Chris Meyer verlässt in diesem Sommer Concordia Flaesheim und kehrt zum SV Hullern zurück. Drei Flaesheimer stellt er in seiner Traum-Elf auf - mehr waren nicht erlaubt. © Ralf Pieper (Archiv)
Fußball

Halterner Traum-11: Chris Meyers „Hullerner Legende“ und drei Flaesheimer

Gerne hätte er noch mehr Flaesheimer aufgestellt, sagt Chris Meyer, aber nur drei waren erlaubt. Außerdem stellt er einen Spieler auf, der nachgelassen habe, und zwei bekannte Trainer.

Erst waren einige Halterner Kapitäne dran, dann stellten auch weitere Spieler aus der Seestadt für die Halterner Zeitung ihre Traum-Elf auf. Nun haben wir erneut bekannte Spieler und Trainer aus Haltern gebeten, eine Mannschaft mit Akteuren aus der Stadt aufzustellen. Diesmal ist Chris Meyer dran. Der Hullern-Rückkehrer kommt nicht um ein paar Flaesheimer drumherum und überrascht mit seinem Torhüter.

Torwart: Tim Bergjürgen (Concordia Flaesheim)

Marvin Niehaus (SV Lippramsdorf, Anm. d. Red.) und Stephan Koch (Concordia Flaesheim, Anm. d. Red.) hatten wir schon oft genug“, sagt Chris Meyer über die Nominierungen der beiden Halterner Keeper in der ein oder anderen Traum-Elf.

Deshalb hat sich der bald wieder für Hullern auflaufende variabel einsetzbare Spieler für Tim Bergjürgen entschieden. „Er kam nach Flaesheim, als ich auch kam“, erzählt er. „Seitdem hat er sich richtig gut entwickelt.“ Bergjürgen sei vor allem fußballerisch ein sehr guter Torwart, „er hat nur das Problem, dass er Stephan Koch vor sich hat“.

Linksverteidiger: Dominik Grams (VfB Hüls)

Mit dem bei Schalke ausgebildeten und mittlerweile in der Bezirksliga spielenden Dominik Grams hat sich Meyer für einen Linksverteidiger entschieden, den er noch aus der Schule kennt. „Er war damals schon ein sehr guter Fußballer, hatte immer einen guten Schuss und ein starkes Spielverständnis“, sagt er.

Innenverteidiger: Stefan Schild (SV Lippramsdorf)

Auch mit Stefan Schild war Chris Meyer in einer Schulklasse. Spielte er früher noch als Rechtsaußen, ist er mittlerweile nicht mehr aus der Innenverteidigung des SV Lippramsdorf wegzudenken. Er habe eine starke Entwicklung durchgemacht. Meyer hebt besonders sein gutes Stellungsspiel hervor.

Stefan Schild (r.) gehört seit einigen Jahren zum Stammpersonal beim SV Lippramsdorf.
Stefan Schild (r.) gehört seit einigen Jahren zum Stammpersonal beim SV Lippramsdorf. © Jürgen Patzke (Archiv) © Jürgen Patzke (Archiv)

Innenverteidiger: Michael Göttig (Karriereende)

Mit Göttig spielte er noch unter Uli Garschagen beim SV Bossendorf zusammen, erzählt Chris Meyer. Auch beim SV Hullern und dem TuS Haltern am See spielte er früher, wo er mit seiner guten Technik, dem starken Kopfballspiel und auch seiner Torgefahr als Innenverteidiger überzeugen konnte. Außerdem sei er meist am lautesten gewesen – sowohl auf dem Platz als auch beim Feiern.

