Halterns Vierhaus und Uhlig machen an der Rennstrecke eine ganz besondere Erfahrung

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Es war ein besonderes Erlebnis für die Halterner Motorsportler Alina Vierhaus und Leon Uhlig. Dabei wurde nicht nur ihr fahrerisches Können auf der Strecke gefordert.

Haltern

, 21.10.2019, 12:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Halterner Motorsportler Alina Vierhaus und Leon Uhlig machten Anfang Oktober eine ganz besondere Erfahrung. „Ich wollte unbedingt mal sehen, wie das geht“, sagt Vierhaus. Bei einem zweitägigen Fahrertraining trafen sie ein Dreamteam des Rallyesports Walter Röhrl und Christian Geistdörfer.

Vom Treffpunkt am Flughafen Münster/Osnabrück fuhren die 35 Teilnehmer zur Besichtigung der Meyerwerft nach Papenburg und hörten am Abend bei einer Talkrunde spannenden Motorsportgeschichten aus dem Leben der beiden Legenden.

„Autos am Limit“

Am Sonntag hieß es dann auf dem Gelände in Papenburg trotz des anhaltenden Regens „Autos am Limit“. Auf diesem offiziellen Testgelände warteten mit einem Nasshandlingkurs, dem kleinen Hockenheimring und einem Slalomparcours drei Herausforderungen auf die Teilnehmer.

Gefahren wurde parallel in drei Gruppen. So konnten die Streckenvarianten von allen durchgehend genutzt werden. Beim Drifttraining auf der Kreisbahn stieg Vierhaus schon richtig aufs Gas. „Den Audi RS3 habe ich aber nicht mehr als zwei Sekunden quer gekriegt“, sagte sie lächelnd. Uhlig, der seinen Golf 6 GTI mit ausgeschalteter Traktionskontrolle und Handbremse in den Drift brachte, sagt: „Er kam nur kurz richtig quer, es hat aber trotzdem Spaß gemacht.“

Der rund 800 Meter lange und eng gesteckte Pylonenkurs forderte mit zwei Schikanen, einer 180 Grad Wende und einer rund 400 Meter langen Geraden die Geschicklichkeit der Fahrer. Hier waren die beiden Halterner, die schon im deutschen Youngster Slalomcup ihr Können unter Beweis gestellt hatten, in ihrem Element. Uhlig startete schnell, durchfuhr die Pylonenhindernisse fehlerfrei und hatte auf der langen Geraden zurück ins Ziel selbst im vierten Gang noch durchdrehende Räder. „Es war richtig toll, und mit dem vierten Platz war ich der schnellste ‚Schalter‘ im Feld“, sagt er.

„Hoffentlich treffe ich jetzt das Tor an der Lichtschranke“

Vierhaus fühlte sich im Audi RS3 ihres Vaters sichtlich wohl, denn auch für sie waren die Tore das gewohnte „Geläuf“. „Ich dachte dabei nur, hoffentlich treffe ich auch jetzt noch das Tor an der Lichtschranke“, sagt sie. Doch ihre Sorge war unbegründet. Sie fuhr im zweiten Lauf mit 41 Sekunden sogar die absolute Tagesbestzeit und wurde dafür bei der Siegerehrung von Röhrl mit einer Urkunde ausgezeichnet. „Du bist das Madl mit dem heißen Reifen“, sagte Geistdörfer über ihre Fahrweise.

Beide Halterner zogen ein positives Fazit der Veranstaltung und waren beeindruckt von der netten menschlichen Art der Instruktoren. „Walter hat mir gezeigt, dass es nicht nur einen Weg gibt und mir Mut gemacht, meine eigene Ideallinie zu suchen“, sagt Vierhaus.

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