Trainieren beim TuS Haltern am See seit einigen Tagen wieder: Der spielende Co-Trainer Kevin Lehmann (l.) und Co-Trainer Thorsten Kornmaier (r.). Auch andere Teams sind schon ins Training eingestiegen. © Holger Lindner

Halterner Trainer: „Wenn einer noch nicht möchte, ist das kein Problem“

Bislang wurde auf Halterns Fußballplätzen nur kontaktfrei trainiert, nun ist mit Tests auch wieder Kontaktsport möglich. Aber wollen die Teams nun schon ins „richtige“ Training einsteigen?

Halterns Fußballvereine können seit rund zwei Wochen wieder trainieren. Erste Teams haben das auch bereits getan, beispielsweise der TuS Haltern am See und der SV Bossendorf. Bis vor wenigen Tagen war aber nur kontaktfreies Training möglich, nun ist auch Kontaktsport erlaubt – aber nur mit negativem Test. Steigen die Mannschaften jetzt ins „richtige“ Fußballtraining ein?

Die Frauen von Concordia Flaesheim waren schon auf dem Platz und auch die zweite Herren-Mannschaft trainierte schon. Am Freitag, 4. Juni, war es dann auch für die erste Herren-Mannschaft soweit: Das Team von Michael Onnbrink trainierte erstmals wieder.

„Wir machen Kontaktsport“, sagte der Trainer vorab bereits. Im Vorfeld sei mit allen Spielern abgesprochen worden, wie die Mannschaft nun trainieren möchte. Fast einstimmig wurde für den Kontaktsport entschieden. Abgestimmt wurde, weil „ich die Entscheidung nicht alleine treffen wollte“, erklärte Onnebrink.

„Ich habe noch nichts Negatives gehört, es gibt schon viele Zusagen“

In der Mannschaft seien sich aber weitestgehend alle einig gewesen: Wenn Training dann auch richtig. Nun trainieren die Flaesheimer bis zum richtigen Vorbereitungsstart im Juli jeden Freitag auf freiwilliger Basis.

Aber „wenn einer noch nicht möchte, ist das auch kein Problem“. Niemand solle sich dazu gedrängt fühlen, am Training mit Test teilnehmen zu müssen, so Onnebrink weiter.

Allerdings sollen sich seine Spieler zumindest immer spätestens einen Tag vorher melden, damit der Trainer einen Überblick hat, wer kommt und wer nicht. Grundsätzlich seien nun alle froh, endlich wieder trainieren zu können, sagte der Trainer.

Große Vorfreude hatten sie auch beim SV Hullern. Die Mannschaft trainiert am Sonntag, 6. Juni, erstmals wieder. Zuletzt waren sie in kleinen Gruppen nur zusammen laufen gegangen. Kontaktfreies Training war derweil keine Option, verriet Trainer Christoph Bafs-Dudzik.

Probleme, dass beim Kontaktsport alle einen Test brauchen, befürchtet er nicht. „Ich habe noch nichts Negatives gehört, es gibt schon viele Zusagen“, sagte der Trainer zwei Tage vor der ersten Einheit.

Timo Ostdorf: „Mittlerweile braucht man ja für fast alles einen Test

Etwas weiter als die Hullerner ist der TuS Haltern am See schon. Der Ober- und Landesligist trainiert schon seit zwei Wochen, bislang aber nur kontaktfrei. In der kommenden Woche könnte es dann auch mit Kontaktsport losgehen, so Timo Ostdorf, Trainer der Oberliga-Mannschaft.

„Wir hatten gesagt, mindestens die ersten beiden Wochen machen wir nur kontaktfrei, egal, was noch entschieden und erlaubt wird“, erklärte er. Er wolle seine Spieler erst langsam wieder an die Belastung gewöhnen. „Wenn du die Jungs direkt wieder in den Kontaktsport schickst, kannst du auch gleich ein Zelt vom Roten Kreuz neben den Platz stellen“, sagte der Trainer.

Kommende Woche sollen die TuS-Teams dann vielleicht in den Kontaktsport einsteigen. Explizit abgefragt wurden die Spieler noch nicht, „aber, wir haben die Jungs darauf vorbereitet, dass das kommen kann“. Negative Rückmeldungen bezüglich der Testpflicht habe es keine gegeben.

Sollte jemand aber weiter kontaktfrei trainieren wollen, egal aus welchen Gründen, werde das beim TuS Haltern am See auch möglich sein. An den Tests, so vermutet Timo Ostdorf, wird es letztendlich aber nicht scheitern. „Mittlerweile braucht man ja für fast alles einen Test, deswegen glaube ich nicht, dass das ein Problem wird“, sagte er.

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Pascal Albert

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