Trotz Mega-Crash: Halterner Kartpilot Farin Megger überzeugt in Belgien

hzMotorsport

Der Halterner Kartpilot Farin Megger erlebte ein turbulentes Rennwochenende in Belgien. Bereits beim Training kam es zu einem Crash mit mehreren Fahrern - und überraschenden Auswirkungen.

Haltern

, 11.07.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Auf der Kartbahn „Home of Champions“ in Belgien glänzte der Halterner Kartpilot Farin Megger in einem turbulenten Rennen trotz eines Mega-Crashs und schwierigster Wetterbedingungen mit einer starken Performance. Den Crash überstand er ohne größere Blessuren, sein Kart musste hingegen repariert werden - mit einem überraschenden Ausgang für den Halterner.

Megger fuhr auf den achten Gesamtplatz im starken, international besetzten Teilnehmerfeld und wurde damit bester deutscher Pilot der insgesamt 42 Fahrer in der Klasse „Rotax Max Junioren“. Sein Teamchef Frank Hansen war sehr zufrieden mit seinem Schützling. „Ohne die nicht beeinflussbaren, äußeren Faktoren hätte Farin sich sicher unter den Top drei platziert“, sagte er.

Farin Megger prallt in verunfalltes Kart

Nach den ersten Runden im freien Training am Donnerstag, 2. Juli, änderten sich durch einen überraschenden Wolkenbruch schlagartig die Bedingungen auf der Strecke. „Als ich in die letzte Kurve vor Start/Ziel einbiegen wollte, sah ich meinen Vordermann geradeaus in die Reifenstapel der Strecken-Begrenzung einschlagen“, erzählt Farin Megger. Er versuchte noch zu bremsen, aber es war schon zu spät.

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Nur einen Bruchteil später schlug Megger ebenfalls rückwärts in das bereits verunfallte Kart und die Reifenstapel ein. Beide Fahrer konnten gerade noch aus den Karts springen, da schlugen noch drei weitere Karts an der gleichen Unfallstelle ein. Zum Glück blieb Megger bis auf eine leichte Blessur am Oberschenkel unverletzt

Nachdem das Kart mit vereinten Kräften geborgen war, setzte das Team alle verfügbaren Kräfte ein, um den Schaden zu beheben. Dieser Einsatz sollte sich auszahlen. Nach rund drei Stunden harter Arbeit stand das Renngerät wieder fahrbereit im Servicezelt. Mit Zeiten unter den Top drei im offiziellen Training am Freitag resümierte Megger dann erfreut: „Krass, das Kart fährt viel besser als vor dem Crash“.

Nach Farin Meggers Crash musste sein Kart erst mal wieder repariert werden.

Nach Farin Meggers Crash musste sein Kart erst mal wieder repariert werden. Danach fuhr es besser als zuvor. © Privat

Nach Platz zwei im Warm-up am frühen Samstagmorgen startete Megger in der ersten Startgruppe ins offizielle Qualifiying. Auch hier konnte sich der Halterner Racer mit Platz drei gut behaupten und schuf sich damit einen gute Ausgangsbasis für die nachfolgenden „Heats“ (Ausscheidungsrennen für das Pre-Finale).

Frank Hansen: „Das harte Training hat sich bezahlt gemacht“

Hoch motiviert in den ersten Heat gestartet, wurde Meggers Vorwärtsdrang allerdings jäh unterbrochen, als ihm ein Mitkonkurrent in der dritten Runde über das Hinterrad fuhr und ihm dabei die Auspuffhalterung abriss. Megger kommentierte sauer: „Ich fasse es nicht, ich habe echt die Nase voll.“ Nach erfolgter Reparatur kämpfte er sich später im zweiten Heat trotz Regenschauer noch auf den vierten Platz vor und sicherte sich damit auch den direkten Einzug ins Pre-Finale.

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Das wurde am Sonntagmittag allerdings zu einem echten Reifenkrimi. Denn nach drei gefahrenen Runden unterbrach die Rennleitung wegen zu starkem Regens das Rennen. Jetzt wurde in fliegender Eile auf Regenreifen umgebaut und schon beim Neustart konnte sich Farin Megger gut positionieren. Im weiteren Verlauf blieb er cool bei seiner taktischen Linie, suchte sich bei abtrocknender Strecke bewusst die nassen Stellen um seine Regenreifen zu kühlen und erkämpfte sich damit den fünften Platz.

Um 16.10 Uhr rollten die Teilnehmer bei nun trockenem Wetter in den Vorstart zum entscheidenden Finale. Mit Platz fünf konnte Megger nun endlich auch einmal auf der Innenbahn starten, doch schon in der ersten Kurve kam es an dieser noch etwas nassen Stelle zu einem regelrechten Tumult, in dem auch er einige Plätze verlor. Davon unbeeindruckt überzeugte der Halterner danach aber erneut mit einer guten Performance und einer klugen Renntaktik. Er suchte sich im aufkommenden Nieselregen in jeder Runde immer wieder eine neue, für ihn passende Linie und lag kurz vor Rennende bereits wieder auf Platz sieben.

Beim entscheidenden nächsten Angriff wurde er aber von dem hinter ihm liegenden Teilnehmer angeschoben und rutschte dadurch unverschuldet auf den Vordermann. Am Ende fuhr er zwar als Sechster über die Ziellinie, aber die durch seinen Spoiler ausgelöste Berührung wurde mit der dafür üblichen „Spoiler-Strafe“ von fünf Sekunden geahndet, die ihn in der Schlussabrechnung auf Platz acht zurückwarf.

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Am Ende zog Teamchef Hansen mit diesem Top-Ten-Platz ein positives Fazit. „Das harte Training hat sich bezahlt gemacht. Farin ist total ruhig geblieben und hat das Gelernte super umgesetzt“. Eine lange Verschnaufpause wird das Team nicht haben. In 14 Tagen startet es beim ersten Rennen der „RMC Club Germany“ in Belleben.

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