, kann er Wilk auch trotz aktuell acht Toren Vorsprung noch wieder einholen. Schließlich hat er auch noch 17 weitere Spiele dafür Zeit.

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Pascal Albert

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