Flaesheim stört Pokal-Aus vorm Liga-Gipfel nicht

Fußball

Das Aus im Halbfinale des Kreispokals könnte einen ärgern. Es sei denn, man könnte drei Tage später im absoluten Topspiel der Meisterschaft den Aufstieg klar machen. Die Landesliga-Frauen von SuS Concordia Flaesheim stecken gerade genau in dieser Situation.

FLAESHEIM

, 06.05.2016, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kreispokal-Halbfinale C. Flaesheim - 1. FFC RE 0:3 (0:1)

Trainer Ralf Giera machte aus dem unglücklichen Termin der Partie gegen den Tabellenzweiten der Westfalenliga eine Tugend und nutzte sie als Trainingsspiel gegen einen spielstarken Gegner. Dabei durfte er sich über eine ausgeglichene erste Halbzeit freuen, in der lediglich ein kurzer Aussetzer zum 0:1-Pausenstand führte.

„Da haben wir individuelle Fehler gemacht und 30 Sekunden lang nicht aufgepasst“, meinte Giera.

In der zweiten Halbzeit habe Recklinghausen dann seine Klasse ausgespielt: „Da sind ja nicht umsonst zwei ehemalige Bundesliga-Spielerinnen im Kader. Das macht sich dann schon bemerkbar.“ Trotzdem konnte Giera mit Ergebnis und Verlauf der Pokalpartie gut leben: „Die Fehler, die wir Donnerstag gemacht haben, dürfen uns Sonntag aber nicht passieren.“

SuS: Bartsch; Karadag, Giera, Nörenberg (67. Stockhofe), Fimpler, Hilbrich, Giezenaar, Kreuz, Recica (59. Vandrey), Mönnich (70 Gerxhaliu), Lange.

Tore: 0:1 Meinerz (34.); 0:2 Dins (58.); 0:3 Meinerz (73.).

Frauen-Landesliga 3 Flaesheim - BSV Brochterbeck So. 15 Uhr, Haardkampfbahn, Dr.-Hermann-Grochtmann-Straße.

Einen Punkt Vorsprung haben die Gäste aus dem Tecklenburger Land auf ihrem Konto, aber auch schon ein Spiel mehr absolviert als Flaesheim. Ralf Gieras Rechnung ist deshalb folgende: „Bei einem Sieg sind wir durch.“ Denn dann hätte die Concordia zwei Punkte Vorsprung und im vorletzten Spiel gegen den Tabellendritten Rhade hält der Flaesheimer Trainer einen Punkt „ebenfalls für machbar. Dann“, so Giera, „hätten wir vor dem letzten Saisonpiel gegen Riesenbeck drei Punkte Vorsprung und das deutlich bessere Torverhältnis. Das müsste es dann sein.“

Psychologisch sieht er sein Team deshalb im Schlagerspiel eindeutig im Vorteil: „Brochterbeck ist in der Bringschuld. Die müssen gewinnen, wir nicht. Uns reicht ein Unentschieden.“

Dass es allerdings nicht leicht wird, den BSV zu schlagen, zeigt der Blick in die Statistik. Im bisherigen Saisonverkauf haben die Brochterbeckerinnen fünfmal unentschieden gespielt, aber sie sind erst einmal als Verliererinnen viom Platz gegangen. Mit 21 Gegentoren stellen sie eine ähnlich gute Abwehr wie Flaesheim (24). Was die Teams unterscheidet, ist die Offensivkraft: Brochterbeck traf bislang 62-mal, die Concordia hat schon 86 Treffer auf ihrem Konto − und will diesen Vorsprung am Sonntag gerne vergrößern.

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