Flaesheims „Top-Verstärkung“ steht nicht immer in der Startelf

hzFußball: Kreisliga A

Der Trainer der Flaesheimer schwärmt von seinem Neuzugang, sieht jedoch auch noch Verbesserungspotenzial. Obwohl er sofort überzeugen konnte, spielt er nicht immer von Beginn an.

Flaesheim

, 05.10.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sieben Tore hat Concordia Flaesheim am Sonntag gegen GW Erkenschwick geschossen. Laut Trainer Michael Onnebrink hätten es sogar noch mehr sein können. Ein Neuzugang des A-Ligisten trug sich beim Schützenfest erstmals in die Torschützenliste ein - es waren seine ersten Seniorentore. Doch obwohl er immer in der Startelf stehen könnte, wie sein Trainer sagt, spielt er nicht immer.

„Für ihn kann man nur lobende Worte finden“, sagt Onnebrink über Rouven Maly, der vor der Saison aus der A-Jugend des VfB Hüls nach Flaesheim gewechselt war. „Den musst du eigentlich jedes Mal von Beginn an bringen.“ Doch genau das macht der Trainer nicht.

Denn der ehemalige Jugendspieler, der beim VfB Hüls noch als Außenverteidiger spielte, steht mal in der Startelf und startet mal von der Bank. Nun aber als Außenstürmer.

Flaesheims Neuzugang will mehr Torraumaktionen

Er habe gute Erfahrungen damit gemacht, junge Spieler langsam an den Seniorenbereich heranzuführen, so Michael Onnberink.

Eine Einstellung, mit der Maly gut leben kann. Natürlich freue er sich, wenn er von Beginn an spielen dürfe, sagt er. „Aber es gibt viele gute Spieler bei uns.“ Vor allem in der Offensive. „Da vorne ist so viel Qualität“, erklärt er. Deshalb komme er gut damit zurecht, auch mal von der Bank zu kommen.

Und wenn es dann so gut läuft wie gegen Erkenschwick, umso besser. „Es freut mich, dass er jetzt zwei Mal getroffen hat“, sagt sein Trainer. Der Flügelspieler sei zuletzt eher dadurch aufgefallen, Tore vorzubereiten. „Ich bin glücklich, dass es jetzt bei mir geklappt hat“, so der 18-Jährige.

Mit seinem Start im Seniorenfußball ist er zufrieden. Genauso wie sein Trainer. Doch beide sehen noch Luft nach oben. Seine Leistung bezeichnet Rouven Maly selbst als „ausbaufähig“.

Er wolle in Zukunft noch mehr Torraumszenen kreieren. Körperlich und spielerisch sei es zudem eine große Umstellung gewesen. Aber seine Mitspieler und das Trainerteam hätten ihn gut aufgenommen und unterstützt.

Rouven Maly spielte zuletzt gar nicht als Flügelstürmer

„Er ist eine Top-Verstärkung für uns“, sagt Michael Onnebrink. Vor allem die Wege, die sein neuer Spieler auf dem Feld geht, seien schon sehr gut. Zudem sei Maly für das aggressive Pressing im 4-3-3 auch in der Sturmspitze immer eine Option. Generell „sehe ich ihn aber mehr auf den Außen mit seiner unglaublichen Geschwindigkeit“.

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Ebenfalls sehr positiv bewertet der Trainer den Charakter seines Schützlings. „Er ist ein bodenständiger, feiner Junge“, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stelle. „Er würde überall spielen.“ Ob als Außenverteidiger, Flügelstürmer oder im Mittelfeld.

Nach seinem Wechsel zu Flaesheim habe er versucht, sich stärker in der Offensive einzubringen, erzählt Rouven Maly. Die offensiven Aufgaben hätten ihm schon in der Jugend mehr Spaß als die defensiven gemacht.

Er überzeugte auf Anhieb und findet sich nun regelmäßig auf dem Platz wieder.

Dort, so sein Trainer, sei er manchmal allerdings noch etwas zu leise. „Ich hoffe, dass er irgendwann ein bisschen lauter wird.“ Dass das aber auch vollkommen normal für einen Spieler ist, der gerade erst aus dem Jugend- in den Seniorenbereich gekommen ist, weiß Onnebrink auch.

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Leise sei er vor allem neben dem Platz, sagt der Spieler selbst. Auf dem Feld versuche er aber bereits, sich einzubringen und auch mal Kommandos zu geben. Aber „natürlich ist man als ehemaliger Jugendspieler erst mal etwas ruhiger“, sagt er.

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