Sechs U19-Spieler, unter anderem Julius Fahl (4.v.l.), Nils Schönfeld (4.v.r.) und Lars Boermann (Nummer 10), werden Concordia Flaesheim im Sommer verstärken. © Privat
Fußball: Kreisliga A

Glücksgriff, Terrier und Co.: Was Onnebrink über Flaesheims Neuzugänge denkt

Neben Lukas Kraft verstärkt sich Flaesheim noch mit sechs A-Jugendspielern, die Michael Onnebrink bereits gut kennt. Der Trainer erklärt, wo die Neuen spielen sollen und was sie ausmacht.

Sechs aktuelle U19-Spieler werden in der kommenden Spielzeit Concordia Flaesheim verstärken. Trainer Michael Onnebrink freut sich bereits auf die Neuzugänge und erklärt, was die einzelnen Spieler ausmacht und in welchen Bereichen es teilweise noch Verbesserungspotenzial gibt. Ein Spieler werde bislang etwas unterschätzt, könnte aber für eine große Überraschung sorgen, sagt er.

Schon bevor er die ersten Gespräche mit den damals noch potenziellen Neuzugängen führte, wusste Michael Onnebrink bestens über die Spieler Bescheid. Fast alle von ihnen hatte er in der Vergangenheit auch schon das ein oder andere Mal in der A-Jugend trainiert.

Flaesheims Trainer: „Die Jungs werden ihre Konkurrenz pushen“

Der Flaesheimer weiß also bereits um die Stärken seiner zukünftigen Spieler. Er weiß aber auch, „dass wir den Jungs Zeit geben müssen.“ Kurz oder mittelfristig, daran hat er gar keine Zweifel, werden sich aber alle in der Kreisliga A etablieren, sagt er.

Womöglich werde der ein oder andere Spieler aber auch mal in der zweiten Mannschaft auflaufen, um Spielpraxis zu sammeln, erklärt Onnebrink. Das sei mit allen aber auch abgesprochen. Alle Spieler eint vor allem eine Eigenschaft: „Sie bringen eine Top-Einstellung mit.“

Alle sechs seien „top Jungs, die uns besser machen und für das Mannschaftsgefüge gut sind“, sagt der Trainer, dessen folgende Worte einer Warnung an die anderen Spieler gleicht: „Unsere Etablierten werden mächtig Feuer kriegen!“

Alle U19-Neuzugänge seien heiß darauf, sich zu beweisen. „Diese Jungs wollen alle spielen, die werden ihre Konkurrenz ganz schön pushen“, sagt Onnebrink über seine sechs Kicker, deren Stärken und Schwächen er bereits gut kennt.

Michael Onnebrink stellt Concordia Flaesheims sechs Neuzugänge vor

  • Lars Boermann kann in der Offensive variabel eingesetzt werden. In vorderster Front sieht Flaesheims Trainer ihn allerdings nicht, eher auf der Zehn oder auf den Außenbahnen. „Er bringt alles mit, ist technisch stark und hat einen guten Abschluss.“ Körperlich werde er noch etwas zulegen müssen, „aber fußballerisch ist er in der Lage, unserem Spiel noch mehr Möglichkeiten zu geben.“
  • Julius Fahl ist für Onnebrink der vermutlich am meisten unterschätzte Spieler unter den sechs Neuen. „Er könnte die größte Überraschung werden, hat ein sehr gutes Potenzial“, so der Trainer. Wo genau er Fahl einsetzen wird, steht noch nicht fest. „Er ist aber eher defensiv anzusiedeln, da müssen wir einfach mal gucken, wo er seine Position findet“, sagt der Flaesheimer.
  • Christopher Uhlending soll zukünftig seinen Platz in der Innenverteidigung der Concordia finden. „Er wird unsere Verteidigung definitiv stärker machen“, blickt der Übungsleiter voraus. Allein durch seine Größe, Uhlending ist etwa 1,90 Meter groß, werde er herausstechen. „Er hat eine unglaubliche Präsenz, ist aber nicht gerade der Schnellste.“ Das wisse der Verteidiger aber auch und mache das mit gutem Stellungsspiel wett. Zudem antizipiere er gut und überzeuge auch durch seinen Spielaufbau.
  • Nils Schönfeld bezeichnet der Coach als „einen kleinen Terrier-Typen“. Er gebe keinen Ball auf und überzeuge auf dem Feld durch seine giftige Art, die auf jeden Fall in der Kreisliga A gefragt sein werde. „Er wird es garantiert irgendwann schaffen, allein aufgrund seiner Einstellung“, sagt Onnebrink. Er werde irgendwo in der Defensive spielen. Wo genau, da möchte sich der Flaesheimer aber noch nicht festlegen.
  • Till Radeler ist – genauso wie Nils Schönfeld – ein Flaesheimer Junge. „Mit denen kann man nie was verkehrt machen“, sagt Michael Onnebrink. Auch er überzeuge allein schon durch seine Einstellung. „Bei ihm müssen wir vielleicht noch ein bisschen Geschwindigkeit dazubekommen“, so der Trainer, der aber überzeugt ist, dass Radeler es genauso schaffen wird wie alle anderen auch. Auch bei ihm möchte er sich aber noch nicht festlegen, was seine Position angeht. „Irgendwo im Mittelfeld“, sagt er.
  • Jacob Stockhofe hätte auch den Sprung in den Landesliga-Kader des TuS Haltern am See wagen können, doch er entschied sich für Concordia Flaesheim. „Für uns ist er ein absoluter Glücksgriff, das muss man ganz klar sagen“, so Onnebrink. Stockhofe sei letztendlich das letzte Puzzlestück gewesen, um alle Positionen mindestens doppelt, wenn nicht sogar dreifach besetzt zu haben. Zukünftig soll er die defensiven Außenbahnen beackern, wahrscheinlich wird er auf der rechten Seite eingesetzt werden. „Ich kann mir ihn auf Dauer aber auch in einer zentraleren Rolle vorstellen“, sagt der Trainer, „aber nicht im ersten Jahr.“
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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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