Holger Siepert (l.) setzt in seiner Halterner Traum-Elf auf seine beiden fußballerischen Ziehsöhne. © Blanka Thieme-Dietel (Archiv)

Halterner Traum-11: Holger Siepert stellt seine beiden „Ziehsöhne“ auf

Holger Siepert setzt in seiner Halterner Traum-Elf auf einen Torhüter, der sich „fußballerisch noch verbessern könnte“, einen Spielmacher, dessen Technik seinesgleichen sucht und seinen Bruder.

Erst waren einige Halterner Kapitäne dran, dann stellten auch weitere Spieler aus der Seestadt für die Halterner Zeitung ihre Traum-Elf auf. Nun haben wir erneut bekannte Gesichter aus Haltern gebeten, eine Mannschaft mit Spielern aus der Stadt aufzustellen. Nachdem zuerst Herbert Siepert dran war, ist nun sein Zwillingsbruder Holger an der Reihe. Er setzt auf einen seiner ehemaligen Trainer auf dem Flügel, seinen Trauzeugen und seine beiden „Ziehsöhne“, die nun die A-Liga rocken.

Torwart: Markus Rüter (Vereinslos)

Holger Siepert spielte mit Rüter gemeinsam bei BW Lavesum, als Ersterer gerade bei den Senioren anfing. „Er war überragend auf der Linie und auch beim Rauslaufen“, erzählt Siepert. Auch fernab des Fußballfeldes sei er schon damals ein „super Typ“ gewesen. „Fußballerisch könnte er sich aber noch verbessern.“

Linksverteidiger: Thomas Gerding (Karriereende)

Als Siepert bei BW Lavesum spielte, traf er mit Thomas Gerding auf einen sehr schnellen Spieler. „Ich kenne keinen schnelleren Linksverteidiger“, sagt der 34-Jährige. Gerding habe zudem eine sehr starke Ausdauer gehabt und sei zweikampfstark gewesen. Eine Verletzung setzte ihn allerdings früh außer Gefecht. „Er leider schon sehr früh einen Kreuzbandriss.“

Innenverteidiger: Leonard Lütke-Daldrup (Karriereende)

Sein Bruder nannte ihn schon den besten Innenverteidiger, den der ETuS je hatte, und auch Holger Siepert lobt Leonard Lütke-Daldrup über alle Maßen. „Er ist für mich der beste Innenverteidiger, mit dem ich zusammengespielt habe“, sagt er. „Er hätte locker in der Landes- oder Verbandsliga spielen können.“

Holger Siepert (blau) spielte in seiner Karriere mit vielen guten Spielern. Für seine Traum-Elf musste er sich jedoch für elf entscheiden. © Blanka Thieme-Dietel (Archiv) © Blanka Thieme-Dietel (Archiv)

Innenverteidiger: Björn Gerding (Karriereende)

„Was seinen Einsatzwillen anging, war er der beste Innenverteidiger“, so Siepert. Gerding führte jahrelang die Lavesumer Mannschaft als Kapitän aufs Feld, wo er mit seinem unbändigen Siegeswillen voranging. „Er war zwar nicht der Schnellste, aber sein Einsatz und seine Zweikampfstärke war sehr gut.“

Rechtsverteidiger: Bernard Lütke-Daldrup (ETuS Haltern)

Was seinen Einsatz angeht, sei Lütke-Daldrup „der Beste, den man da rechts hinten aufstellen kann“, sagt Holger Siepert. „Von den jungen Leuten, mit denen ich beim ETuS noch zusammengespielt habe, ist er der, der am meisten dazugelernt hat“, lobt er den Halterner.

Defensiver Mittelfeldspieler: Maik Gerding (BW Lavesum)

Gerding und die Sieperts kennen sich bereits seit der Jugendzeit. „Da haben wir immer viel zusammengespielt“, erinnert sich Holger Siepert. „Wir haben uns auf dem Feld immer blind verstanden.“

Rechter Mittelfeldspieler: Kevin Plogmaker (TuS Sythen)

Der Sythener Kapitän habe schon früh mit seinen läuferischen Fähigkeiten überzeugen können und immer gute Flanken geschlagen. „Auf den Außen ist er sehr gut“, sagt Holger Siepert, der im gleichen Atemzug wie Plogmaker auch direkt seinen Sythener Teamkollegen nennt. „Die beiden waren in meinen letzten Jahren beim ETuS wie Ziehsöhne für mich“, erzählt er. „Ich hatte versucht, die beiden ein bisschen an die Brust zu nehmen.“

Offensiver Mittelfeldspieler: Andre Nacke (TuS Sythen)

Sowohl menschlich als auch fußballerisch seien Nacke und Plogmaker, so Siepert, „echt super“. Sythens Spielmacher Nacke zeichne vor allem seine starke Technik aus, „er hat eine der besten, die ich je gesehen habe“. Früher sei er allerdings etwas lauffaul gewesen, „aber da hat er sich auch gemacht, das ist besser geworden“.

Linker Mittelfeldspieler: Hubertus Löcken (Karriereende)

Der ehemalige Lavesumer war jahrelang Trainer der beiden Sieperts bei den Blau-Weißen. „Wir hatten dann auch noch das Privileg, bei den Senioren noch mit ihm zusammenspielen zu können“, erzählt Holger Siepert. Hubertus Löcken habe einen starken linken Fuß gehabt und sei, was das Kämpferische angeht, immer vorne mit dabei gewesen.

Stürmer: Dennis Klüsener (ETuS Haltern)

Der Angreifer des ETuS darf in Holger Sieperts Traum-Elf nicht fehlen. „Er war mein Trauzeuge und ist mein bester Freund“, sagt er über Klüsener. Für seine Größe habe er eine „überragende Technik“ und sei zudem noch sehr kopfballstark. „Er passt gut zu meinem Bruder im Sturm.“

Stürmer: Herbert Siepert (Karriereende)

Auch er durfte nicht fehlen: Holger Siepert stellt natürlich auch seinen Zwillingsbruder Herbert auf. „Mit seinem Bruder zu spielen, ist immer geil“, sagt er. „Herbert war ein sehr, sehr guter Stürmer, aber er war nicht so trainingsfleißig wie ich.“ Beide wurden allerdings immer wieder von Verletzungen ausgebremst.

„Weil wir so oft verletzt waren, haben wir leider nicht so viele Spiele gemeinsam bestreiten können wie wir wollten“, sagt Holger Siepert. „Aber es war immer super mit ihm; wenn wir auf dem Platz waren, haben wir uns blind verstanden.“

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Erst als Praktikant, dann als freier Mitarbeiter und nach dem Volontariat seit 2021 als Redakteur für Lensing Media im Einsatz. Am liebsten im Lokalsport unterwegs - denn abseits der reinen Ergebnisse hat jedes Spiel und jeder Sportler eine spannende Geschichte zu erzählen.
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Pascal Albert

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