Halterner Kartfahrer Julien Rehberg zieht Saisonbilanz mit gemischten Gefühlen

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Der 14-jährige Halterner Kartfahrer Julien Rehberg hat bei den „ADAC Kart Masters“ in der Gesamtwertung den sechsten Platz und damit die Zielvorgabe erreicht. Eigentlich war noch mehr drin.

Haltern

, 19.12.2019, 13:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sein Team „Kartshop Ampfing“ hatte ihm eine Platzierung untern den besten zehn vorgegeben. „Nach einem schwierigen Start konnte ich mich in der Saison kontinuierlich steigern und zeigen was möglich ist“, sagt der junge Nachwuchspilot.

In der stark besetzten Klasse der OK Junioren sorgen die eingesetzten Motoren der Rennkarts für einen Topspeed jenseits von 120 Stundenkilometern. Allerdings konnte der von Hyundai unterstützte Halterner Racer dies von Beginn an durch seine körperliche Entwicklung - er bekam einen Wachstumsschub - nicht komplett nutzen. Er brachte nicht nur ein paar Kilogramm zu viel auf die Waage, sondern hatte durch seine Größe auch mit wesentlich mehr Windwiderstand als viele seiner kleineren Konkurrenten zu kämpfen. Rehberg: „Beides zusammen macht sich auf der Strecke schon deutlich in den Rundenzeiten bemerkbar.“

Die Saison begann im „Prokart Raceland“ im Oberpfälzischen Wackersdorf. Auf dem 1190 Meter langen Kurs herrschten hervorragende Wetterbedingungen und Rehberg stürmte nach einem 4. Platz im ersten Durchgang auch in den beiden finalen Rennläufen in die Top Ten.

Zum zweiten Lauf musste das Team Anfang April ins rund 700 Kilometer entfernte Ampfing fahren. Hier zeigte Rehberg schon im zweiten Durchgang mit einem sensationellen Start sein hohes Leistungspotenzial. So motiviert legte er im zweiten Rennlauf sogar noch einmal zu und erkämpfte sich mit weiteren tollen Manövern den dritten Platz und somit ein Platz auf dem Treppchen.

Ein Punkt hinter der Spitze

Neun Wochen später sorgten auf dem Hochgeschwindigkeitskurs der „Motorsport Arena Oschersleben“ zahlreiche Positionswechsel für reichlich Spannung. Rehberg mischte schon im Training vorne mit und konnte sich dann sogar noch steigern. Danach stellte er auch in den Rennläufen mit Position sechs im ersten und Rang fünf im zweiten Lauf erneut seine Ambitionen unter Beweis. Damit lag der Halterner auf Gesamtrang vier, nur einen Punkt hinter der Spitze.

Entsprechend motiviert fuhr er zum „Halbfinale“ auf seine Lieblingsstrecke, den „Erftlandring“ in Kerpen. Dort begann der junge Mann seine Karriere. „In Kerpen hast du mit schnellen Kurven, engen Passage und langen Geraden von allem etwas“, erklärt er. Doch das launische Wetter mit immer wieder starken Regenschauern war an diesem Wochenende die größte Herausforderung für die Teams und Fahrer.

Rehberg haderte schon zu Beginn mit den Verhältnissen auf dem Kurs, kämpfte sich aber trotz Zündaussetzer von Platz 20 noch bis auf Position sechs und sieben in den finalen Wertungsläufen vor. Damit blieb er Gesamtvierter und somit in Reichweite zu den hart umkämpften Spitzenpositionen.

Manöver endet als Crash

Das große Serienfinale wurde erneut in Wackersdorf gefahren. Es gab packende Fights doch Rehberg sagt rückblickend: „Das war ein Wochenende zum vergessen.“ Im ersten Lauf sei er von einem Gegner „abgeschossen“ worden. So landete er nach einem Dreher nur auf Platz 17. Im finalen Endlauf setzte er danach alles auf eine Karte, doch ein etwas zu optimistisch angesetztes Manöver führte zu einem Crash mit Einschlag in der Streckenbegrenzung.

Rehbergs Saisonanalyse fällt trotzdem positiv aus. „Mit der Platzierung in der Gesamtwertung bin ich zufrieden, doch nach Kerpen wäre auch noch mehr möglich gewesen.“ Im kommenden Jahr steigt er in die Seniorenklasse auf. „Das wird eine tolle Herausforderung auf die ich mich sehr freue.“

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