Farin Megger trotzt Zeitstrafen, Unfällen und technischen Problemen

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Die letzten Wochen hat der Halterner Kartpilot Farin Megger viel erlebt. Trotz der Probleme mit seinem Fahrzeug und anderen Fahrern konnte er sich über einige gute Platzierungen freuen.

Haltern

, 14.10.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Der junge Halterner Kartpilot Farin Megger blickt auf ein straffes Rennprogramm der letzten Wochen zurück. Als Vielstarter war er für sein Team „Kartschmie.de“ fast jedes Wochenende im Kampf um wichtige Meisterschaftspunkte unterwegs. Dabei erlebte er mit Laufsiegen, technischen Problemen und Ausfällen praktisch die gesamte Bandbreite des modernen Kartsports im Zeitraffer.

Nach rund vier Monaten Corona-Zwangspause fiel in der neuen „Arena E“ im sächsischen Mülsen mit einem Doppelevent am 22. und 23. August endlich der Startschuss für die 19. Saison der „Rotax MAX Challenge Germany“.

Auf dem 1.315 Meter langen, schnellen Kurs lag Megger bei glühender Hitze in allen freien Trainings in Front und erkämpfte sich in den Qualifyings am Samstag Platz vier. In den Wertungsläufen gelang ihm mit einer beeindruckenden Leistung nach einem Ausfall und Platz sieben beim dritten Start auch endlich der ersehnte erste Laufsieg.

Der junge Halterner wird regelrecht abgeschossen

Am Sonntag lieferte er sich dann im ersten Rennen von der Pole-Position aus gestartet einen packenden Fünfkampf mit seinen Kontrahenten. Allerdings wurde er nach einem Überholmanöver durch eine Zeitstrafe wegen Schiebens auf Rang acht zurückgeworfen.

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Im letzten Rennen des Tages zeigte er aber erneut seine ganze Klasse, übernahm schon zur Rennmitte die Spitze und gewann am Ende souverän das Rennen.

Mit diesem Erfolg im Rücken fuhr Megger hochmotiviert am ersten Septemberwochenende zum einzigen deutschen Lauf im EM-Kalender. Allerdings sorgten in der „ProKart Raceland“-Arena im bayrischen Wackersdorf technische Probleme schon beim Training am Freitag für Aufregung im Team.

Im Qualifying kam es dann knüppeldick. Noch gar nicht richtig gestartet, wurde Megger von einem übermotivierten Konkurrenten regelrecht abgeschossen. Er blieb zwar unverletzt, konnte aber mit dem „krummen“ Kart nur noch auf den hinteren Plätzen ins Ziel fahren.

Megger muss mehreren Fahrern nach einem Unfall ausweichen

Auch in den drei Heats am Samstag war das Rennglück nicht auf seiner Seite. Eine Zeitstrafe und ein weiterer unverschuldeter Unfall ließen keine wesentlichen Verbesserungen zu. Doch Megger gab nicht auf. Obwohl im ersten Finallauf von Platz 19 gestartet, rang er zu Beginn schon einige Konkurrenten nieder, kämpfte sich mit weiteren schnellen Runden immer weiter nach vorne und fuhr mit Platz sieben doch noch in die Top Ten des stark besetzten Starterfelds.

Mit einem furioser Start katapultierte er sich im letzten Rennen schon nach wenigen Kurven sogar auf Platz vier, rutscht aber später bei der Kurveneinfahrt in einem dichten Verfolgerpulk von der Strecke. Er konnte zwar weiter fahren, landete aber abgeschlagen im Mittelfeld. Doch etwas enttäuscht sagte er später: „Rein von den Zeiten wäre viel mehr drin gewesen.“

Beim Start in Wackersdorf hatten Farin Megger und sein Vater viel zu tun.

Beim Start in Wackersdorf hatten Farin Megger und sein Vater viel zu tun. © Privat

Bereits zwei Wochen später stellte sich Megger, diesmal beim deutschen Meisterschaftslauf, in Wackersdorf erneut der Konkurrenz . Nach Platz zwei im Qualifying gelangen ihm in den Wertungsläufen am Samstag mit Platz sechs und drei zwei Toppositionen.

Am Rennsonntag lief es mit Platz zwei im ersten Rennen zunächst noch besser, doch im letzten Wertungslauf musste er Fahrern ausweichen, die vor ihm verunfallten waren, wurde später noch mit einer Zeitstrafe belegt und erreichte als Siebter das Ziel.

„Ich werde auf jeden Fall weiter angreifen“

Mit den aus der Gesamtwertung des Wochenendes erzielten 29 Punkten war Megger dann doch noch leidlich zufrieden, denn damit liegt er aktuell auf dem aussichtsreichen dritten Platz in der Meisterschaft.

Daneben startete Megger - wie viele seiner Kontrahenten - auch in der nationalen Clubsportszene. Diese nutzen alle Topfahrer gerne als Training unter Wettbewerbsbedingungen.

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Und auch da zeigte Megger in den bisherigen Wettbewerben in Belleben, Mülsen und zuletzt am 4. Oktober in Wittgenborn mit mehreren Laufsiegen und zweiten Plätzen starke Leistungen. Er führt derzeit die Meisterschaftstabelle an.

Meggers Ziele für die zweite Saisonhälfte sind klar umrissen. „Ich werde auf jeden Fall weiter angreifen, um auch in der EM noch weiter nach vorne zu kommen“, sagt er. Gelegenheit dazu wird er - wenn Corona es zulässt - in den nächsten Wochen auf dem Adriakurs in Italien und beim Endlauf im belgischen Genk bekommen.

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