„Glaube schon, dass Herne weiß, wie Plätze zu pflegen sind“: Niemöller versteht die Absage

hzFußball: Regionalliga

RW Essen wollte das Duell gegen den TuS Haltern unbedingt austragen. Einen Tausch des Heimrechts allerdings fragten die Essener nicht an. Nun beginnt die Suche nach einem Ersatztermin.

Haltern

, 27.11.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das ist auch für uns komplett ärgerlich“, erklärt Magnus Niemöller, Trainer des TuS Haltern am See. Am Dienstag wurde das Duell zwischen den Halternern und RW Essen abgesagt worden. Eigentlich sollten die Teams am Sonntag in der Herner Mondpalast-Arena aufeinander treffen.

Im Gespräch mit dem Reviersport erklärte RWE-Vorstand Marcus Uhlig nach der Absage: „Wir haben der Stadt Herne angeboten, dass wir mit zusätzlichem Personal und Gerät nach Herne kommen, um kurzfristig den Platz zu präparieren.“ Die Essener hätten dafür auch die Kosten übernommen. „Doch die Botschaft aus Herne war, dass das nicht helfen würde“, so Uhlig weiter. Zudem hätten die Essener vorgeschlagen, kurzfristig auf ein anderes Stadion wie das Lohrheidestadion in Wattenscheid auszuweichen. „Fakt ist, dass wir unbedingt spielen wollten“, sagt Uhlig.

Komplett richtige Entscheidung

„Ich glaube schon, dass Herne weiß, wie Plätze zu pflegen sind“, sagt Halterns Trainer Niemöller. „Eigentlich müssen wir den DSC und die Stadt Herne loben, dass wir und Schalke da überhaupt spielen dürfen.“

„Das Sportamt in Herne versteht sein Handwerk“, sagt Sascha Kopschina, Sportdirektor der Halterner. Es sei für ihn die komplett richtige Entscheidung, die Anlage vor weiterem Schaden zu bewahren. Ein Ausweichen nach Wattenscheid sei für den TuS aber kein Thema gewesen. „Mit Blick auf das Sicherheitskonzept und das Catering sei da nichts zu machen“, sagt Kopschina.

Ein Tausch des Heimrechts - im vergangenen Duell am Freitagabend gegen des SC Verl hatten die Halterner auf ihr Heimrecht kurzfriistig verzichtet - sei laut Kopschina kein Thema gewesen. „Das hat Essen nicht angefragt“, sagt der Sportdirektor. Dementsprechend findet das Duell am letzten Spieltag der Regionalliga-Saison zwischen dem TuS Haltern und RW Essen in Essen statt.

„Heimspiel hätten wir gerne gespielt“

„So ein großes Heimspiel zum Jahresende hätten wir gerne gespielt“, sagt Niemöller. Doch zu dieser Jahreszeit könne es immer sein, dass Plätze gesperrt werden. Zudem sei die Mondpalast-Arena durch die Spiele der Halterner, des DSC Wanne-Eickel und der U23 des FC Schalke 04 hoch frequentiert.

Die Suche nach einem Alternativtermin wird sich wohl bis in das Jahr 2020 ziehen, da die Mondpalast-Arena über kein Flutlicht verfügt. „Beide Vereine haben leider nicht an einem Wochenende gemeinsam spielfrei“, sagt Niemöller. „Ich bin mir aber sicher, wir werden einen Termin finden.“ Mit dem DSC Wanne-Eickel, der Stadt Herne, dem TuS Haltern und RW Essen müssen dafür vier Parteien zustimmen.

Der FC Schalke 04 und Rot-Weiß Oberhausen hatten vor einigen Wochen ein Nachholspiel an einem Dienstagmittag ausgetragen (1:1). Ein ähnlicher Termin unter der Woche ist für die Halterner aber kein Thema. „Es geht ja gar nicht darum, dass es für die 15 Spieler zu bewältigen ist“, sagt Niemöller. „Zu einer Austragung eines Heimspiels gehören ja viel mehr Leute.“

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