Am Wochenende waren fast alle Halterner Fußballteams im Einsatz. Ein Halterner stand nach rund drei Jahren erstmals wieder auf dem Platz. © Michael Kösters
Fußball

Halterner feiert Comeback nach 3 Jahren: „Geil, wieder auf dem Platz zu stehen“

Endlich das erste Testspiel nach dem Lockdown, endlich der erste Einsatz für das neue Team. Ein Halterner Fußballspieler feierte am Wochenende nach drei Jahren sein Comeback.

In den vergangenen beiden Wochen feierten viele Halterner ihr Comeback. Über acht Monate mussten die meisten auf ihr erstes Fußballspiel seit dem Lockdown im November 2020 warten. Für einen Halterner Spieler war der erste Einsatz am 11. Juli aber noch besonderer: Er musste noch viel länger auf sein Comeback warten – und stellte dabei fest, dass er noch viel Arbeit vor sich hat.

„Es hat richtig viel Spaß gemacht“, sagt Maximilian Geisler über seine ersten 45 Minuten für den SV Lippramsdorf. Der Stürmer war im vergangenen Sommer zum Bezirksligisten gewechselt, nachdem er zuvor sein letztes A-Jugend-Jahr verletzungsbedingt verpasst und danach ein Auslandsjahr in Neuseeland verbracht hatte.

Rund drei Jahre müsste sein letztes Spiel nun schon her sein, schätzt der Stürmer, der gegen den SV Lembeck in der zweiten Halbzeit für Julian Röer eingewechselt wurde. „Es war geil, mal wieder auf dem Platz zu stehen“, so Geisler, der direkt hinzufügt, dass das Endergebnis allerdings „nicht so erfreulich“ war.

„Ich war froh, dass ich nur eine Halbzeit spielen musste“

Denn die Lippramsdorfer gingen gegen den A-Ligisten mit 0:5 unter. „Es war generell kein gutes Spiel von uns“, sagt Geisler, der im Oktober des vergangenen Jahres operiert wurde und dadurch nicht nur wegen des Lockdowns länger ausfiel. Doch warum hatte der LSV so große Probleme gegen Lembeck?

Maximilian Geisler geht in seine zweite Saison beim SV Lippramsdorf.
Maximilian Geisler geht in seine zweite Saison beim SV Lippramsdorf. Der junge Stürmer konnte jedoch erst jetzt sein Debüt für den LSV feiern, sein letztes Spiel war schon mehrere Jahre her. © SV Lippramsdorf © SV Lippramsdorf

„Das ist schwer zu sagen“, gesteht Maximilian Geisler. Die Gegentore seien teilweise ziemlich unglücklich gewesen und „grundsätzlich fehlte einfach noch die Fitness, was aber auch nach der langen Pause verständlich ist“. An seiner eigenen Fitness müsse er ebenfalls noch arbeiten. „Ich war froh, dass ich nur eine Halbzeit spielen musste“, so der Stürmer.

Sowohl was die Ausdauer als auch die Muskulatur anbelangt, reiche es für mehr einfach noch nicht. Das ist jedoch auch nicht ungewöhnlich, schließlich durfte Geisler erst vor rund einem Monat wieder trainieren. Das Ziel für die kommenden Monate formuliert der Halterner daher auch schon deutlich: „Ich will körperlich fit werden.“

Obwohl er erst ein Jahr beim SV Lippramsdorf ist, trainiert Geisler nun schon unter dem zweiten Trainer. In diesem Sommer folgte Sven Kmetsch auf Thomas Bartke. Der erste Eindruck vom neuen Trainer fällt positiv aus. „Das Training macht richtig Spaß“, sagt er. „Sven kommuniziert viel, lobt viel, kritisiert aber auch, was wichtig ist“, so Geisler über den Ex-Schalker.

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Pascal Albert

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