Frauen-WM: Concordia Flaesheim drückt den deutschen Fußballerinnen die Daumen

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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft will in Frankreich Weltmeister werden. Für die Damen von Concordia Flaesheim gibt es aber andere Favoriten.

Haltern

, 20.06.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist wieder soweit - Deutschland will Fußball Weltmeister werden. Während die Männer im vergangenen Jahr nach der Vorrunde die Heimreise antreten mussten, haben es die Frauen bereits bis ins Achtelfinale geschafft. In Grenoble will die deutsche Mannschaft rund um die Kapitänin Alexandra Popp am Samstag (22. Juni) den Einzug in die nächste Runde klarmachen. War es vor vier Jahren noch Platz Vier, wollen sie jetzt auch ganz oben wieder angreifen.

Für die Frauen von Concordia Flaesheim sind die Spiele der deutschen Mannschaft ein großes Event. „Natürlich ist die Weltmeisterschaft ein Thema im kompletten Verein. Wir gucken das gerne gemeinsam“, erklärt Miriam Kuhnke, spielende Co-Trainerin des Landesligisten. Zwar seien momentan in der Sommerpause natürlich nicht immer alle da, aber: „Wir versuchen, uns möglichst oft zum Public Viewing zu treffen.“

„Das Halbfinale sollte drin sein“

Die Chancen der deutschen Frauen schätzt sie gut ein: „Ich denke, das Halbfinale sollte auf jeden Fall drin sein. Alles andere ist eine Frage der Tagesform und des Loses.“ Im bisherigen Turnierverlauf habe die deutsche Mannschaft allerdings bereits oft ihre Schwächen gezeigt, so die Flaesheimerin: „Da müssen sie sich verbessern. Aber das wissen die Mädels denke ich auch selbst ganz gut.“

Der Flaesheimer Trainer Dirk Giezenaar ist bei den deutschen Titel-Hoffnungen nicht ganz so optimistisch: „Eine kleine Chance ist da. Aber es ist schwierig, besonders weil die deutsche Mannschaft mitten im Umbruch steckt.“ Zu den Top-Favoriten zähle das deutsche Team nicht. „Früher gab es im Frauen-Fußball nur Deutschland und Norwegen. Aber das ist schon seit vielen Jahren vorbei.“

Doch auch wenn Deutschland nicht Weltmeister wird: Dirk Giezenaar verfolgt das Turnier mit Interesse. „Ich konnte bisher einige Spiele wegen der Arbeit nicht sehen. Aber wenn es die Zeit zulässt, gucke ich das natürlich auf jeden Fall“, erklärt der Trainer.

USA ist der große Favorit

Der große Favorit sind für Dirk Giezenaar die US-Amerikanerinnen. Das Team rund um Superstar Alex Morgan hatte in der Gruppenphase alle Spiele für sich entscheiden können. Besonders beim 13:0-Kantersieg gegen Thailand konnten sie überzeugen.

„Die sind schon brutal stark“, findet der Flaesheimer Trainer. Miriam Kuhnke ist froh, dass die deutschen Frauen ein Aufeinandertreffen mit den USA im Achtelfinale dank des Gruppensiegs verhindert haben. „Wenn wir die zugelost bekommen - und das wird ja irgendwann so kommen - dann wird es schon sehr schwierig. Die spielen beeindruckend.“

Aber nicht nur die USA zählen die Flaesheimer in den Favoritenkreis. „Spanien ist aus unserer Gruppe noch eine starke Mannschaft. Aber auch die Französinnen sind gut“, erklärt Dirk Giezenaar. Und auch die Hoffnung auf die deutschen Damen rund um Kapitänin Alexandra Popp stirbt zuletzt, so Miriam Kuhnke: „Mit ein bisschen Glück - wer weiß, was dann noch drin ist. Die Hoffnung ist auf jeden Fall da.“

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