Das Duell zwischen Concordia Flaesheim und dem SV Lippramsdorf endete mit insgesamt sechs Toren. © Ralf Deinl
Fußball: Testspiel

Fünf Tore in 15 Minuten: Torreiches Derby zwischen Flaesheim und Lippramsdorf

In den ersten 75 Minuten sahen die Zuschauer in Flaesheim nur ein einziges Tor. Dann gab es Großchancen im Minutentakt. Fünf Tore fielen dadurch noch in den Schlussminuten.

Kassierte der SV Lippramsdorf bei seinem ersten Testspiel noch drei Gegentore binnen weniger Minuten, war es diesmal der Bezirksligist selbst, der mehrmals innerhalb kurzer Zeit traf. Lange sah es im Derby gegen Concordia Flaesheim nach einem Spiel mit wenig Toren aus – dann begann die Schlussviertelstunde.

„Am Ende hat ein bisschen die Kraft gefehlt“, sagte Flaesheims Kapitän Thomas Fritzsche kurz nach dem Schlusspfiff. Mit 1:5 unterlag sein Team dem LSV, bei dem erstmals Sven Kmetsch als Trainer an der Seitenlinie stand. Bis zur 76. Minute stand es jedoch nur 1:0 für die Gäste aus Lippramsdorf.

Das zweite Tor für Lippramsdorf sorgte für Diskussionen

Da war es ein Eigentor, welches für Diskussionen sorgte, dass den Torreigen eröffnete. Nachdem Jonas Zernahle durchs Zentrum marschiert war und zu Neuzugang Justus Jansen gespielt hatte, legte der quer zu Henrik Kleinefeld. Der Stürmer, der sich wenige Sekunden zuvor noch über eine vergebene Großchance geärgert hatte, ärgerte sich erst erneut und jubelte dann doch.

Sein Pfostentreffer knallte gegen Flaesheims Nils Schönfeld, der den Ball unglücklich in Richtung Tor lenkte. Ob er am Ende komplett hinter der Linie war, dazu gab es am Platz unterschiedliche Meinungen. Der Schiedsrichter entschied jedoch auf Tor.

In der Folge ging es Schlag auf Schlag weiter. Erst traf Rouven Maly nach einer flachen Hereingabe von Lucas Mann zum Anschlusstreffer (79.), dann verpasste es Nils Hardegen, alleine vor dem eingewechselten Tim Bergjürgen das dritte Lippramsdorfer Tor zu erzielen. Wenig später machte es Kleinefeld, der schon zum 1:0 (22.) für die Gäste getroffen hatte besser und erzielte das dritte und vierte Tor für den LSV.

Nach einem langen Ball in die Spitze blieb der Stürmer diesmal eiskalt und versenkte den Ball souverän im Flaesheimer Tor (82.). Spätestens jetzt war den Gastgebern anzumerken, dass sie erschöpft waren. Nur wenige Sekunden nach dem Anstoß fiel direkt das vierte Tor: Justus Jansen gewann durch ein frühes Pressing erst den Ball und legte dann quer zu Kleinefeld, der noch mal kurz stoppte und dann ins verwaiste Tor schoss (82.)

Flaesheims Fritzsche: „Da ist uns ein wenig die Luft ausgegangen“

Jansen, der in seinem ersten Spiel für Lippramsdorf zu überzeugen wusste, belohnte sich dann kurz vor Schluss selbst noch mit einem Treffer. Seinen ersten Schuss aus zwanzig Metern konnte Bergjürgen noch parieren, doch bei der anschließenden Ecke von Giacomo Lopez Fernandez war auch er machtlos, als dieser am ersten Pfosten durchrutschte und Jansen die Hereingabe dann volley aufs Tor brachte (88.).

„Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein“, sagte Sven Kmetsch nach dem Spiel. „Wir hatten aber auch noch ein, zwei Möglichkeiten“, so der Lippramsdorfer Trainer. Eine davon markierte auch die letzte nennenswerte Aktion des Spiels: Eine flache Flanke von Andre Kleine Kappenberg nahm Kleinefeld direkt und verfehlte das Tor nur knapp (90.).

„Wir hatten an die Jungs appelliert, sich anders als zuletzt zu präsentieren“, erklärte Kmetsch und meinte damit das 0:5 eine Woche zuvor gegen Lembeck. Das habe seine Mannschaft gegen Flaesheim auch umgesetzt. Dennoch, das betont der Trainer auch, gebe es noch eine Menge zu tun.

Genauso wie bei Flaesheim, dass sich aber lange ordentlich präsentierte. „Die letzten Tore fallen spät, da ist uns ein wenig die Luft ausgegangen“, stellte Thomas Fritzsche fest. Hätte er in der 10. Minute seine Chance selbst genutzt, sagte er, wäre das Spiel vielleicht auch anders verlaufen. So endete das Spiel am Ende mit einem deutlichen Sieg für Lippramsdorf.

Tore: 0:1 Kleinefeld (22.), 0:2 Schönfeld (ET, 76.), 1:2 Maly (79.), 1:3 Kleinefeld (82.), 1:4 Kleinefeld (82.), 1:5 Jansen (88.)

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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