Rechtsverteidiger: Philipp Moos (Concordia Flaesheim)

Den zweiten Flaesheimer in seiner Elf beschreibt Chris Meyer als einen immer zuverlässigen Spieler. „Er macht immer das, was er machen soll, läuft unglaublich viel und ist auch sehr zweikampfstark.“

Sechser: Saiffidin El Batal (FC Marl)

Gemeinsam feierten die beiden einst mit Hullern einen Aufstieg, später trennten sich ihre Wege. „Er war damals spielender Co-Trainer, der Typ Motivator“, sagt Meyer über El Batal, der schon damals immer sehr motiviert und ehrgeizig gewesen sei. „Er versucht immer, alle mitzuziehen und ist zudem auch noch ein sehr guter Fußballer.“

Achter: Marko Pezer (SV Hullern)

In der kommenden Saison werden Meyer und Pezer beim SV Hullern gemeinsam auf dem Platz stehen. Während Meyer früher die Mannschaft als Kapitän anführte, ist das seit einiger Zeit Pezers Aufgabe. „Er ist sehr zuverlässig und spielt mannschaftsdienlich“, sagt er über den Hullerner. „Außerdem hat er mich auch in seine Elf gewählt und ist bald mein Kapitän, da muss ich ihn doch auch reinnehmen.“

Achter: Noah Korczowski (TuS Haltern am See)

„Mit ihm habe ich in der Schulmannschaft gespielt, danach nie wieder“, erzählt Chris Meyer. Danach trennten sich ihre Wege deutlich: „Er ging Richtung Profifußball und ich in die andere Richtung“, sagt er. Drei Bundesligaspiele bestritt Korczowski, der nun nach Velbert wechselt. „Ich habe recht früh gemerkt, dass er doch ein bisschen mehr kann als ich“, erinnert sich Meyer. „Obwohl wir eine gute Mannschaft hatten, war er immer der Unterschiedsspieler.“

Noah Korczowski (l.) hat es ebenfalls in Chris Meyers Traum-Elf geschafft - beide spielten einst zusammen in der Schulmannschaft.
Noah Korczowski (l.) hat es ebenfalls in Chris Meyers Traum-Elf geschafft – beide spielten einst zusammen in der Schulmannschaft. © Blanka Thieme-Dietel © Blanka Thieme-Dietel

Linksaußen/Linker Zehner: Andreas Döll (Karriereende)

Döll bezeichnet Meyer als „eine Hullerner Legende“, mit dem er auch noch zusammen auf dem Platz stand. „Ich glaube, er hat mit Hullern alles mitgemacht“, sagt er, „positiv wie negativ“. Auf dem Platz habe ihn immer Dölls Ruhe beeindruckt „und wie er – ohne großartig Geschwindigkeit zu haben – an den Gegnern vorbeigegangen ist“.

Rechtsaußen/Rechter Zehner: Thomas Fritzsche (Concordia Flaesheim)

Das Flaesheim-Trio wird vom Concordia-Kapitän komplettiert. „Er weiß, wie er sich zu bewegen hat, wie er zu spielen hat“, sagt Meyer über seinen nun ehemaligen Mitspieler. Fritzsche sei immer torgefährlich und habe ein starkes Spielverständnis. „Außerdem ist er ein sehr guter Kapitän.“

Stürmer: Marco Masannek (SV Hullern)

„Torgefährlich, dynamisch und kopfballstark – das sind die Qualitäten von früher, die sind jetzt nicht mehr ganz so da wie sie es mal waren“, sagt Chris Meyer augenzwinkernd. Dennoch sei Marco Masannek, mit dem er in der kommenden Spielzeit wieder zusammenspielen wird und gut befreundet ist, immer noch ein guter Spieler und extrem wichtig für Hullern.

Trainer-Duo: Michael Onnebrink (Concordia Flaesheim) und Thomas Schaffrinna (Pausiert)

Als Bonus stellt Chris Meyer zwei Trainer an die Seitenlinie. „Onne ist einfach ein geiler Trainer“, sagt er über den Flaesheimer Coach. Besonders beeindruckend sei es immer gewesen, „wie er die Spieler vor der Partie packt“. Das Gleiche gelte aber auch für Thomas Schaffrinna, „mit dem wir bei Hullern die perfekte Saison gespielt haben“. Er sei ein Menschenfänger, so Meyer. „Ich bin froh, dass ich die beiden als Trainer hatte.“

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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