ETuS-Verteidiger Marius Gröner (2.v.r.) erzielte in drei Vorbereitungsspielen schon zwei Tore. © Jürgen Patzke
Fußball

Halterner Verteidiger überzeugt als Torjäger – „das passiert sonst eher selten“

In einer Saison traf er sieben Mal, ansonsten glänzt Gröner vom ETuS aber mehr mit seiner Defensivarbeit als mit seiner Torgefahr. Aktuell hat er jedoch eine Torquote, die er gerne halten würde.

Nach den ersten Spielen des ETuS Haltern lässt sich festhalten: Die Mannschaft von Phillip Oligmüller und dem neuen Co-Trainer Thomas Linden ist auf einem guten Weg. Ein Spieler, der an den ersten Testspielerfolgen seinen Anteil hatte, ist Marius Gröner. Der Verteidiger traf schon zwei Mal. Bis zu seiner Bestmarke sind es aber noch ein paar Tore – sieben Treffer erzielte er mal in einer Saison auf für einen Verteidiger ungewöhnliche Weise.

Sowohl gegen die TSG Dülmen als auch gegen BW Lavesum war es der 26-jährige Gröner, der das wichtige erste Tor für den ETuS erzielte. Als Kopfballungeheuer kann man ihn nach den beiden Treffern nach Eckbällen aber noch nicht bezeichnen. „Das war nicht so ganz direkt mit dem Kopf“, erzählt er. „Einmal war es zur Hälfte die Schulter, bei dem anderen wurde ich irgendwie angeschossen“, so Gröner mit einem Lachen.

Marius Gröner über Dominik Wergen: „Er ist unser Standard-Spezialist“

Im Endeffekt sei es aber egal, wie der Ball reinging, „die Hauptsache ist, dass er drin ist“. Und auch seinen Trainern sei es „egal, wie ich treffe, die Hauptsache ist, weiterhin so oft“. Beim FC Marl, erzählt Gröner, waren es mal sieben Treffer in der Liga – alle per direktem Freistoß. Seine aktuelle Quote von zwei Toren in drei Spielen würde er am liebsten mit in die Saison nehmen.

„Sonst passiert das eher selten bei mir“, sagt er über seine Trefferquote. Beim ETuS Haltern konnte er bislang – im Gegensatz zu seiner Zeit beim FC Marl – noch nicht allzu viele Freistöße schießen. Zum einen, weil Gröner seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer aufgrund der Corona-Pandemie nur wenige Spiele erleben konnte, zum anderen, weil beim ETuS auch noch ein gewisser Dominik Wergen spielt.

„Er ist unser Standard-Spezialist, der kann das ganz gut“, sagt Marius Gröner, der mit der bisherigen Vorbereitung seines Teams zufrieden ist. „Bisher macht es super viel Spaß, die Motivation ist bei allen riesig, was man auch an der Trainingsbeteiligung sieht.“

Alle würden bislang voll mitziehen, so der Verteidiger, der sich im Lockdown mit mehreren Einheiten pro Woche fit gehalten hatte, wie er erzählt. „Ich bin regelmäßig laufen gegangen und habe bei einem Kumpel, der einige Fitnessgeräte hat, ab und an mittrainiert.“

Der ETuS Haltern hat seine Abwehrformation umgestellt – mit Erfolg

Seit einigen Wochen geht es aber auch endlich wieder auf den Sportplatz. Dort steht mit Thomas Linden seit diesem Sommer ein neuer Co-Trainer an der Seitenlinie des ETuS. „Er ist ein super Typ“, sagt Gröner. Gemeinsam haben Oligmüller und Linden zuletzt von einer Dreier- auf einer Viererkette in der Abwehr umgestellt.

„Das wurde bislang sehr positiv angenommen“, so der Verteidiger. Bei der Dreierkette bestehe defensiv immer auch die Gefahr, bei gegnerischen Kontern Probleme zubekommen. „Außerdem müssen die Außen immer zurückarbeiten, das ist eine unheimliche Laufarbeit.“

Durch die Viererkette gelinge es dem ETuS bislang sehr gut, die Räume eng zu halten – vor allem auf dem etwas kleineren Kunstrasenplatz, sagt Gröner, der gelernter Innenverteidiger ist, aber auch hinten links spielen kann. In dieser Vorbereitung hat er schon auf beiden Positionen gespielt. „Wenn alle wieder da sind, müssen wir mal gucken, wer wo spielt“, sagt er.

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Pascal Albert

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