Halternerin startet erneut in der Junioren-Bundesliga und steigert sich

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Für die 17-jährige Lena Abendroth war es die zweite Teilnahme in dem starken Teilnehmerfeld. Mit ihren Teamkollegen war sie diesmal sogar „viel besser als bei unserem ersten gemeinsamen Start“.

Haltern

, 21.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt 25 J-70 Boote haben in Hamburg am Finale der Deutschen Junioren Segel-Liga im Bundesligamodus teilgenommen. Sie zeigten in spannenden Rennen spektakuläre Manöver. Mittendrin: Die 17-jährige Halternerin Lena Abendroth.

Die Nachwuchsseglerin vom SC Prinzensteg startete als Steuerfrau zusammen mit ihren Teamkollegen Janne Handermann, Thomas Rössler und Paul Riskop erneut unter der Bewerbung des Yachtclubs Möhnesee.

Dem Team gelang in dem stark besetzten Starterfeld eine Platzierung unter den Top 15. „Trotz der schwierigen Bedingungen waren wir viel besser als bei unserem ersten gemeinsamen Start in Berlin“, sagt Abendroth.

Viel Stillstand auf dem Wasser

Der erste Wettkampftag bescherte den Teams am Samstag aufgrund des akuten Windmangels zunächst eine Startverschiebung. Die Wartezeit bis zum eigenen Start nutzte Abendroth zum Studium der Fahrtrouten. Dabei war man sich im Team schnell einig: „Die linke Seite ist die bessere Route.“

Doch wegen des schwachen Windes und schwierigen Segelverhältnissen auf dieser Seite gab es bei den ersten beiden Wettfahrten viel Stillstand und nur einen Platz im Mittelfeld. „Wir konnten zeitweise einfach nur still im Boot sitzen und warten bis uns aufkommender Wind wieder Segelmanöver ermöglichte“, erzählt die Halternerin.

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Deshalb entschied sich das Team für die beiden letzten Starts des Tages für eine neue Linie auf der rechten Revierseite. Und das sollte sich auszahlen. „Wir konnten jetzt den aufkommenden Wind von der Landzunge wirklich nutzen und viel höher zur ersten Tonne segeln“, erklärt sie.

Nach einer gelungenen Anfahrt mit einer blitzsauberen Wende um die Tonne gab Handermann das Kommando zum „Jybe Set“. Bei diesem schwierigen Manöver setzte die Crew während der Halse mit dem Gennaker das größte Segel, und das Boot nahm dadurch sofort richtig Fahrt auf.

Lena Abendroth ging erneut in der Deutschen Junioren Segel-Liga an den Start.

Lena Abendroth ging erneut in der Deutschen Junioren Segel-Liga an den Start. © Horst Lehr


Zwei Stunden Wartezeit in Regen und Kälte

Die J-70 rauschte danach mit vollem Speed für gute drei Minuten in Richtung Ziellinie. Auf dem zweiten Platz liegend klatschten sich alle freudig ab. „Das war Adrenalin pur. Das entscheidende Manöver hat richtig gut geklappt“, freut sich Lena Abendroth noch heute.

Nach einem sechsten Platz im abschließenden letzten Lauf des Tages lag das Team zwischenzeitig auf dem 14. Platz der Gesamtwertung und war damit schon besser als beim ersten Start in Berlin.

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Auch der Sonntag begann mit Verspätung. Diesmal musste die Crew allerdings rund zwei Stunden in Regen und Kälte auf den ersten Startschuss warten. Und dann wurde es wieder schwierig, denn es gab auf dem gesamten Kurs nur wenig nutzbare Windfenster. Trotzdem schafften Abendroth und ihre Teamkollegen einen guten sechsten Platz.

Die beiden Starts haben Lena Abendroth „seglerisch weiter gebracht“

Die letzte Wettfahrt war danach praktisch Spiegelbild des Samstags mit einem erneuten Kurswechsel auf die rechte Seite. Diesmal fuhr das Team konsequent einen ganz eigenen Kurs und jagte nicht einfach dem Feld hinterher. Dabei gelang es ihnen, mit dem Boot ein schwaches Windaufkommen geschickt zum eigenen Vorteil zu nutzen und mit dieser zusätzlichen Fahrt erneut auf den zweiten Platz zu segeln.

Nach Auswertung aller Wettfahrtergebnisse durch die Rennleitung freute sich das Team über den 12. Gesamtrang, denn damit waren sie viel besser unterwegs als beim ersten Start im September in Berlin.

Abendroth zieht rückblickend ein positives Fazit des Segelwochenendes: „Die beiden Starts haben mich seglerisch weiter gebracht.“ Sie und ihre drei Kollegen wollen zusammen bleiben und planen bereits weitere gemeinsame Trainingsfahrten, um im nächsten Jahr erneut anzugreifen.

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