"Fußball mit Spaß und ohne Druck": Neustart beim ETuS Haltern II mit einem neuen Trainer

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Bei seiner bis dato letzten Station ist dem neuen Trainer des ETuS Haltern II der Spaß verloren gegangen. Den will er beim B-Kreisliga-Absteiger wiederfinden. Ein Neustart.

von Niklas Berkel

Haltern

, 12.06.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Selber wieder Fußball spielen, ein paar Kumpels dazuholen und eine neue Mannschaft aufbauen", so beschreibt der neue Trainer der C-Kreisliga-Fußballer des ETuS Haltern II seine neue Aufgabe. Ein Unbekannter ist er nicht. Bis sieben Spieltage vor dem Saisonende trainierte er den SuS Hervest-Dorsten. Also jenen Verein, der zusammen mit den Halternern aus der A-Kreisliga abgestiegen ist. In der vergangenen Saison stand Christian Martschat noch bei Spielen gegen die erste Mannschaft des ETuS Haltern in der A-Kreisliga an der Seitenlinie.

Martschat will "den Spaß am Fußball vermitteln"

"Bei meiner letzten Station habe ich den Spaß verloren", sagt Martschat. Ob er den beim B-Kreisliga-Absteiger wiederfindet? Schließlich beendete die Reserve des ETuS die Saison mit nur neun Punkten und einem Torverältnis von minus 107 Toren. "Doch, da bin ich zuversichtlich", sagt der Trainer. "Eine Liga tiefer passt das Leistungsniveau wieder mehr. Ich bin mir sicher, dass wir mehr Punkte holen werden."

"Fußball mit Spaß und ohne Druck": Neustart beim ETuS Haltern II mit einem neuen Trainer

Christian Martschat (M.) übernimmt das Team in der Kreisliga C. © Juergen Patzke

Aus der A-Jugend stoßen viele Spieler neu in den Kader der Reserve hinzu. Gerade das reizt Martschat. "Ich baue hier eine neue Mannschaft auf, mit vielen jungen Gesichtern. Mir ist wichtig, denen den Spaß am Fußball zu vermitteln." Den Spaß, den er zuletzt verloren hatte.

Gute Kontakte zu Torwart und Trainer

Hergestellt wurde der Kontakt durch den derzeitigen Torwart der Halterner Reserve. "Das ist ein Arbeitskollege von Christian", sagt der Sportliche Leiter, Marco Jünnemann. Dazu kommt, dass Martschat Thomas Schaffrinna, Trainer der ersten Mannschaft der Eisenbahner, gut kennt. "Ich habe einfach Bock was zu machen", sagt Martschat.

Und da kam die Anfrage des ETuS gelegen. Denn durch den Job fehlte ihm die Zeit, um ein höherklassigeres Angebot anzunehmen. Das bestätigt auch Jünnemann: "Wir saßen einmal zusammen und Christian hat sofort gesagt, dass er Bock auf die Aufgabe hat." Der weitere Vorteil beim C-Kreisligisten für Martschat: "Ich kann ein paar Kollegen mitbringen und selber wieder die Schuhe schnüren. Für die C-Kreisliga reicht es bei mir noch."

Bewusst keine Ziele gesetzt

Ganz ohne Fußball kann der Marler nicht. Wie lange er beim ETuS bleiben möchte, wisse er aber auch noch nicht. "Erstmal geht die ganze Geschichte für ein Jahr", erklärt er. Ob's und wie's danach weitergeht, will er sehen. "Jetzt habe ich erst einmal Lust darauf, hier beim ETuS etwas aufzubauen und mitzugestalten." Ein Saisonziel setzt sich der Trainer bewusst nicht. "Von dem Druck, den ich bei Hervest beispielsweise hatte, will ich mich bewusst mal befreien." Er ist sich aber sicher, dass das Team oben mitspielen könne.

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