Flaesheim kann den Sekt kalt stellen

Fußball

Die Landesliga-Frauen von SuS Concordia Flaesheim stehen mit einem Bein in der Westfalenliga. Nach dem Sieg im Topspiel gegen Brochterbeck braucht die Elf von Trainer Ralf Giera aus den beiden noch ausstehenden Partien noch einen Punkt.

FLAESHEIM

, 08.05.2016, 21:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Eine kleine Mineralwasser-Dusche gab es nach dem Spiel. Doch ansonsten verzichteten Flaesheims Landesliga-Fußballerinnen auf verfrühtes Triumphgeschrei. Noch fehlt zum Aufstieg ein Punkt.

Eine kleine Mineralwasser-Dusche gab es nach dem Spiel. Doch ansonsten verzichteten Flaesheims Landesliga-Fußballerinnen auf verfrühtes Triumphgeschrei. Noch fehlt zum Aufstieg ein Punkt.

Frauen-Landesliga 3 Flaesheim - BSV Brochterbeck 4:2 (3:1)

Wichtige Spiele geraten für die Zuschauer oft zu Langweilern, doch davon konnte am Sonntag in der Flaesheimer Haardkampfbahn keine Rede sein. Vor allem Flaesheim suchte von Beginn an konsequent den Weg zum Brochterbecker Tor und wurde dafür früh belohnt. Besiana Recica wurde nach einem Einwurf an der Strafraumgrenze festgehalten. Ob außerhalb oder innerhalb? Der Schiedsrichter war sich sicherer als die Zuschauer und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Hanna Lange zeigte keine Nerven und verwandelte sicher zum frühen 1:0 (6.).

Starkes Mittelfeld

Aus Flaesheims Mittelfeldzentrale kamen die Steilpässe auf die schnellen Außen in der Folge fast im Minutentakt. Die Folge dieses Drucks war schließlich ein Eigentor. BSV-Keeperin Alexandra Rolfes schoss beim Klärungsversuch gegen Laura Giezenaar ihre Verteidigerin Julia Käsekamp an und es hieß 2:0 (12.).

Käsekamp hatte schon den Elfmeter verursacht und blieb weiter im Brennpunkt der Partie: Zwei Minuten nach dem Eigentor machte sie ihren Fehler mit dem Anschlusstreffer nach einer Ecke wett (14.) und weitere sechs Minuten danach wurde sie kurz vor dem eigenen Strafraum gefoult, ohne dass der Schiedsrichter pfiff. Flaesheim nutzte den Ballgewinn zum 3:1 durch Laura Giezenaar (20.).

Diese Pausenführung war aber beileibe noch kein Ruhekissen. Ralf Giera warnte seine Spielerinnen, dass die Gäste nun alles auf eine Karte setzen und Druck machen würden, und das stimmte.

Wirklich gefährlich wurde Brochterbeck aber auch nur durch Flaesheimer Fehler. Die häuften sich aber mit zunehmender Spieldauer und abnehmender Kraft. Als Madeleine Giera und Meltem Karadag gleich beide den Ball nicht aus der Gefahrenzone brachten, bedankte sich Nina Ledor mit dem erneuten Anschlusstreffer (64.).

Schwache zweite Halbzeit

Flaesheim fand die Souveränität der ersten 45 Minuten einfach nicht wieder. Zu ungenau waren die Zuspiele in die Spitze, als dass es wahre Entlastung gebracht hätte. Und hinten hatte die Concordia noch einmal großes Glück, als der Ball nach einem Pressschlag gegen den Flaesheimer Torpfosten klatschte (83.). Erst in der 89. Minute machte Saskia Kreuz mit dem 4:2 endgültig alles klar. Ralf Giera stellte bei allem Jubel aber fest: „Wir sind noch nicht durch. Wir brauchen noch einen Punkt. Aber mit dem machen wir eine gute Saison dann zu einer sehr guten.“

SuS: Schnelle; Karadag, Giera, Nörenberg (86. Vandrey), Fimpler, Hilbrich, Giezenaar, Recica (76. Gerxhaliu), Mönnich, Lange.

Tore: 1:0 Lange (6., Foulelfmeter); 2:0 Käsekamp (12., Eigentor); 2:1 Käsekamp (14.); 3:1 Giezenaar (20.); 3:2 Ledor (64.); 4:2 Kreuz (89.).

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